Mario Schappert
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Mario Schappert

"Wir müssen immer an unser Limit gehen"

  • vonPeter Froese
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(fro). In der Winterpause wurde Mario Schappert beim SC Waldgirmes zum Trainer der Hessenliga-Elf befördert. Das Urgestein im Klub der Lahnauer hat damit die Aufgabe übernommen, das Team zum Klassenerhalt zu führen. Auch wenn der Restart nicht von Erfolg gekrönt war, blickt der Pädagoge dennoch hoffnungsfroh in die Zukunft.

Herr Schappert, wie haben Sie Ihre neue Rolle als Cheftrainer im ersten Einsatz unter Wettbewerbsbedingungen wahrgenommen und wie bewerten Sie das 0:2 gegen den SC Hessen Dreieich?

Mario Schappert: Meine Rolle ist nicht anders als in der Gruppen- und Verbandsliga. Es war ein großer Vorteil für mich, dass ich die Strukturen des Vereins und die Stärken und Schwächen der Spieler bereits kannte. Ich konnte mich gleich auf das Wesentliche konzentrieren. Gegen Dreieich hat meine Elf ein engagiertes Spiel abgeliefert. Es war klar, dass der SC uns in spielerischer Hinsicht voraus sein wird, denn in Dreieich bestehen andere Strukturen als in Waldgirmes. Dennoch haben wir aus dem Spiel heraus wenig zugelassen und sind erst durch ein unglückliches Eigentor nach einem Eckstoß in Rückstand geraten. Nach der Pause hatten wir drei große Ausgleichschancen. In dieser Phase haben wir es verpasst, uns für unseren Aufwand zu belohnen.

Rang zehn hört sich zunächst beruhigend an, aber der Vorsprung vor einem möglichen Abstiegsplatz beträgt gerade einmal sechs Punkte. Wo geht die Reise für den SCW in der Restrunde hin?

Natürlich steht die erste Mannschaft im Fokus der Öffentlichkeit. Mein Ziel ist es aber, das große Ganze im Blick zu behalten. Sowohl in der Hessen- als auch in der Verbandsliga haben wir den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben.

Der SC Waldgirmes ist in dieser Saison wahrlich nicht von Verletzungspech verschont geblieben. Wie sieht der aktuelle Personalstand aus?

Torwart Fabian Grutza war zehn Tage krank und ist in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen. Wir werden schauen, ob die Kraft bei ihm für einen Einsatz in Fernwald reicht. Oliver Schmidt plagt weiterhin das Fieber, sodass ich mit ihm im Derby nicht rechne. Kian Golafra war aufgrund seines Sehnenabrisses bei einem Fußspezialisten in Kaiserslautern in Behandlung. Seine Verletzung soll zunächst über Physiotherapie behandelt werden. Sollte diese nicht anschlagen und eine Operation notwendig werden, droht ein längerer Ausfall. Robin Dankof (Schien- und Wadenbeinbruch) und Jafar Azizi (Kreuzbandriss) werden langfristig nicht zur Verfügung stehen. Mert Ciraci pausiert aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung, während es bei Laurin Dante de Bona nach dem Einsatz in der U23 einen Rückschlag gab. Hier steht eine MRT-Untersuchung an. Dennis Hinz hat aufgrund einer Entzündung der Achillessehne mindestens noch zehn Tage Sportverbot. Bei Lukas Fries wurde eine Operation der Augenhöhle durchgeführt. Er trainiert bereits wieder mit Maske, doch ein Einsatz ist aktuell noch nicht geplant. Bei Lucas Hartmann sehe ich dagegen Licht am Horizont. Er trainiert mit 75 bis 80 Prozent und könnte am Wochenende bei der U23 eine Option sein. Aktuell hat sich noch Robin Fürbeth krankgemeldet. Sein Einsatz am Wochenende ist fraglich.

Mit Natnael Tega wurde kurz vor Ende der Wechselperiode II noch ein Stürmer vom FC Gießen II verpflichtet. Welchen Eindruck macht er bislang?

Natnael ist der Leader, den wir nach den Ausfällen von Robin Dankof und Lucas Hartmann im Sturm gebraucht haben. Er ist stets anspielbereit, kann die Bälle gut festmachen und verfügt über ein gutes Kopfballspiel. Seine Verpflichtung hat uns sehr gut getan und er wird seinen Mann in der Hessenliga stehen.

Mit dem Derby beim mit einem 1:0-Erfolg in Walldorf gestarteten FSV Fernwald und der Partie gegen den Tabellendritten FC Eddersheim stehen zwei anspruchsvolle Partien an, ehe mit dem SV Steinbach und Viktoria Griesheim zwei direkte Konkurrenten warten. Wie bewerten Sie dieses Programm?

Es ist ein anspruchsvolles Programm. Dennoch möchte ich die Konzentration nur auf das Spiel in Fernwald richten. In einem Derby kommt es nicht auf den Tabellenplatz an. Die Spieler kennen sich und wollen dem Gegner nichts schenken. Wir können in dieser Liga keinen Gegner an die Wand spielen und müssen Wochenende für Wochenende an unser Limit gehen, um die nötigen Punkte einzufahren. FOTO: FRO

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