Freude pur: FSV-Trainer Benjamin Lock bejubelt mit Felix Erben den Treffer zum 3:0 in Baunatal. Am heutigen Samstag geht es für die Mittelhessen in Steinbach gegen den KSV Hessen Kassel.
+
Freude pur: FSV-Trainer Benjamin Lock bejubelt mit Felix Erben den Treffer zum 3:0 in Baunatal. Am heutigen Samstag geht es für die Mittelhessen in Steinbach gegen den KSV Hessen Kassel.

Das Zugpferd wird vorstellig

  • vonPeter Froese
    schließen

(fro). In der Fußball-Hessenliga fiebert der FSV Fernwald heute dem Gastspiel des Traditionsvereins KSV Hessen Kassel entgegen. Der SC Waldgirmes ist am Sonntag bei Rot-Weiß Walldorf im Einsatz. Spitzenreiter SG Barockstadt Fulda/Lehnerz empfängt heute den FV Bad Vilbel, während Verfolger TSV Eintracht Stadtallendorf beim SV Rot-Weiß Hadamar gastiert.

Beide unter Zugzwang

FSV Fernwald - KSV Hessen Kassel (heute, 15 Uhr):Mit einer Gala beim 4:0-Erfolg in Baunatal hatte der FSV am vergangenen Freitag seine schwarze Serie von acht Niederlagen in Folge beendet und ein Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt gesendet. Kampfgeist und Wille waren vorbildlich, in der Defensive stand man stabil, die Offensive nutzte ihre Chancen - und auch die in der Vergangenheit bemängelte fehlende Kondition war nicht erkennbar. Hinzukam endlich auch einmal das oft vermisste Glück, als man mit zwei schnellen Toren in der Anfangsphase die Blockade im Kopf lösen konnte. Die Szene, als die gesamte Mannschaft nach dem 3:0 auf Benjamin Lock zustürmte und ihn in den Jubeln mit einbezogen hatte, waren sinnbildlich für den neuen Geist im Team. Der FSV-Trainer, der sich in den letzten Wochen das Vertrauen des FSV-Vorstands erarbeitet hatte und am vergangenen Montag mit einem Vertrag bis zum Saisonende ausgestattet wurde, hat einen deutlich erkennbaren Plan, der auf der Stabilisierung der Abwehr basiert. Auch hat er eine sehr gute Ansprache zu den Spielern. Dies wird auch heute gegen den KSV Hessen Kassel notwendig sein, wenn man die ersten Heimpunkte feiern und vielleicht sogar die rote Laterne abgeben möchte.

Die "Löwen" aus Nordhessen sind als einer der Topfavoriten in diese Saison gestartet, liegen mit dem aktuell siebten Rang allerdings hinter den Erwartungen zurück. Zuletzt konnte die Elf von Trainer Dietmar Hirsch allerdings einen klaren 4:0-Sieg gegen den TuS Dietkirchen feiern. "Mit dem KSV haben wir ein massives Brett zu bohren. Kassel arbeitet unter Profibedingungen und ist körperlich auf der Höhe. Wir müssen den Kampf annehmen und eng an den Leuten dran sein. Dabei dürfen wir nicht den Fehler machen und uns nur hinten reinstellen, sondern müssen uns Chancen erarbeiten. Wir wollen im Kampf um den Klassenerhalt wieder ein Wörtchen mitreden und endlich die ersten Heimpunkte einfahren", sagt Lock.

Personelles: Neben Antonyos Celik und Danilo Neves Oliveira fällt der erkrankte Stephen Jäckel aus. Der Einsatz von Nicolas Strack ist fraglich.

Golafra-Ausfall schmerzt

Rot-Weiß Walldorf - SC Waldgirmes (Sonntag, 15 Uhr):Nach der 0:2-Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Fulda und Lehnerz will die Elf von Trainer Otmar Velte in Walldorf zurück in die Erfolgsspur. Mit einem Sieg beim aktuellen Tabellenzehnten könnten die Lahnauer den Abstand nach unten weiter vergrößern und sich im oberen Tabellendrittel festbeißen. "Mich beschäftigen die erneuten personellen Rückschläge mehr, als dass ich mich mit dem nächsten Gegner beschäftigen kann. Mit Kian Golafra fällt unser zentraler Spieler im Mittelfeld für die kommenden Wochen aus. Dies müssen wir erneut abfangen", hadert Velte. Sportlich beschäftigt den SC-Trainer, dass seine Spieler im Training selbst in komplizierten Aktionen kreative Lösungen finden, diese aber in den Spielen oftmals nicht anwenden. "Hier muss sich jeder Spieler selbst überprüfen, welche mentale Blockade die Ursache ist", sagt Velte. Die Rot-Weißen aus Walldorf belegen mit einer ausgeglichenen Bilanz den zehnten Tabellenplatz. In den letzten sechs Spielen gelang der Elf von Michael Martin kein Sieg. Mit Nils Herdt, der sechs der 18 Tore der Südhessen erzielt hat, haben die Hausherren ihren herausragenden Stürmer.

Personelles: Mit Kian Golafra (krank) und Mert Ciraci (verletzt) fallen zwei weitere Leistungsträger aus. Robin Dankof, Barbaros Koyuncu, Jafar Azizi, Marc Geller und Visa Gashi stehen weiter nicht zur Verfügung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare