Winnerod für Aufstiegsspiel qualifiziert

  • vonRichard Albrecht
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(ria) Das Team des GC Winnerod hat sich durch seinen Sieg in der 3. Hessenliga Nord für das Aufstiegsspiel zur 2. Hessenliga qualifiziert. Im Halbfinale kam es zum Derby, das Winnerod gegen die Mannschaft des Licher GC gewann. Lich sicherte sich tags darauf gegen Bad Homburg den Klassenerhalt, Winnerod bezwang im Playoff den GC Braunfels und trifft am 17. Oktober im Entscheidungsspiel um den Aufstieg auf den GC Zimmern.

Coronabedingt spät im Jahr und mit abgespecktem Programm, statt wie sonst zwölf wurden nur sechs Matches pro Partie gespielt, trafen sich die vier Teams der 3. Liga Nord in Lauterbach-Sickendorf. Der Platz war in einem guten Zustand, die Grüns fielen da etwas ab. Der Parcours bot durch Höhenunterschiede und Baum- und Buschbestand einige Fallen, manche Fairways mussten blind angespielt werden.

Halbfinale / GC Winnerod - Licher GC 4:2:Beim abgespeckten Programm der diesjährigen Hessenliga kamen pro Partie die acht Akteure der Teams nur jeweils einmal zum Einsatz. Es wurden zwei Vierer- und vier Einzelpartien in einem Durchgang gespielt.

Daniel Tack musste bei seinem Debüt als Kapitän der Winneröder auf Mike Hopper verzichten. Er entschied sich, dessen angestammten Viererpartner Nico Kumst im Einzel aufzustellen. Bei der Besetzung der Vierer bewies Tack ein gutes Händchen. Niklas Weil und Jan Opderbeck sowie Tim Steinmüller und Johannes Gärtner harmonierten gut und sorgten gegen Jannik Albrecht/Magnus Frank und Fabian Desch/Lorenz Kuhn für die erhofften zwei Punkte.

In den Einzeln erspielten Max Steinmüller gegen Luis Laurito und Daniel Tack gegen Karsten Gail früh zwei weitere Punkte und die vorzeitige Entscheidung. Auf Licher Seite sorgten Janis Erll gegen Nico Kumst sowie Lutz Schöne gegen Jonas Wack jeweils auf dem Schlussgrün für zwei Einzelsiege und damit eine Resultatsverbesserung.

"Wir haben die optimale Aufstellung gefunden und waren mit den beiden früh gewonnenen Einzeln relativ schnell durch", freute sich Tack über den Einzug ins Play-off-Spiel. Lichs Kapitän Jannik Motzko freute sich besonders über die zwei Einzelpunkte von Janis Erll und Neuzugang Lutz Schöne. "Winnerod hat absolut verdient gewonnen, aber es war einiges dabei, das uns für das Spiel gegen Bad Homburg Auftrieb verleiht."

Abstiegsspiel / Licher GC - Bad Homburger GC 4,5:1,5:Auch der zweite Tag bot Regenschauer und stark böigen Wind. Die Licher sahen sich nun in der Favoritenrolle und hielten dem Druck Stand. In den meisten Partien erarbeiteten sie sich eine knappe Führung, aber die Bad Homburger ließen sich lange nicht abschütteln. Als dann die Meldung durchkam, dass sich Jannik Albrecht/Magnus Frank mit 6:4 durchgesetzt hatten, verlieh dies den Teamkollegen Auftrieb. Gerhard Jung/Lorenz Kuhn teilten ihre Partie noch nach Rückstand von vier Löchern, Luis Laurito, Janis Erll und Lutz Schöne beendeten ihre Partien an Loch 16 siegreich und machten den Klassenerhalt perfekt. Nur Karsten Gail musste sich geschlagen geben. Für die Licher war es das fünfte Mal in Folge, dass der Klassenerhalt über das Abstiegsspiel gesichert wurde.

"Ich bin stolz auf unser Team. Es ist fantastisch, wie die Verjüngung voranschreitet und dabei kein bisschen Harmonie und Zusammenhalt verloren geht", lobte Motzko seine Schützlinge.

Playoff / GC Winnerod - GC Braunfels 3,5:2,5:Der Kampf um die Qualifikation um das Aufstiegsspiel entwickelte sich zu einer spannenden Angelegenheit. Daniel Tack stellte das gleiche Team auf, lediglich in den Einzeln ließ er Nico Kumst und Max Steinmüller die Positionen wechseln. Die Vierer erwiesen sich erneut als verlässliche Punktesammler. Weil/Opderbeck waren früh in Führung gegangen, Tim Steinmüller/Johannes Gärtner gerieten zunächst in Rückstand, drehten aber ihre Partie und gewannen ebenfalls vorzeitig.

Kumst und Max Steinmüller lagen lange knapp in Führung, Wack lief einem Rückstand hinterher und Tack lieferte sich mit dem Hessenmeister Christopher Sacher ein Match auf Augenhöhe. Während Wack an Loch fünfzehn verlor, stand es in den drei anderen Partien zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen. Dann verlor Tack sein Duell zum 2:2-Ausgleich, während Kumst und Max Steinmüller immer noch mit Gleichstand am Schlussloch abschlugen.

Als dann Kumst sein Schlussloch zum eins auf gewann, reichte für Max Steinmüller ein Teilen der letzten Bahn, um für sein Team den siegbringenden halben Punkt zu sichern. "Wir wussten, dass es eng werden würde, und hatten gehofft, dass die Vierer uns wieder gut ins Spiel bringen", erklärte Tack. "Wir wollten ins Playoff und haben damit unser Ziel erreicht. Wir sind an diesem Wochenende gut als Team aufgetreten, haben uns gegenseitig gepusht." Auch die Unterstützung der Zuschauer sei wichtig gewesen.

Für Winnerod ist es seit dem Aufstieg im Jahr 2016 das zweite Playoff um den Aufstieg. 2017 war man demselben Gegner knapp unterlegen. "Mit dem verkürzten Modus sehe ich uns gegen Zimmern als Außenseiter, aber wir werden alles daransetzen, den Aufstieg trotzdem zu schaffen", gibt sich Tack kämpferisch.

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