Es wird elitärer

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Die Basketball-Bundesliga verschärft ihre Teilnahmebedingungen. Nach einem Bericht des Magazins "BIG – Basketball in Deutschland" (Februar-Ausgabe) beschloss die Liga bereits auf einer Tagung im Dezember, den Preis für eine Wildcard von 250 000 auf 700 000 Euro zu erhöhen. Wer in der kommenden Saison in der BBL spielen will, muss einen Saisonetat von mindestens drei Millionen Euro nachweisen. 2,6 Millionen davon in bar, 300 000 aus Gegengeschäften, 100 000 Euro dürfen von Einnahmen aus TV-Rechten angerechnet werden.

Die Basketball-Bundesliga verschärft ihre Teilnahmebedingungen. Nach einem Bericht des Magazins "BIG – Basketball in Deutschland" (Februar-Ausgabe) beschloss die Liga bereits auf einer Tagung im Dezember, den Preis für eine Wildcard von 250 000 auf 700 000 Euro zu erhöhen. Wer in der kommenden Saison in der BBL spielen will, muss einen Saisonetat von mindestens drei Millionen Euro nachweisen. 2,6 Millionen davon in bar, 300 000 aus Gegengeschäften, 100 000 Euro dürfen von Einnahmen aus TV-Rechten angerechnet werden.

Damit könnte die Anzahl der Vereine wackeln, die in der deutschen Eliteliga künftig spielen. Hintergrund: Momentan spielen 18 Klubs in der BBL. Doch das sportliche Startrecht in der BBL erhalten nur die 16 Klubs, die den Klassenerhalt schaffen sowie die beiden Finalisten der ProA-Playoffs. Alle anderen müssen eine Wildcard beantragen. Die ist jedoch nunmehr so teuer, dass die wenigsten Klubs dazu in der Lage sein werden, sie zu stemmen. Sollten sich also in der ProA Mannschaften durchsetzen, die die drei Millionen Mindestetat nicht erreichen, könnte die BBL ohne Aufsteiger dastehen. Denn alle weiteren Klubs dürften Schwierigkeiten haben, 3,7 Millionen Euro aufzubringen.

Zufallsaufsteiger unerwünscht

BBL-Geschäftsführer Stefan Holz kommentierte in "BIG": "Wir haben die neuen Regeln nicht eingeführt, um einen Closed Shop einzurichten, sondern um die Liga weiterzuentwickeln. Dafür sind deutliche Schritte notwendig. Mit einem Zufallsaufsteiger, der letztlich nicht BBL-tauglich ist, tut sich weder die Liga noch der Klub einen Gefallen. Die BBL hat sich enorm weiterentwickelt. Ein Klub, der sich in den Playoffs der ProA überraschend durchsetzt, was durchaus passieren kann, muss wissen, was in der BBL auf ihn zukommt."

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