RSV will mit neuntem Triumph Geschichte schreiben

(aj) Wenn am Sonntag um 15 Uhr das 28. Endspiel um den deutschen Pokal in der August-Bebel-Sporthalle in Wetzlar-Niedergirmes steigt, will Titelverteidiger RSV Lahn-Dill derjenige sein, der nach 40 Minuten den DRS-Pokal in die Höhe recken darf. Ein erneuter Pokalsieg, es wäre der neunte, würde die Wetzlarer Rollis dabei zum deutschen Rekord-Pokalsieger machen.

Doch auch die Bayern haben am Wochenende ihre Finger im Spiel und wollen wie die Überraschungsmannschaft RSB-Team Thüringen und RSV-Halbfinalgegner RSC-Rollis Zwickau ihre Chance wahren.

»Wir freuen uns insbesondere für die vielen Rollstuhlbasketball-Fans in der Region, dass das Final Four wieder einmal Station in seiner Hauptstadt Wetzlar macht. Dies wollen wir nutzen, um unseren Fans, Partnern und natürlich uns selbst ein berauschendes Basketballfest zu bieten«, so RSV-Manager Andreas Joneck mit Ausblick auf die zweitägige Veranstaltung, die alleine ein Schaulaufen von 16 Nationalspielern aus neun Nationen in der August-Bebel-Sporthalle garantiert und sogar einen langjährigen spanischen RSV-Fan anreisen lässt. Die Golden-Spirit-Cheerleader, zahlreiche Gewinnspiele und Mitmachaktionen der RSV-Partner, die Auszeichnung des besten Spielers jeder einzelnen Partie, eine Scheckübergabe an das Albert-Schweitzer-Kinderdorf und letztlich der Auftritt des 40-köpfigen Blasorchesters der Feuerwehr Schwalbach, das am Sonntag auch die Nationalhymne vor dem Finale spielt, runden das Programm ab.

Thüringen trifft auf München

Bevor jedoch Verbands-Vizepräsident Werner Otto aus Wachtberg am Sonntag dem Kapitän des Pokalsiegers die Trophäe übergeben kann, stehen am Samstag zwei interessante Halbfinalspiele auf dem Programm. Im ersten Duell um 17 Uhr trifft München auf den Final-Four-Debütanten aus Thüringen. Beide Teams wollen nach dem Semifinal-Aus in der Meisterschaft am vergangenen Wochenende eine erfolgreiche Saison mit dem Finaleinzug krönen. Insbesondere das RSB-Team Thüringen kann befreit aufspielen und sich bereits über den Titel des erfolgreichsten Erstliga-Aufsteigers aller Zeiten freuen. Mit dem Weißrussen Aliaksandr Halouski und dem schwedischen Nationalspieler Joakim Linden besitzt die Mannschaft von Trainer Josef Jaglowski zwei absolute Topspieler. Die Münchner hingegen sind eine eingespielte, offensivstarke Truppe.

Vorweggenommenes Finale

Im zweiten Halbfinale und vorweggenommenen Endspiel kommt es dann zum Klassiker zwischen den beiden langjährigen Erzrivalen aus Zwickau und Wetzlar. Um 19.30 Uhr stehen sich am Samstag zwei Teams gegenüber, die sich spielerisch und taktisch nahezu perfekt kennen und sportlich gegenseitig Respekt zollen. Dabei dürfte zu erwarten sein, dass sich die Sachsen für den schwachen Auftritt Ende Februar an gleicher Stätte rehabilitieren wollen, um auch für die bevorstehende »Best of three«-Meisterschaftsserie ein psychologisches Ausrufezeichen zu setzen. Lokalmatador RSV Lahn-Dill wiederum will auf dem Weg zu seinem großen Ziel des neunten Pokaltriumphes natürlich vor eigenem Publikum überzeugen. Während die beiden Unterlegenen des Vortags am Sonntag um 12.30 Uhr das kleine Finale um Platz drei austragen, kommt es um 15 Uhr im 28. Endspiel um den DRS-Pokal zum Showdown um den ersten Titel des Sportjahres 2012.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare