So sehen Sieger aus: Der GC Winnerod mit (v. l.) Betreuer Torsten Steinmüller, Präsident Jürgen Topp, Trainer Nabil Whiteford, Betreuer Thomas Tack, Kapitän Daniel Tack, Glücksbringer Cedric Dern, Jonas Wack, Max Steinmüller, Johannes Gärtner, Mika Pfannmüller, Nico Kumst, Andreas Hölzl, Niklas Weil, Tim Steinmüller, Jan Opderbeck, Marvin Seiler freut sich über den Aufstieg in die Golf-Hessenliga 2. FOTO: GÄRTNER
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So sehen Sieger aus: Der GC Winnerod mit (v. l.) Betreuer Torsten Steinmüller, Präsident Jürgen Topp, Trainer Nabil Whiteford, Betreuer Thomas Tack, Kapitän Daniel Tack, Glücksbringer Cedric Dern, Jonas Wack, Max Steinmüller, Johannes Gärtner, Mika Pfannmüller, Nico Kumst, Andreas Hölzl, Niklas Weil, Tim Steinmüller, Jan Opderbeck, Marvin Seiler freut sich über den Aufstieg in die Golf-Hessenliga 2. FOTO: GÄRTNER

Golf

Der GC Winnerod erfüllt sich einen Traum

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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  • Richard Albrecht
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Die Mannschaft des GC Winnerod macht nach dem 3,5:2,5 gegen den Favoriten GC Zimmern den Aufstieg in die Golf-Hessenliga 2 perfekt. Ein historischer Tag für den Reiskirchener Club.

Das Hessenligateam des GC Winnerod hat sich im Coronajahr den Traum vom Aufstieg in die eingleisige 2. Hessenliga erfüllt. Im Entscheidungsspiel auf der Anlage des GC Hühnerhof bezwang das Team um Kapitän Daniel Tack den favorisierten Meister der 3. Liga Süd, den GC Zimmern, knapp mit 3,5:2,5. Jonas Wack sorgte auf dem Schlussgrün unter dem Jubel der mitgereisten Fans für den siegbringenden Punkt.

Das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in Liga zwei wurde wie auch die Ligaspiele zuvor im verkürzten Modus ausgetragen: sechs Partien, davon zwei Vierer. Mit dem GC Zimmern hatte man noch eine Rechnung offen, war man dem gleichen Gegner doch 2017 im Aufstiegsspiel unterlegen. Für Zimmern war es nach dem Wiederabstieg in 2018 der zweite Versuch, wieder in Liga zwei zurückzukehren, 2019 scheiterte man an Bad Nauheim.

Winnerods Kapitän Daniel Tack hatte im Vergleich zu den Ligaspielen vor zwei Wochen sein Team umgestellt. Nico Kumst tauschte mit Niklas Weil und ging diesmal im Vierer an der Seite von Jan Opderbeck im ersten Flight auf die Runde, Weil trat im Einzel an. Vom Papier her war Winnerod klarer Außenseiter, Zimmern hatte in fünf der sechs Paarungen das bessere Handicap.

Doch zunächst schien die Taktik aufzugehen, Kumst/Opderbeck gingen früh in Führung und verteidigten diese, ebenso wie Tim Steinmüller/Johannes Gärtner. In den Einzeln dagegen lagen die Winneröder in drei Matches zurück, lediglich Max Steinmüller führte nach neun gespielten Löchern knapp.

Als Kumst/Opderbeck ihr Match mit 4&3 gewannen, hatten Steinmüller/Gärtner ihre Führung verloren, und in den Einzeln liefen Weil, Max Steinmüller, Wack und Tack Rückständen hinterher, kämpften sich aber auf den hinteren neun Bahnen wieder heran. Die Spannung war kaum zu überbieten, vier Partien wurden erst auf dem Schlussloch entschieden.

Steinmüller/Gärtner gingen all square auf die 18, ein Par-3 mit Inselgrün, was immer gut für Dramen ist. Weil glich auf Bahn 16 aus, die anderen lagen knapp zurück. Dann entschieden Steinmüller/Gärtner das Schlussloch für sich. Steinmüller platzierte den Ball rund fünf Meter vor die Fahne, und Gärtner lochte unter dem Jubel der zahlreichen Fans vom GC Winnerod nervenstark den Putt zum Birdie. Damit ging das Winneröder Team mit 2:0 in Führung. Noch Minuten später zitterte Gärtner am ganzen Körper aufgrund der Anspannung beim Putt. Sein Adrenalinspiegel sank nur langsam. Ähnlich erging es seinem Viererpartner Tim Steinmüller. "Als der Gegner seinen Abschlag auf das Grün beförderte, stand ich mächtig unter Druck und meine Knie schlotterten vor dem Schwung", gab er einen Einblick in sein Gefühlsleben.

Indes unterlag Weil auf der 18 nach einer großartigen Aufholjagd. Max Steinmüller, der ebenfalls auf den hinteren Bahnen aufholen musste, teilte am Schlussloch seine Partie - 2,5:1,5 für Winnerod. Tack lag im letzten Flight weiterhin zurück, doch als Wack mit 1 auf an der 18 abschlug, war zumindest das Unentschieden und damit ein Stechen sicher.

Tack unterlag 2&1, doch Wack behielt die Nerven und traf das Schlussgrün, während sein Kontrahent "wässerte", mit 2 auf machte Wack den Aufstieg unter dem Jubel der anwesenden Fans perfekt.

"Wir wussten, dass wir als Außenseiter alle unsere beste Leistung abrufen mussten. Auf den ersten neun lagen wir zurück, aber wir haben immer an uns geglaubt. Auf den zweiten Neun haben dann alle starkes Golf gespielt und das Match nach Rückstand noch gedreht. Die Unterstützung der Fans war fantastisch", freute sich Kapitän Tack anschließend, der mit der Aufstellung wieder ein gutes Händchen bewiesen hatte.

Winnerods Präsident Jürgen Topp hatte ebenso mitgefiebert. Er ließ es sich nicht nehmen, wie Trainer Nabil Whiteford auch, eine kleine Dankesrede zu halten. Beide drückten ihren Stolz über die gezeigten starken Leistungen aus.

Mit dem Aufstieg hat die Nachwuchsarbeit des GC Winnerod ein neues Kapitel seiner jungen Erfolgsgeschichte geschrieben, nachdem man im vergangenen Jahr in der deutschen Golf-Liga den Regionalligaaufstieg geschafft hatte. Mit den Brüdern Max und Tim Steinmüller, Johannes Gärtner, Jonas Wack und Rückkehrer Daniel Tack (zwischenzeitlich im Bundesligakader des Fankfurter GC) bilden Eigengewächse das Gros des Teams. Dazu kommen mit Jan Opderbeck (ehemals GC Seligenstadt) und Niklas Weil (ehemals Licher GC) zwei weitere noch junge Spieler, während Routinier Nico Kumst und der wegen Verletzung fehlende Mike Hopper den Altersdurchschnitt heben, aber bestens integriert sind. Im nächsten Jahr trifft Winnerod in Liga zwei planmäßig auf Kronberg (Absteiger Liga eins), Main-Taunus und Hof Hausen.

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