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HSG Wettenberg (hintere Reihe, v. l.): Co-Trainer Jan Reuschling, Janine Tafferner, Toni Schuldt, Stephanie Schön, Caroline Büsselberg, Katharina Till, Larissa Goncalves, Luisa Risse, Lea Emmelius, Theresa Pohl, Betreuerin Eva Fonardi, Trainer Kai Nober; (vorn, v. l.): Anna Schwab, Eva Schneider, Sina Hohl, Tania Rinn, Anna Lena Habermehl, Tanja Tröller, Rena Münch.

Ziel ist die Meisterrunde

  • VonMarc Steinert
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(mgs). Sicherlich viel mehr Zeit als ihm lieb war, um sein Team kennenzulernen, hatte Kai Nober. Dieser hatte die Frauenhandballerinnen der HSG Wettenberg in der Oberliga Hessen schon zur letzten Saison als Trainer übernommen, doch nachdem die Spielzeit 2020/21 aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, fiebert der Übungsleiter aus dem Gleiberger Land nun natürlich dem Auftakt sehr entgegen.

Zu Beginn geht es für die HSG gleich auf Reisen, mit dem Gastspiel bei der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen steht gleich die weiteste Auswärtsfahrt auf dem Programm. Und da die Oberliga in eine aus je sieben Teams bestehende Nord- und Südstaffel geteilt wurde, wäre ein guter Start ob nur zwölf Partien wichtiger denn je.

»Wir wollen es natürlich unter die Top 3 und damit in die Meisterrunde schaffen. Dann hast du den Klassenerhalt definitiv schon sicher. So oder so zählt aber jeder Punkt, da diese gegen die Teams in der Abstiegsrunde ja mitgenommen werden«, weiß der HSG-Coach, aber auch, dass vor allem Germania Fritzlar II und der SG Kirchhof II eben als zweiten Mannschaften viel zuzutrauen ist. »Da weißt du nie, was auf dich zukommt.«

Ob der langen Pause und des sehr späten Saisonstartes konnte Nober die Vorbereitung aber entspannt angehen, legte mit seiner Mannschaft im Juni behutsam los und baute im August dann noch eine Pause ein. »Wir haben danach erst gespielt, aber auch meist nur eine Partie und diese am Wochenende. Da galt es, den Spielerinnen entgegenzukommen und sie nicht noch unter der Woche nach der Arbeit 60 Minuten über die Platte zu schicken«, so Nober, der noch ergänzt, dass es nach langen handballlosen Monaten ohnehin »sinnvoll war, die Belastung richtig zu verteilen«.

Von Vorteil war wie in Wettenberg schon fast traditionell, dass sich am Kader nur wenig getan hat und der Trainer auf ein eingespieltes Team zurückgreifen kann. Einzig Svenja Pohl hat sich berufsbedingt eine Auszeit genommen, mit Caroline Büsselberg (GW Schwerin) stieß nur eine externe Spielerin hinzu. In der Vorbereitung wurde viel Wert auf Kleingruppenarbeit und das Eins-gegen-Eins-Verhalten, offensiv wie defensiv, gelegt. »Wir haben ein neues, offensiveres Abwehrkonzept einstudiert, um den gegnerischen Angriff noch mehr unter Druck setzen zu können. Zudem haben wir am Angriffsspiel gearbeitet und wollen dort in der kommenden Saison noch variabler und flexibler werden«, führt Nober aus.

Einziger »Energieräuber« in der Vorbereitung: Die Harz-Thematik. Denn zu dieser Saison ist Nutzung des Haftmittels in der Oberliga wieder erlaubt, nicht aber für die Wettenberger Damen. »Wir trainieren daher logischerweise ohne Harz, spielen auch zuhause dann ohne, aber auswärts mit. Dieser permanente Wechsel von Woche für Woche ist anstrengend, auch für den Kopf. Aber jammern hilft uns nicht, das müssen wir jetzt einfach so annehmen!«, so Nober abschließend.

Zugänge: Caroline Büsselberg (SV Grün-Weiß Schwerin). - Abgänge: Svenja Pohl (berufliche Auszeit).

Aufgebot / Tor: Sina Hohl, Tania Rinn, Anna-Lena Habermehl. - Rückraum: Eva Schneider, Theresa Pohl, Lea Emmelius, Rena Münch, Larissa Goncalves, Janine Tafferner, Tanja Tröller. - Kreis: Stefanie Schön, Luisa Risse. - Außen: Toni Schuldt, Caroline Büsselberg, Anna Schwab, Katharina Till. - Trainer: Kai Nober.

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