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Wiedersehen in der BBL oder in der ProA?

Wildcard kostet 700 000 Euro

  • VonDPA
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(ra/dpa/bbl). Die Gießen 46ers müssen 700 000 Euro aufbringen, falls sie sich trotz Erstliga-Abstieg um eine Wildcard für das Verbleiben im Basketball-Obwerhaus bewerben. Mit Blick auf die kommende Saison entschieden die Clubs und die BBL am Montag - wie erwartet - ein Wildcard-Verfahren einzuleiten. Dies ist möglich, weil aus der 2. Liga nur die MLP Academics Heidelberg aufsteigen, sofern sie die auflösenden Bedingungen in der erteilten Lizenz erfüllen.

Bayer Leverkusen hatte als zweiter sportlicher Aufsteiger keinen Lizenzantrag gestellt und so die Wildcard-Diskussion erst in Gang gebracht.

Bis zum 20. Mai 2021, 18 Uhr, haben interessierte Clubs - darunter die Gießen 46ers - nun die Möglichkeit, sich um die Wildcard zu bewerben. Die Wildcard-Gebühr beträgt grundsätzlich unverändert 700 000 Euro, wird jedoch zu zwei gleichen Teilen von je 350 000 Euro auf zwei Jahre (die Spielzeiten 2021/22 und 2022/23) aufgeteilt, wobei die zweite Tranche nur im Falle des Klassenerhaltes zum Tragen kommt. Hiermit soll potenziellen Bewerbern eine Liquiditätsentlastung angeboten und das finanzielle Risiko bei einem sportlichen Abstieg in der Saison 2021/22 abgefedert werden.

Gesetzt dem Fall, dass den MLP Academics Heidelberg die unter auflösenden Bedingungen erteilte Lizenz zur Teilnahme an der Spielzeit 2021/22 nicht erteilt wird, würde nach dem 30. Juni 2021 ein zweites Wildcard-Verfahren eingeleitet. Nach Prüfung der eingegangenen Bewerbungen entscheidet die Gesellschafterversammlung der BBL GmbH, ob ein und ggf. welcher Bewerber ein Teilnahmerecht erwirbt.

Playoffs ab 19. Mai

Die Playoffs der Basketball-Bundesliga beginnen - das haben die Vertreter ebenfalls entschieden - am 19. Mai. Danach wird es in den vier Viertelfinalserien, die jeweils im Modus Best-of-five ausgetragen werden, täglich zwei Spiele geben. Titelverteidiger Alba Berlin bekommt es zum Auftakt der K.-o.-Runde mit den Hamburg Towers zu tun, der Hauptrunden-Erste MHP Riesen Ludwigsburg trifft auf Brose Bamberg. Die anderen beiden Viertelfinalpaarungen stehen noch nicht endgültig fest und hängen vom Ausgang des Nachholspiels EWE Baskets Oldenburg gegen BG Göttingen (heute, 19 Uhr) ab.

»Aufgrund der coronabedingt schweren Saison sind wir froh, bis hierhin gekommen zu sein«, sagte BBL- Geschäftsführer Stefan Holz. »Durch die versetzten und dadurch nahezu täglichen Ansetzungen gibt es - ähnlich wie beim Finalturnier im letzten Jahr - so viel Basketball für die Fans wie sonst nie.«

Bevor es mit den Playoffs losgeht, steht am Wochenende zunächst noch das Top Four um den Basketball-Pokal an. Dabei treffen in München in den Halbfinals am Samstag ratiopharm Ulm und Gastgeber Bayern München sowie Titelverteidiger Alba Berlin und die BG Göttingen aufeinander. Das Finale findet am Sonntag statt.

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