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Das Siegerduo des ersten NES-500-Rennens: Florian Wolf aus Linden (r.) und Arne Hoffmeister.

Wolf-Sieg auf dem Hockenheimring

  • VonAlexander Wissgott
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(awp). Der Startschuss ist gefallen, am Wochenende startete die vom DMV (Deutscher Motorsportbund) ausgerichtete »National Endurance Serie« (NES 500) in die neue Saison. Das erste von insgesamt sechs Rennen fand in Hockenheim statt.

Florian Wolf aus Linden, der bereits im letzten Jahr mit seinem Team Leutheuser Racing von der Nürburgring-Langstrecke in die Rennserie des DMV gewechselt war, ist auch in diesem Jahr als Stammfahrer mit dabei. Auch seinen Teamkollegen Arne Hoffmeister kennt Wolf bereits aus den zurückliegenden Jahren. Die dritte Konstante ist das Auto, mit dem man auch in der Eifel fuhr - der BMW M4 GT4.

Dass man in dieser Kombination eingespielt und erfahren ist, zeigte sich dann schon im ersten Zeittraining der Saison. Wolf ging bei kühlen Außentemperaturen als Erster auf die Strecke und sicherte sich den zweiten Startplatz. Im zweiten Training musste sich dann Hoffmeister beweisen, da jeder Fahrer im Training gefahren sein muss. Bei etwas reifenfreundlicheren Temperaturen konnte er die Zeit von Wolf noch verbessern, und so hieß es am Ende der Session: Startplatz eins.

Als Startfahrer des 29 Autos umfassenden Teilnehmerfeldes ging wie gewohnt Arne Hoffmeister in das über drei Stunden geplante Rennen. In den ersten Runden musste er kämpfen und konnte die Führung nur mit Mühe gegen den dahinter liegenden zweiten BMW M4, der mit deutlich weniger Benzin und somit deut-lichem Gewichtsvorteil gestartet war, verteidigen.

Nach einer Stunde übergab Hoffmeister dann das Cockpit an den Mittelhessen, der den bis dahin erfahrenen 34-Sekunden-Vorsprung verteidigen sollte. Wolf musste mit bereits im Training gefahrenen Reifen vorsichtig agieren. Nach 50 Minuten nutzte man eine »Code 60«-Phase für den zweiten Pflichtboxenstopp und den Wechsel auf neue Slicks. Trotzdem musste Wolf etwas verhalten fahren, da Hoffmeister in der hitzigen Anfangsphase bereits vier »Track Limit«-Verwarnungen für zu starkes Überfahren der Streckenbegrenzungen erhalten hatte. Eine fünfte Verwarnung hätte eine Zeitstrafe von 20 Sekunden bedeutet. Dennoch konnte Wolf den Vorsprung auf eine Minute vergrößern und übergab das Lenkrad nach sieben weiteren Runden für den Rest des Rennens wieder an Hoffmeister.

In der Schlussphase drehte der auf Platz zwei liegende Italiener Piana noch mal mächtig auf; konnte aber den Leutheuser BMW nicht mehr einholen. Nach 84 Runden siegten Hoffmeister/Wolf mit 19 Sekunden Vorsprung vor Viszokay/Lengyel/Piana (ebenfalls BMW M4) souverän. Hammel/Nehls (Opel Astra TCR) holten den dritten Gesamtrang.

Nun geht es für Wolf als Tabellenführer in das zweite Rennen am 9. Mai nach Oschersleben.

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