Yannik Ribbecke nicht zu stoppen

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(sks). Nur zu Beginn hatte Lich Basketball Probleme mit der Zonenverteidigung der Gäste aus Bad Bergzabern. Danach zogen die Mittelhessen alle Register und fuhren den dritten Sieg im dritten Spiel ein (113:85). Damit rangiert der Mitfavorit um den Aufstieg weiterhin ganz oben im Klassement der 2.Regionalliga Südwest. Dass es am Ende zu einem Blowout-Sieg mit weit über 100 Punkten reichen würde, hatte sich anfangs noch nicht abgezeichnet. Bad Bergzabern verriegelte den eigenen Korb mit einer Zonenverteidigung, die Lich immer wieder zu Würfen aus der Dreipunktedistanz zwang. Die ersten zwölf Punkte fielen allesamt von Downtown. Erst Yannik Ribbecke netzte nach Zug zum Korb erstmals in Brettnähe.

Bis zum Viertelende konnten die Wetterstädter ihren Vorsprung durch eine ausgewogenere Angriffsleistung auf 26:19 ausbauen. Immer häufiger schloss man auch inside ab, allen voran Ribbecke, der sich zum Korb durchtankte und die erste zweistellige Führung markierte (33:23, 12.). Als Neuzugang Moritz Mühlich von der Birne zum 38:23 netzte, waren alle Dämme gebrochen. "Wir haben in der Offensive überragend gespielt", erklärt Headcoach Viktor Klassen, wie es Lich schaffte, bis zur Halbzeit auf sagenhafte 58:40 vorentscheidend zu enteilen. Defensiv legte man Bad Bergzabern restlos an die Leine, Ribbecke trug mit 13 Punkten allein in diesem Viertel maßgeblich dazu bei, dass die Gäste keinen Stich mehr setzten. Insgesamt 34 Zähler sollte der Center an diesem Abend verbuchen.

In der Kabine gab Klassen unmissverständlich zu verstehen, dass eine 18-Punkte-Führung noch kein Ruhekissen ist. Vor allem Jermale Jone s nahm sich das zu Herzen und setzte mit acht Punkten - darunter zwei Dreiern - direkt nach dem Seitenwechsel dicke Ausrufezeichen. Trotzdem konnte sich Bad Bergzabern ein letztes Mal bis auf zehn Zähler herankämpfen. "Die Führung hat zu Nachlässigkeiten in der Defensive geführt", so Klassen, dessen Team aus der Distanz danach aber treffsicher blieb und mit 88:66 ins Schlussviertel gehen durfte. Alleine Till Wagner zeigte mit vier Dreiern aus vier Versuchen eine tadellose Offensivleistung, die die nur zu acht angereisten Süddeutschen schließlich zermürbte.

Da machte es auch nichts, dass Ribbecke und Julian Bölke im Schlussabschnitt früh mit ihrem jeweils fünften Foul aus der Partie ausschieden. Zur Freude der 550 Fans in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle gab Klassen nun den Youngstern Paul Hungenberg, Greoger Gümbel, Cedric Ohly und Johannes Roith viel Einsatzzeit. Dass es zu keinem Leistungsabfall kam, war da die Kirsche auf der Licher Torte. Stilecht war es Ohly, der mit einem Dreier den 113:85-Endstand markierte und die Halle zum Toben brachte.

"Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein. Mit Ausnahme von einigen Minuten haben wir die Kontrolle über das Spiel nie verloren", so Klassen. - Lich. Ohly (9), Roith (3), Pompalla (7), Keller (7), Wagner (12), Jones (24), Mühlich (16), Neufeld, Hungenberg, Ribbecke (34), Gümbel, Bölke (1).

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