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Für Sebastian Brach (r.) und seine Rackelos stehen in den nächsten Wochen Spiele gegen die Topteams der ProB an. Am Samstag kommt Würzburg in die Osthalle. FOTO: FRIEDRICH

Basketball

Wochen der Wahrheit für die Gießen 46ers Rackelos

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Ein hammerhartes Restprogramm steht den Gießen 46ers Rackelos in der Basketball-ProB ins Haus.

Spiele gegen Tabellenprimus Elchingen und den Dritten Hanau warten. Zuerst wird aber der Ligazweite aus Würzburg am Samstag um 20 Uhr in der Osthalle erwartet.

Es steht am Samstag einiges auf dem Spiel für die Rackelos: Die guten Ergebnisse im Herbst und um Weihnachten nämlich drohen durch die jüngste Niederlagenserie an Wert zu verlieren. Im engen Tabellenmittelfeld wäre beim schwierigen Restprogramm sogar ein Rückfall auf die Relegationsplätze möglich. Damit es so weit kommt, müsste ab jetzt zwar alles gegen die Rackelos laufen. Der fünfte Platz aber ist allemal in Gefahr.

"Unsere Blicke gehen in alle Richtungen", verweist Trainer Rolf Scholz auf den Status quo der Südstaffel. "Wir begreifen das aber nicht als Angstszenario, sondern eher als Chance. Klar, es geht gegen starke Gegner. Aber ich glaube, jeder in dieser Liga ist schlagbar. Und auch die Jungs sind entsprechend aufgestellt, dass sie positiv bleiben und die Dinge nicht schleifen lassen", sagt der Coach weiter. Immer wieder hatte Scholz vor der physisch harten Spielweise der drei Farmteams gewarnt, gegen die die Rackelos zuletzt den Kürzeren zogen. Dennoch brach das Team sowohl gegen Ulm als auch gegen Frankfurt und Bayern II immer wieder ein. Gegen die Münchener erfolgte der Kollektivkollaps allerdings erst im Schlussviertel - und trotz der Tatsache, dass Guard Tim Köpple da schon wegen einer Gehirnerschütterung fehlte (sein Einsatz gegen Würzburg ist fraglich). Die angeschlagenen Innenspieler Tim Uhlemann und Julian Pesava trugen nicht dazu bei, die Erfolgschancen zu erhöhen. Als Entschuldigung will Scholz all das aber nicht gelten lassen.

Dennoch: Mit Würzburg geht es am Samstag gegen ein weiteres Farmteam, das alle anderen der Liga noch mal bei Weitem überflügelt. Über 90 Punkte pro Spiel, die zweitbeste Reboundquote, die mit Abstand meisten gespielten Assists und ein qualitativ hochwertiger Kader sind Garanten für den starken zweiten Platz der Franken. Nachwuchsspieler wie Joshua Obiesie und Nils Haßfurther stehen schon längst in der Bundesligatruppe Würzburgs von Trainer Denis Wucherer auf dem Parkett. Als wäre all das nicht genug, verfügt ProB-Coach Eric Detlev zudem über das vielleicht beste Import-Duo der Liga. Der US-amerikanische Pointguard Cameron Hunt sowie der litauische Forward Rytis Pipiras scoren gemeinsam beinahe 40 Punkte pro Spiel. Blow-out-Siege sind für die Mainstädter keine Seltenheit. Insofern darf das 74:87 der Rackelos im Hinspiel fast als Erfolg gelten.

Fakt ist: Am Samstag müssen die Gießener über sich hinauswachsen, wenn ein Sieg gelingen soll. "Wir dürfen nach Runs des Gegners einfach nicht den Kopf hängen lassen und müssen konzentriert bleiben", gibt Scholz die Marschroute für die alles entscheidende Endphase der ProB-Hauptrunde.

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