Wieseckerin Lich mit Bestleistung zur Bronzemedaille

(jth) Die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Lage waren am vergangenen Wochenende das sportliche Großereignis auf bundesdeutscher Ebene. Sechs heimische Athleten waren am Start - und brachten eine Medaille mit nach Mittelhessen.

(jth) Die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Lage waren am vergangenen Wochenende das sportliche Großereignis auf bundesdeutscher Ebene. Sechs heimische Athleten waren am Start - und brachten eine Medaille mit nach Mittelhessen. Mehrkämpferin Nastasia Lich von der TSG Gießen-Wieseck gewann im Siebenkampf der Juniorinnen die Bronzemedaille mit 4914 Punkten. Der Troher Adrian Becker lieferte die beste Leistung der männlichen Mehrkämpfer ab, 6979 Zähler bedeuteten Rang fünf im Klassement der Junioren.

Im Juniorinnen-Klassement vertrat Lich von der TSG Gießen-Wieseck die heimischen Farben im Stadion Werreanger. Die Athletin von Trainer Elmar Knappik startete mit 15,23 sec auf der Hürdendistanz und übersprungenen 1,57 m im Hochsprung. Im anschließenden Kugelstoßwettbewerb landete die Kugel mit 11,23 m deutlich über der Elf-Meter-Marke. Nach 26,89 sec im abschließenden 200-Meter-Sprint hatte sie jedoch mit 2843 Zählern 29 Punkte weniger als bei den Hessischen Meisterschaften auf dem Punktekonto, was ihr den achten Rang am ersten Wettkampfstag in Lage bescherte. Der zweite Tag begann für Lich mit guten 5,44 m im Weitsprung. Im Speerwurfwettbewerb lieferte sie eine neue Bestleistung von 41,47 m ab.

"Das Highlight ihres Siebenkampfes. Nach dieser Disziplin lag sie plötzlich auf dem fünften Rang", sagte Knappik. Da die Juniorinnen auf den Rängen drei und vier als nicht so starke 800-Meter-Läuferinnen bekannt waren, witterte Lich ihre Chance. Sie lief ein engagiertes Rennen und erreichte nach 2:30,09 Min. das Ziel. Am Ende sicherte sie sich mit 4914 Zählern eine neue Bestleistung und die Bronzemedaille.

Im Feld der weiblichen Jugend B war Lisa Magel vom LAZ Gießen/SV Garbenteich eine von 51 Jugendlichen, die das Abenteuer Siebenkampf angingen. Für die Abiturientin fing der Wettkampf mit 15,01 sec über die Hürdendistanz und überfloppten 1,69 m im Hochsprung vielversprechend an, doch im Kugelstoßwettbewerb blieb sie mit 9,91 m unter der Zehn-Meter-Marke. Nach dem ersten Tag standen so 2974 Zähler zu Buche. Am zweiten Wettkampftag startetet Magel mit 5,19 m im Weitsprung und einem überraschend guten Speerwurfergebnis von 31,63 m. Doch dann machte sich eine alte Verletzung bemerkbar. "Lisa hatte sich im Abschlusstraining am Dienstag eine Verhärtung der linken rückseitigen Oberschenkelmuskulatur zugezogen" so Trainer Philipp Schlesinger. Bereits beim Einspringen zum Weitsprung am zweiten Wettkampftag traten so starke Probleme auf, dass der folgende Speerwurf auf der Kippe stand.

Joggen war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr möglich. Magel musste den Wettkampf abbrechen. "Abhaken und nach vorne schauen. Jetzt steht erst einmal Regeneration und Ausheilen auf der Tagesordnung", betonte Schlesinger.

Theresa Pohl von der LG Wettenberg, die im A-Jugendklassement an den Start ging, wollte ihre Punktzahl von 4395 Zählern von den Hessenmeisterschaften noch einmal nach oben verbessern. Die Handball spielende Leichtathletin begann den Siebenkampf mit 16,45 sec im Hürdenlauf und überfloppten 1,57 m im Hochsprung sehr gut. Doch im Kugelstoßen blieb sie mit 9,69 m deutlich unter dem Referenzergebnis der Hessischen; der 200-m-Lauf wurde bei 28,38 sec gestoppt. Der Speer flog lediglich auf 43,39 m und auch im Weitsprung konnte sie mit 4,59 m nicht wie üblich die Fünf-Meter-Marke übertreffen. Nach 2:41,79 Min. im abschließenden 800-Meter-Lauf sammelte sie 4207 Punkte, was ihr den zwanzigsten Rang einbrachte. Katrin Schröder vom LAZ Gießen/MTV Gießen bei den Frauen wollte ebenfalls ihr Ergebnis von den Hessenmeisterschaften steigern. Dies gelang der Studentin jedoch nur mit übersprungenen 1,60 m im Hochsprung. Am Ende belegte sie mit 4129 Punkten Platz 13.

Besser lief es für Anna Schmidt vom TUS Breckerfeld. Die Gießener Studentin, die im nächsten Jahr das LAZ-Trikot tragen wird, landete mit 4786 Zählern auf dem guten achten Platz und hatte mit 1,63 m im Hochsprung, 2:20,87 Min. auf der 800-Meter-Distanz sowie 25,58 sec auf 200 m ihre besten Einzelergebnisse vorzuweisen. "Anna traut sich noch zu wenig zu. Sie hätte gut 5000 Punkte machen können", so das Resümee des Trainers.

Bei den Junioren ging der Troher Mehrkämpfer Adrian Becker vom LAZ/TV Gr.-Buseck an den Start. Der Wettkampf fing mit 11,17 sec bei Windstille mit der zweitbesten Zeit aller Teilnehmer gut an. Auch mit den 6,95 m im Weitsprung und 12,10 m mit der Kugel lag er im Soll. Im Hochsprung zeigte er mit 1,82 m eine solide Leistung, die 400-Meter-Distanz schaffte er in guten 51,07 sec. 3647 Zählern und Rang drei lautete die Bilanz nach dem ersten Wettkampftag. Am zweiten Zehnkampftag startete Becker mit 15,29 sec auf der 110-Meter-Hürdenstrecke und ausgezeichneten 37,09 m im Diskuswerfen, was für ihn eine neue Bestleistung bedeutete. Im Speerwurf lieferte er mit 56,88 m ein akzeptables Ergebnis ab, der abschließende 1500-Meter-Lauf sollte nun darüber entscheiden, ob er die 7000-Punkte-Marke knacken würde.

"7000 Punkte waren sein großes Ziel, leider hat er über 1500 m zu lange getrödelt. Am Ende haben ihm dann zwei Sekunden gefehlt. Schade, aber eine neue Zehnkampf-Bestleistung, 6979 Zähler und ein guter fünfter Rang. Ich bin zufrieden mit Addi", so Trainer Markus Czech

Im Feld der Männer zeigte LAZ-Athlet Rouven Höfer seine Mehrkampfqualitäten, er konnte sich um 88 Punkte gegenüber den "Hessischen" steigern. Mit 11,39 sec im Sprint und 6,50 m im Weitsprung lief es rund für den Studenten. Nach 12,41 m mit der Kugel und übersprungenen 1,76 m im Hochsprung zeigte er im abschließenden 400-Meter-Lauf eine gute Zeit von 51,11 sec. Nicht optimal startete er am zweiten Wettkampftag mit 17,31 sec über die Hürden. "Im Diskuswurf fing er sich dann wieder und warf gute 36,00 m", so Czech. Durch die 3,30 m im Stabhochsprung und sehr guten 57,05 m im Speerwurf ging es weiter bergauf für den LAZ-Sportler. 4:52,37 Min. über die 1500-Meter-Distanz waren zwar "nicht berauschend" (Czech), doch am Ende konnte Höfer mit dem elften Rang und 6366 Punkten zufrieden sein. "Rouvens Traum war es, die 6400 Marke zu knacken. Dies muss er sich nun im nächsten Jahr erfüllen", betonte Czech.

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