Wurfgewaltiger Rückraum

(jms) Einige Komplimente vergibt Eckhard Weber vor dem schweren Auswärtsspiel beim BSV Sachsen Zwickau an den kommenden Gegner. Der Co-Trainer der Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar ist vor allem von der Rückraumreihe angetan: "Sie haben starke Spielerinnen in ihren Reihen und einen unglaublich guten und wurfgewaltigen Rückraum. Zwickau ist stärker einzuschätzen als Weibern. Unser Ziel ist es, das Spielgeschehen lange offenzuhalten." Angepfiffen wird diese schwere Begegnung bei den Sächsinnen am Samstagnachmittag um 17 Uhr in der Sporthalle Zwickau-Neuplanitz.

(jms) Einige Komplimente vergibt Eckhard Weber vor dem schweren Auswärtsspiel beim BSV Sachsen Zwickau an den kommenden Gegner. Der Co-Trainer der Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar ist vor allem von der Rückraumreihe angetan: "Sie haben starke Spielerinnen in ihren Reihen und einen unglaublich guten und wurfgewaltigen Rückraum. Zwickau ist stärker einzuschätzen als Weibern. Unser Ziel ist es, das Spielgeschehen lange offenzuhalten." Angepfiffen wird diese schwere Begegnung bei den Sächsinnen am Samstagnachmittag um 17 Uhr in der Sporthalle Zwickau-Neuplanitz.

Der so hochgelobte Rückraum setzt sich in der Tat aus einigen Hochkaräterinnen zusammen. Eine der zahlreichen Topspielerinnen ist Carolin Unger. Die Schwester der ehemaligen Mainzlarerin Anja Groschopp (geborene Unger) ist torgefährlich und zudem sehr spielintelligent. Über sie laufen viele Angriffsaktionen, und somit stellt die 28-jährige Bankkauffrau eine echte Herausforderung für die zuletzt wankelmütige Deckung der Mittelhessinnen dar. "Wir müssen so kompakt stehen wie in Weibern und nach Möglichkeit auch in diesem Spiel wieder einen weiteren Schritt nach vorne machen. Das ist enorm wichtig. Zwickau ist bei Kontern sehr gut, sodass wir in der Abwehr aufpassen müssen und unsere Angriffe nicht zu hastig abschließen dürfen.

Das sind alles wichtige Punkte", meint Weber, der weiß, dass auch Ungers Qualitäten im Vortragen schneller Angriffe liegen.

Ein weiteres Eigengewächs ist im Rückraum des BSV zu einer echten Stütze geworden. Isabel Steger spielt schon seit 1993 in Zwickau. In dieser Spielzeit hat die 24-Jährige bislang einige sehr starke Spiele hingelegt und vor allem im Positionsangriff mit Schlagfertigkeit und Präzision im Abschluss überzeugt. Bei der etwas unglücklichen 23:26 der Zwickauerinnen gegen die SG Bensheim/Auerbach erzielte sie immerhin sieben Treffer und war in dieser Topbegegnung die beste Spielerin ihres Teams. Ebenfalls stark sind die Litauerin Evelina Kalasauskaite und Corina Cupcea, die beide im Rückraum zum Einsatz kommen. Doch auch auf den Außen ist das Team von Trainer Steffen Wohlrab gut besetzt. Die Japanerin Emi Uchibayashi sowie Claudia Stein sind beide sehr schnell und abschlussstark. Nicht zu vergessen ist die überaus gute Kreisläuferin Katrin Höhne. Somit wird es für die TVM-Verteidigung unerlässlich sein, die Bindung zwischen Kreis und Rückraum einzuengen.

Hoffnung auf einen erneuten Auswärtssieg gibt derweil die Statistik, denn Zwickau schnitt in den vergangenen drei Heimspielen schlecht ab. Gegen die direkten Konkurrenten um einen Playoff-Platz - TSG Ketsch, SC Markranstädt und SG Bensheim/Auerbach - setzte es jeweils Niederlagen. Dafür siegte der BSV auswärts bei Mainzlars Hauptkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt - TV Beyeröhde und TV Nellingen.

Was den Verantwortlichen beim mittelhessischen Aushängeschild in Sachen Frauenhandball Hoffnung gibt, ist die Tatsache, dass der TVM in Weibern erstmals von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert aufspielte. Vor allem das clevere Rückraumduo Adeline Bournez/Leila Hadi sorgt für Schwierigkeiten in den gegnerischen Abwehrreihen. Außerdem konnte Matilda Atanasoska nach ihrem verpatzten Debüt gegen Beyeröhde in der Eifel ihre Klasse andeuten und mit drei wichtigen Toren ihre Verpflichtung rechtfertigen. Ferner scheint sich vor dem zweiten Auswärtsspiel in Serie die Situation zwischen den Pfosten zu entspannen. "Unsere Torhüterinnen haben in Weibern gut gehalten und uns Halt verliehen", lobt Co-Trainer Weber Julia Völpel und Lenka Krajcarova. Schlecht sind die Voraussetzungen also nicht, um erneut für Furore zu sorgen und einen unerwarteten Sieg zu landen.

Denn eines ist klar: Mainzlar ist klarer Außenseiter. "In der Rolle fühlen wir uns wohl. Wir fahren in aller Ruhe und ohne großen Druck nach Zwickau", berichtet Weber.

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