DSC_0844_1_220921_4c
+
TSG Wieseck vor dem Start in die Basketball-Regionalliga-Saison 2021/22 (vorne, v. l.): Lea Happel (Aushilfe Oberliga), Emely Moos, Merle Bitter, Kerstin Theilmann (Aushilfe OL); hinten (v. l.): Co-Trainer Thomas Quapil, Dana Gohlke, Abigail Andrews, Katharina Quapil, Trainer Florian Quapil. Es fehlen: Carmen Greinke, Juanita Reichart, Paula Schäfer (STB Grünberg), Pauline Schneider, Rebecca Maitra, Annika Göbel (Aushilfe OL), Jule Flottmann (Aushilfe OL), Marie Kristan (Aushilfe OL), Miriam Färber (Aushilfe OL).

Wiesecker Damen peilen Mittelfeldplatz an

(grm). Eine Woche nach dem Saisonstart in der Basketball-Regionalliga greifen auch die heimischen Damen der TSG Wieseck am Samstag ins neue Liga-Geschehen ein.

Ausgangslage: Erst im vergangenen Jahr übernahm man in Wieseck die Lizenz der Krofdorf Knights, absolvierte allerdings bis zum coronabedingten Saisonabbruch nur vier Spiele. Vor dem Heimspiel gegen den TV Hofheim (Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Am Ried) beleuchten wir die sportliche Situation des Regionalligisten.

Kommen/Gehen: Neun Spielerinnen gehören zum Kader. Carmen Greinke und Rebecca Maitra sind aus der zweiten Mannschaft des Vereins aufgerückt, hinzu kommt mit Abigail Steller Andrews eine US-Spielerin: »Abigail absolviert ein Au-Pair-Jahr in Deutschland. Nach ihrem Studium hat sie zunächst länger pausiert, doch bei uns war sie im Training direkt eine der Stärksten«, setzt TSG-Coach Florian Quapil einige Hoffnungen in seinen Neuzugang. Neben diesen neun Akteurinnen plant Quapil, den Kader je nach Bedarf noch mit Spielerinnen aus der »Zweiten« zu ergänzen, und betont in diesem Zusammenhang: »Ich bin keiner, der Leute auf der Bank versauern lässt. 15 Minuten Spielzeit sollten für jede im Kader drin sein.« Noch unklar ist, ob Hannah Klippel und Sandrine Gries (Pause bis 2022 wegen gesundheitlichen Gründen) dem Team in dieser Saison zur Verfügung stehen.

Trainer: Florian Quapil, zuvor im Jugendbereich und in der Bezirksliga als Trainer unterwegs, geht in seine zweite Saison als Cheftrainer der Wiesecker Basketballerinnen. »Zu Beginn des Lockdowns habe ich zunächst den Fokus auf andere Dinge als Basketball gelegt. Danach habe ich allerdings an mir und meinem Wissen gearbeitet, sodass ich mich jetzt sowohl erfahrener als auch sicherer an der Seitenlinie fühle«, so Quapil. Wie in der Vorsaison unterstützt ihn sein Vater Thomas als Co-Trainer.

Stärken/Schwächen: Für Quapil sind der Einsatzwille und die Schnelligkeit die Stärken seiner Mannschaft. Da die TSG kein festes System spielt, soll die Mannschaft flexibel auf dem Court und unberechenbar für ihre Gegner sein. Auch mit der Defense und der Fitness seines Teams ist der Coach zufrieden, betont aber auch: »Die meisten unserer Gegner sind physisch stärker und auch erfahrener. Wir sind körperlich eher klein und werden daher tendenziell eher auf Small-Ball setzen.«

Modus: Gespielt wird in einer Hin- und Rückrunde. Der Meister der Regionalliga steigt in die zweite Basketball-Bundesliga Süd auf, der Tabellenletzte steigt ab. Abhängig von den Absteigern aus der 2. Liga Süd kann es auch in der Regionalliga weitere Absteiger geben.

Ziel: Coach Quapil hat sich zwar im Vorfeld Gedanken über eine mögliche Zielsetzung gemacht, ohne sich allerdings dabei konkret festzulegen: »Aufgrund der Vorbereitung, bei der die Trainingsbeteiligung eher schwach war, dürften wir am Anfang noch nicht perfekt eingespielt sein und erst im Laufe der Saison stärker werden. Ich wäre daher zufrieden, wenn wir souverän auf einem Mittelfeldplatz landen.«

Halle: »Im Gegensatz zu anderen Gießener Basketball-Teams haben wir in Sachen Halle echt Glück«, ist Quapil mit der Hallensituation zufrieden. Sein Team trainiert und spielt in der Sporthalle Am Ried, ein Ausweichen in die Herderhalle B dürfte vermutlich nur ein-, zweimal von Nöten sein.

Prognose: Für Quapil kommen für die ersten vier Plätze die Teams aus Hofheim, Bad Homburg, Trier und Dreieichenhain in Frage, während er den heimischen Konkurrenten aus Marburg aufgrund verschiedener Abgänge schwächer wahrnimmt als noch im Vorjahr. Aufgrund der langen Spielpause und der somit fehlenden Spielpraxis aller Mannschaften hält er allerdings auch Überraschungen für möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare