Sielas Höpfner, William Heidt, Philipp Rühl und Betim Omura (v. l.) wollen mit ihrem TSV Lang-Göns eine gute Rolle als Aufsteiger spielen. ARCHIVFOTO: FRIEDRICH
+
Sielas Höpfner, William Heidt, Philipp Rühl und Betim Omura (v. l.) wollen mit ihrem TSV Lang-Göns eine gute Rolle als Aufsteiger spielen. ARCHIVFOTO: FRIEDRICH

Zeit der Reifeprüfung

  • vonRedaktion
    schließen

Der TSV Lang-Göns betritt als einer von vier Aufsteigern in die Fußball-Gruppenliga Neuland. Dabei kann der neue Trainer Frederik Weinecker auf den kompletten Stamm der Meisterelf der Vorsaison, aber auch auf eine Reihe namhafter Zugänge bauen.

Mit dem coronabedingten Abbruch der Fußball-Saison 2019/2020 stand in der Kreisoberliga Süd fest, dass der TSV Lang-Göns das Aufstiegsrecht besaß. Freilich nahm der Verein diese Möglichkeit wahr, der nun in der neuen Runde in der Gruppenliga an den Start geht.

Die aktuelle Situation: Auf der Basis einer seit über zwei Jahrzehnten andauernden guten Jugendarbeit ist dem TSV mit dem Aufstieg in die Gruppenliga endlich auch bei den Aktiven der große Wurf gelungen. Nur vier Jahre nach dem Abstieg in die A-Klasse gelang den "jungen Wilden" aus Langgöns, die Abteilungsleiter Matthias Janke gerne als "Rasselbande" bezeichnet, unter Trainer Marc Becker zum zweiten Mal der Sprung in eine nächsthöhere Liga.

Kommen/Gehen: Mit den gruppenligaerfahrenen Tim Horvat für den Angriff sowie Christopher Zimmer als Torwart, die beide vom TSV Großen-Linden zum Aufsteiger wechseln, soll der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft befeuert werden. Auch Jonathan Claus bringt Erfahrungen für die neue Liga aus seiner Zeit beim TuS Naunheim mit. Die sportliche Herausforderung beim TSV suchen mit Christian Jost, Henning Noll und Lukas Goth drei Spieler aus unteren Klassen. Mit Paul Fuchs, Silas Düringer und Pascal Eckenbach wollen sich drei Spieler aus der eigenen Talentschmiede ihre ersten Meriten bei den Aktiven verdienen. Abgänge hat der TSV keine zu verzeichnen, sodass man die Saison mit einem qualitativ und quantitativ verbesserten Kader angehen kann.

Stärken/Schwächen: Der TSV kann auf eine eingespielte Mannschaft, die sich punktuell verstärkt hat, zurückgreifen. Das Team hat in den vergangenen Jahren einen Reifeprozess durchlaufen. Die Spieler sind mittlerweile im besten Fußballeralter, wobei der fußballerische Reifeprozess sicher noch nicht abgeschlossen ist. Nun gilt es, den nächsten Schritt in der sportlichen Entwicklung zu gehen. Wie in jeder Mannschaft gibt es auch beim TSV einzelne Spieler, die mit ihrer Leistung und ihrem Verhalten auf und neben dem Platz vorangehen. So hat der TSV mit Betim Omura einen treffsicheren Angreifer in seinen Reihen, der mit 18 Treffern maßgeblich am Aufstieg beteiligt war. Im Zentrum ragen Kreativspieler Fabian Kaiser und der mit einem unbedingten Siegeswillen ausgestattete Fabian Wenke heraus. Als Meister des ruhenden Balles wird Walter Tartufoli auch in der Gruppenliga weiterhin auf sich aufmerksam machen wollen. Und wenn es einmal hektisch werden sollte, müssen Kapitän Daniel Träger und Keeper Marcel Wagner das heiße Eisen aus dem Feuer holen.

Umfeld/Trainer: Im Winter hatten Marc Becker und sein Co Stefan Wanke angekündigt, dass sie ihre Arbeit über die Saison 2019/20 hinaus aus privaten Gründen nicht fortsetzen. So haben künftig Frederik Weinecker und sein Co-Trainer Jörg Fuchs das sportliche Sagen. Weinecker bringt aus seiner Zeit bei der SG Trohe/Alten-Buseck und zuletzt bei der SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen Erfahrung in der Gruppenliga mit, die dazu beitragen soll, dass sich der TSV in der neuen Liga schnell akklimatisieren kann. Matthias Janke, der das Amt des Leiters des Spielbetriebs der Aktiven bereits seit mehr als zwölf Jahren innehat, sorgt mit seinem Team rund um das Team für das nötige Umfeld, um die neue sportliche Herausforderung in Ruhe annehmen zu können. Zu dem guten Gesamtbild tragen zudem eine Reservemannschaft und die mit zahlreichen qualifizierten Jugendtrainern und ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern gespickte Jugendabteilung bei.

Prognose: Dem personell gut aufgestellten TSV muss in der neuen Liga und vor der zu erwartenden langen und kraftraubenden Saison nicht angst und bange sein. Frederik Weinecker bringt hinreichend Erfahrung im Kampf um den Klassenerhalt mit, um seiner Elf vermitteln zu können, dass man sich nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen darf, sondern sich jeden Punkt aufs Neue verdienen muss. Es wird einiger Zähler bedürfen, um bei einer zu erwartenden Anzahl von fünf Absteigern am Ende der Saison erneut - diesmal den Klassenerhalt - feiern zu können. Hierfür muss die "Rasselbande" des TSV nun ihre Reifeprüfung ablegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare