Mit Volldampf wollen Johannes Lischka und die Gießen 46ers Rackelos am Sonntag gegen Hanau ins neue Basketball-Jahr starten. FOTO: FRIEDRICH
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Mit Volldampf wollen Johannes Lischka und die Gießen 46ers Rackelos am Sonntag gegen Hanau ins neue Basketball-Jahr starten. FOTO: FRIEDRICH

Den Wings die Flügel stutzen

  • vonLukas Becker
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(luk). Das neue Basketball-Jahr nimmt in der ProB Süd direkt Schwung auf, denn bereits am dritten Tag des Jahres sind die Gießen 46ers Rackelos wieder auf dem Parkett gefordert. Die Mannschaft des Interimstrainerduos Lutz Mandler und Ivica Piljanovic empfängt am Sonntagabend um 18 Uhr die White Wings aus Hanau in der Sporthalle Ost. Es ist das einzige Spiel der ProB an diesem Wochenende. Die Fans der Rackelos können auch dieses Partie wieder auf dem YouTube-Kanal der Gießen 46ers verfolgen.

Gegen den hessischen Rivalen aus Hanau gehen die Gießener als leichter Favorit ins Rennen, auch wenn sie das Hinspiel in Hanau knapp verloren haben. Mit 64:72 unterlagen Kapitän Johannes Lischka und Co. den Grimmstädtern und ließen dabei vor allem an der Freiwurflinie und im Rebound Federn. Doch seitdem gewannen die Mittelhessen zwei der letzten drei Spiele und setzten mit den Heimerfolgen gegen die zweite Mannschaft von Bayern München und gegen das Team aus Coburg deutliche Ausrufezeichen, dass mit den Rackelos im Kampf um die Playoffs auch in dieser Spielzeit zu rechnen ist. Die Ausbeute in der Osthalle fällt dabei mit drei Siegen aus den bisherigen vier Spielen gut aus und soll am Sonntag weiter ausgebaut werden. Hanau hingegen tat sich seit dem Erfolg Anfang Dezember schwer und konnte erst am 28. Dezember in Oberhaching den dritten Saisonsieg landen.

Mandler von seiner Aufgabe begeistert

Coach Mandler erwartet dennoch ein enges Spiel: "Es wird eine schwierige Aufgabe, denn sie sind auf allen Positionen gut besetzt und wir werden erneut alles in die Waagschale werfen müssen." Als prägende Figuren im Hanauer Spiel hat der Übungsleiter dabei Brettspieler Josef Eichler und Guard Till-Joscha Jönke ausgemacht. "Deren Wirkungskreise müssen wir einengen", benennt Mandler, worauf seine Jungs in der Defensive ihren Fokus lenken sollten.

Eichler mit 12,4 Punkten pro Spiel und Jönke mit deren 11,5 sind auch die Topscorer Ihrer Farben. Mit 73 Punkten pro Spiel zählen die White Wings jedoch nicht gerade zu den offensivstärksten Teams der Liga, was sich auch in Ihren Wurfquoten widerspiegelt. Während es aus dem Zweierbereich noch halbwegs ordentliche 48 Prozent sind, sieht es mit 30 Prozent Erfolgsquote jenseits der 6,75-Meter-Linie dürftig aus.

Es ist wieder ein intensives Spiel zu erwarten, in dem die Rackelos ihren Platz im Mittelfeld mit dem sechsten Saisonsieg festigen möchten. "Ich denke, wir haben durchaus eine Chance, das Spiel zu gewinnen, wenn wir in der Abwehr stabil auftreten und dadurch ein offenes Spiel liefern können. Man darf sich nicht von der Hanauer Bilanz täuschen lassen, sie hatten hier und da auch Pech", blickt Mandler auf die Partie und berichtet zugleich, dass es ihm viel Freude bereitet, wieder mit der Mannschaft zu arbeiten.

"Es ist einfach toll, mit den Jungs in der Halle zu arbeiten. Die sind alle untereinander befreundet, kennen sich schon lange und sind einfach mit viel Spaß und Einsatz bei der Sache", berichtet der Interimscoach darüber, was ihm in seiner kurzen Coaching-Auszeit gefehlt hat und was sich auch am Sonntagabend auf dem Feld gegen Hanau wieder zeigen soll.

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