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Wochenende der Entscheidungen?

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Von: Peter Froese

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In der Fußball-Verbandsliga Mitte kommt es heute zum Wetzlarer Sportkreis-Derby zwischen dem FSV Braunfels und dem SC Waldgirmes. Am Sonntag gastiert der VfB 1900 Gießen bei Germania Schwanheim. Der SSV Langenaubach (gegen den FC Eddersheim) und der VfB Wetter (gegen den FV Biebrich 02) genießen heute Heimrecht. Am Sonntag stehen sich der FV Breidenbach und die Spfr./BG Marburg gegenüber, während der SV Zeilsheim den TSV Bicken empfängt. Der Spieltag wird mit der Partie zwischen dem FC Dorndorf und der DJK Flörsheim abgerundet.

In der Fußball-Verbandsliga Mitte kommt es heute zum Wetzlarer Sportkreis-Derby zwischen dem FSV Braunfels und dem SC Waldgirmes. Am Sonntag gastiert der VfB 1900 Gießen bei Germania Schwanheim. Der SSV Langenaubach (gegen den FC Eddersheim) und der VfB Wetter (gegen den FV Biebrich 02) genießen heute Heimrecht. Am Sonntag stehen sich der FV Breidenbach und die Spfr./BG Marburg gegenüber, während der SV Zeilsheim den TSV Bicken empfängt. Der Spieltag wird mit der Partie zwischen dem FC Dorndorf und der DJK Flörsheim abgerundet.

Aus eigener Kraft zum Ziel

FSV Braunfels – SC Waldgirmes (heute, 15.30 Uhr): Eine für den bisherigen Saisonverlauf ungewöhnliche Heimschwäche hat dafür gesorgt, dass das Schneckenrennen um den Hessenliga-Aufstieg weitergeht und die Elf von Trainer Peter Bätzel die Ziellinie noch nicht überschritten hat. Dass die Schwächephase nicht nach hinten losgegangen ist, liegt an der gleichzeitigen Pleitenserie von Verfolger SV Zeilsheim. Der Aufsteiger saß dem SC bis zum direkten Aufeinandertreffen in Waldgirmes im Nacken. Seit der 1:2-Niederlage gegen die Bätzel-Elf holte das Team von SV-Trainer Sascha Amstätter in den folgenden sechs Partien lediglich fünf Punkte.

Dadurch hat sich der Abstand zwischen dem SC Waldgirmes und dem SV Zeilsheim auf zehn Punkte ausgedehnt. Zudem hat die Bätzel-Elf noch ein Spiel mehr in der Hinterhand und benötigt nur noch zwei Siege, um die Rückkehr in die Hessenliga perfekt zu machen. Die Meisterschaft könnte aber schon am Sonntag gefeiert werden. Das setzt aber voraus, dass dieVerfolger Zeilsheim, Marburg und Langenaubach patzen.

Ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft würde ein Derby-Sieg in Braunfels bedeuten. Der FSV hat bislang 31 Punkte auf der Habenseite und befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Zwar ist die Elf von FSV-Trainer Willi Hoffarth in dieser Saison erst achtmal als Verlierer vom Platz gegangen, doch zehn Unentschieden und die mit 36 Treffern drittschlechteste Offensivreihe der Liga sorgen dafür, dass die Schlossstädter bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Im Hinrundenspiel behielt die Bätzel-Elf mit 2:1 die Oberhand.

»Derzeit stottert unser Motor so, als ob wir eine falsche Benzinsorte getankt hätten. Wir wollen das Geschehen in die Hand nehmen und die Meisterschaft aus eigener Kraft schaffen. Der FSV ist in einer für ihn bedrohlichen Lage. Die Spieler werden sich gegen uns zerreißen, um uns ein Bein zu stellen«, mahnt Bätzel, wohl wissend, dass seine Elf nach den jüngsten Patzern auf eigenem Platz stets die so wichtigen »Dreier« in der Fremde eingefahren hatte.

Personelles: Daniel Roskosz ist nach der »Ampelkarte« in der Partie gegen den SSV Langenaubach für ein Spiel gesperrt. Fabio Dahlem (Kreuzbandriss), Max Schneider (Bänderdehnung) und Jafar Azizi (starke Prellung) fallen ebenso aus. Tolga Duran klagt über Beschwerden nach einer Fußprellung, während Sascha Theil wieder im Training ist. Hinter dem Einsatz von beiden steht ein Fragezeichen.

Endlich wieder ein Tor erzielen

Germania Schwanheim – VfB 1900 Gießen (Sonntag, 15 Uhr): Bei einer Niederlage wäre der Abstieg des VfB 1900 endgültig besiegelt. In diesem Falle könnte der Traditionsverein in den verbleibenden sechs Spielen maximal noch auf 30 Punkte kommen. Diese Punktzahl weist derzeit bereits der VfB Wetter auf, während die beiden mit 29 Zählern ausgestatteten Vereine FC Dorndorf und DJK Flörsheim an diesem Spieltag im direkten Duell aufeinandertreffen. Da die Stiebig-Elf gegen alle drei Vereine den schlechteren direkten Vergleich aufweist, wäre ein Verlassen der letzten drei Tabellenplätze, die auf alle Fälle den Abstieg bedeuten, nicht mehr möglich. Die Germania hat bislang 36 Punkte auf ihrem Konto und könnte sich mit einem Erfolg über den VfB 1900 ihrerseits nahezu aller Abstiegssorgen entledigen.

»Wir sind in den letzten fünf Spielen ohne Torerfolg geblieben. Daher muss der Knoten im Sturm endlich platzen. Wir werden mit einer offensiveren Marschrichtung agieren und wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken«, sagt Stiebig. Auch beim Gegner hat der VfB-1900-Trainer in den letzten Spielen Verschleißerscheinungen wahrgenommen. »Die 0:1-Niederlage der Germania in Wörsdorf war sicher nicht geplant und zeigt, dass die Saison sich ihrem Ende entgegenneigt.

Daher wird es darauf ankommen, welche Mannschaft bereit sein wird, hundert Prozent Leistung zu investieren«, so Stiebig.

Personelles: Dennis Jost ist nach der Roten Karte aus dem Spiel gegen Dorndorf letztmalig gesperrt. Daniele Garofalo fehlt aufgrund eines Praktikums in Baden-Württemberg. Christian Seemann hat sich im Training den kleinen Finger gebrochen, für ihn rückt Fabrizio Bopp zwischen die Pfosten. Nino Binz, Sebastian Spuckti und Dominik Heberer kehren zurück. Der Betreuerstab des VfB 1900 wurde derweil erweitert, als Teammanager fungiert nun Andreas Willig.

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