Zukunft ohne Karrer

(pm/ra) Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg wird in der kommenden Runde den Trainerposten neu besetzen. Nach mehreren Gesprächen konnten sich Verein und Trainer Heiko Karrer und nicht auf eine Verlängerung des zum 30. Juni 2014 auslaufenden Vertrages verständigen.

Der Übungsleiter aus Großwallstadt übernahm den Trainerposten im Juli 2012. Zu Beginn seiner Amtszeit hatte der ehemalige Nationalspieler den mit dem Bundeligaabstieg eingetretenen personellen Umbruch zu meistern und dabei bis heute insgesamt zehn neue Spieler zu integrieren. Nach dem etwas holprigen Saisonstart 2013/14 hatte Karrers junge Truppe mit einer zwischenzeitlichen Serie von 13:1 Punkten die Hinrunde aber im sportlich erwarteten Rahmen beendet. Mit 18:20 Punkte belegt das Team aktuell Rang 15.

Beide Seiten hatten sich zunächst eine Fortsetzung der Arbeit beim mittelhessischen Traditionsclub vorstellen können, sahen aber auch unterschiedliche Ansichten: "Wir haben in den gemeinsamen Gesprächen erkannt, dass wir teilweise unterschiedliche Interessen und Vorstellungen bzgl. der weiteren Zusammenarbeit hatten. Im professionellen Sport wie auch im Trainergeschäft sind Entscheidungen komplexer und weitreichender, daher gab es jetzt nicht den einen auschlaggebenden Grund, der zu diesem Entschluss geführt hat", beschreibt Heiko Karrer die Entwicklung.

Dazu Lothar Weber vom TVH: "Natürlich haben wir in Hüttenberg im Vergleich zu anderen Zweitligisten auch andere Gegebenheiten. Man braucht aber fast schon professionelle Bedingungen wie in der 1. Liga, um sich sicher und dauerhaft in einer eingleisigen 2. Liga etablieren zu können. Dies versuchen wir mit unseren Mitteln zu meistern bzw. soweit möglich zu kompensieren. Dennoch können wir bei notwendig werdenden Verpflichtungen auf den einzelnen Positionen, im Trainingsumfeld und bei den Rahmenbedingungen nicht so agieren wie man es evtl. in der 2. Bundesliga müsste. Von daher haben Heiko und wir die gegebenen Bedingungen sowie die Perspektiven unterschiedlich bewertet und gehen im Sommer im guten Einvernehmen auseinander."

"Ich bedauere es natürlich, ab Sommer nicht mehr mit den Jungs zusammenarbeiten zu können, um sie weiterhin auf ihrem erfolgreichen Weg in der 2. Bundesliga zu begleiten. Bis zum Saisonende stehen noch 19 Spiele an, da wollen und werden alle gemeinsam alles daran setzen, um möglichst viele Punkte einzufahren.

Das erwarte ich von mir selber, den Spielern, von Verein und Umfeld und jeder Zuschauer und Sponsor darf das von mir und der Mannschaft erwarten, denn so eine Trennung ist ein normaler Prozess in diesem Geschäft", lenkt der im Sommer scheidende Trainer den Fokus auf das Tagesgeschehen und die anstehenden Aufgaben in der Rückrunde.

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