Handball-Bundesliga

Wilde Hatz

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(dpa). Am Sonntag standen sich Niklas Landin und Jim Gottfridsson noch im Finale der Handball-Weltmeisterschaft gegenüber. Und schon am Donnerstag müssen der dänische Torhüter des THW Kiel und der schwedische Spielmacher der SG Flensburg/Handewitt mit ihren Klubs zu Nachholspielen in der Champions League antreten.

Angesichts der Rückreisestrapazen aus Nordafrika und der anstehenden Corona-Testungen bleibt da wenig Zeit für eine ordentliche Spielvorbereitung. »Zu tun hätten wir viel«, sagte SG-Trainer Maik Machulla dem Norddeutschen Rundfunk. »Meine Jungs müssen sich nun wieder an unser Angriffssystem und unser Deckungskonzept gewöhnen.«

Die SG tritt beim HC Brest in Belarus an (18.45 Uhr), die »Zebras« empfangen Motor Saporoschje aus der Ukraine (20.45 Uhr/beide Spiele live bei DAZN). Beide Partien waren im November und Oktober vergangenen Jahres wegen positiver Corona-Fälle bei den Gegnern abgesagt worden.

In den Weltmeistern Lasse Svan, Simon Hald und Mads Mensah Larsen (alle Dänemark) sowie den schwedischen Silbermedaillen-Gewinnern Gottfridsson und Hampus Wanne hatten die Flensburger fünf Spieler im Finale. Beim THW waren es die dänischen Brüder Niklas und Magnus Landin. Einer, der sich auf das Spiel gegen Saporoschje freut, ist der Kieler Patrick Wiencek. »Wir sind froh, dass es nun endlich wieder losgeht«, sagt der Kreisläufer, der ebenso wie seine deutschen Nationalmannschaftskollegen Steffen Weinhold und Hendrik Pekeler auf eine Teilnahme an der WM verzichtet hatte.

Während Wiencek, Weinhold und Pekeler in der Heimat trainierten, zog sich der Norweger Sander Sagosen in Ägypten Beckenprellung mit Einblutung in der Bauchmuskulatur zu. Er wird ebenso fehlen wie Linksaußen Rune Dahmke, der sich einer Knieoperation unterzogen hat.

Auch bei den Flensburgern ist die personelle Situation alles andere als rosig. Jacob Heinl fällt nach einer Knieoperation wohl bis zum Saisonende aus, Lasse Svan musste im WM-Finale mit einer Wadenverletzung früh aus dem Spiel und Johannes Golla wurde nach seiner Rückkehr positiv auf das Coronavirus getestet. Ruhe wird bei den beiden Topklubs nicht einkehren: Allein die Kieler haben in 25 Tagen neun Partien zu bestreiten.

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Die Rhein-Neckar Löwen haben das zweite Champions League-Spiel bei den Kadetten Schaffhausen mit 34:27 (15:15) gewonnen.

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