WM-Bronze für Luisa Wagner und Julia Weiser

(pas) Mit drei heimischen Sportkeglerinnen wurden in der vergangenen Woche im brasilianischen Campo-Bom die Junioren-Weltmeisterschaften der Scherekegler ausgetragen. Dies war die erste WM, die außerhalb Europas im Bereich des Scherekegelsports stattfand. Unter den Teilnehmern für das deutsche Team waren unter anderem Jasmine Nöh aus Großen-Linden sowie Luisa Wagner und Julia Weiser aus Wieseck.

Auf den sehr schwierigen und mit europäischen Verhältnissen nicht vergleichbaren Bahnen taten sich besonders die brasilianischen Akteure am leichtesten und verwiesen die ansonsten oftmals dominanten europäischen Sportler und Sportlerinnen auf die Plätze. Jedoch setzte sich im Medaillenspiegel Deutschland hinter den Gastgebern auf den zweiten Rang, gefolgt von Frankreich, Luxemburg, Belgien und Argentinien.

In der Disziplin Sprint U18 weiblich starteten für Deutschland Jasmine Nöh, Lisa Neumann und Svenja Lambert. Jasmine Nöh musste sich bereits im Viertelfinale gegen die spätere Weltmeisterin aus Brasilien, Patricia Cunha Bade, geschlagen geben und belegte am Ende Platz sechs, während Svenja Lambert dasselbe Schicksal erst im Finale widerfuhr und sie damit den zweiten Platz belegte. Zuvor warf diese ihre Teamkollegin Lisa Neumann aus dem Wettbewerb, die sich im Spiel um Platz drei durchsetzte und die Bronzemedaille sicherte. Im Sprint U18 männlich gewann Deutschland mit Michael Reith ebenfalls Silber, der im Finale gegen Guilheme Staub das Nachsehen hatte. Außerdem belegten Robert Heinichen und Mike Reinert Platz fünf bzw. sechs. In der Disziplin U18 Paarkampf Mixed sicherten sich Svenja Lambert und Mike Reinert mit einem zweiten Platz den Finaleinzug, um im darauf folgenden Endlauf die Bronzemedaille zu gewinnen.

Das zweite Paar der Deutschen mit Saskia Wintrich und Daniel Hofmann scheiterte im Vorlauf auf Rang sechs. Im Vorlauf der Disziplin Paarkampf U18 weiblich qualifizierten sich Stephanie Markett und Verena Kilp für den Endlauf, während Jasmine Nöh und Saskia Wintrich knapp von ihren Teamkolleginnen geschlagen wurden und diesen verpassten. Im Endlauf vermochte sich das deutsche Paar dann auf den zweiten Rang zu verbessern und erreichte damit die Silbermedaille. In der entsprechenden männlichen Kategorie zeigte sich ein ähnliches Bild. Hier lösten Dominik Werner und Daniel Hofmann ihr Ticket für die letzten vier Paare knapp vor Mike Reinert und Patrick Hambloch, jedoch gelang es in diesem Fall nicht, sich im Endlauf weiter nach vorne zu schieben.

In der Disziplin U18 Einzel weiblich erzielte Svenja Lambert den zweiten Rang im Vorlauf und kam danach im Endlauf auf den dritten Platz, während Stephanie Markett im Vorlauf ausschied. In derselben Kategorie der männlichen Kegler erreichte Deutschland ebenfalls Bronze mit Robert Heinichen und mit dem zweiten deutschen Teilnehmer Michael Reith den vierten Rang. Bei den Junioren (U23) ergab sich in der Disziplin Sprint weiblich nun auch die erste Goldmedaille für Deutschland durch Melanie Zimmer, die sich im Finale gegen eine Brasilianerin mit zwei Hölzern durchsetzte.

Außerdem belegten Kristina Krewer und Luisa Wagner die Plätze sechs bzw. acht in der Gesamtwertung. Die Disziplin Paarkampf Mixed verlief aus deutscher Sicht etwas unglücklich, da beide Paare, Julia Weiser und Tobias Stolzke (Platz fünf) und Tanja Bock und Philipp Unger (Platz sechs), knapp im Vorlauf ausschieden. Im Paarkampf U23 weiblich gelang nunmehr die zweite Goldmedaille der Weltmeisterschaft für Deutschland durch Melanie Zimmer und Cathrin Bertermann. Außerdem erreichten die beiden Wie-seckerinnen Luisa Wagner und Julia Weiser einen bemerkenswerten dritten Rang und gewannen damit die Bronzemedaille. Ihre männlichen Kollegen waren nicht in der Lage, den Paarkampf ähnlich erfolgreich zu gestalten. Hier belegten Moritz Valentin und Marcel Schneimann den undankbaren vierten Rang im Finale mit nur zwei Hölzern Rückstand zu einem Treppchenplatz. Im U23 Einzel weiblich wurde durch Kristina Krewers dritten Platz weiter der Medaillenspiegel aufgestockt, wobei die zweite deutsche Starterin Cathrin Bertermann mit nur einem Holz unterschied an der Teilnahme des Endlaufs scheiterte. Alles in allem hat sich das deutsche Team unter den schwierigen Bedingungen gut verkauft, blieb aber in den meisten Fällen gegen die Gastgeber chancenlos.

Medaillenspiegel: 1. Brasilien: 12x Gold, 3x Silber, 3x Bronze; 2. Deutschland: 2/3/6, 3. Frankreich: 0/2/4.

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