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Zum Korb zieht der Wiesecker Marco Schulz, der Licher Arnt Fischer stellt sich ihm in den Weg. (Foto: Friedrich)

Wiesecker Basketballer feiern fünften Heimsieg in Serie

(lad) Nach der sechswöchigen Winterpause sind die mittelhessischen Basketball-Landesligisten mit durchwachsenem Erfolg in das neue Jahr gestartet. So mussten mit dem VfB 1900 Gießen II und dem TSV Langgöns die in der Tabelle auf den Plätzen drei und vier geführten Mannschaften Niederlagen hinnehmen.

Während der VfB das Derby gegen den MTV 1846 Gießen II in eigener Halle verlor, blamierte sich Langgöns beim zuvor sieglosen Tabellenletzten ACT Kassel III. Ein starkes Nervenkostüm bewies die TSG Wieseck, die den TV Lich III mit 78:77 niederrang und damit ihr fünftes Heimspiel in Serie gewann. Das Spitzenspiel gewann derweil die ACT Kassel II, die dem BC Marburg die erste Saisonniederlage zufügte.

VfB 1900 Gießen II – MTV 1846 Gießen II 61:77 (35:33): Besser in das Stadtduell startete die von Lili Rachmakow gecoachte Heimmannschaft, die bereits das Hinrundenspiel knapp für sich entschieden hatte. Dank einer guten Defensivleistung gewährte der VfB seinem Gast in der Theodor-Litt-Schule gerade einmal 13 Punkte im ersten Viertel bei 16 selbst erzielten Zählern. Vor allem 1900-Spieler Paul Schneider überzeugte, der insgesamt auf 22 Punkte kommen sollte. In den zweiten zehn Minuten kam der MTV um Trainer Sherman Lockhart besser in die Partie, die nun ausgeglichen verlief. Mit einem für beide Seiten offenen 35:33 ging es in die zweite Halbzeit. Hier verlief die Begegnung jedoch völlig anders als in der ersten Hälfte, denn die Männerturner spielten nun ihre Stärke unter den Brettern aus und entschieden das Rebound-Duell für sich.

Auch der Abschluss gelang den 1846ern jetzt deutlich besser, während der VfB Unsicherheiten zeigte und kaum noch traf. Mit einem 20:13-Viertel drehte der MTV die Partie und begann den Schlussabschnitt mit einer 53:48-Führung, die er nun noch deutlich ausbaute. Dank der mit 44:26 gewonnenen zweiten Halbzeit verkürzte der MTV den Rückstand in der Tabelle auf die 1900er auf gerade einmal zwei Punkte, sodass eine baldige Wachablösung als beste mittelhessische Mannschaft der Liga möglich ist.

VfB 1900 Gießen II: Arabin (2), Buzzi (3), Gansel (10), Hoxhallari, Bjarne Kraushaar (5/1), Tim Kraushaar (7/1), Michel (4), Schneider (22), Weil (2), Weitzel (6/2).

MTV 1846 Gießen II: Aytekin (4), Hargress (2), Ihl, Martels (2), Pjanic (18), Ribbecke (15), Schäfer (7/1), Scheld (6/2), Shala (14/1), Yaldiz (9), Ziring.

TSG Wieseck – TV Lich III 78:77 (37:37): In der Hinrunde hatte die Mannschaft aus dem Gießener Stadtteil die Bierstädter noch mit 76:49 auseinandergenommen, doch so einfach machte es Lich seinem Gastgeber diesmal nicht. Den besseren Auftakt erwischten zwar die Wiesecker, die das erste Viertel dank seiner stabilen Verteidigung mit 24:14 für sich entschied. Aber mit dem Selbstvertrauen aus zuletzt zwei Siegen in Serie fand Lich im zweiten Viertel immer wieder Wege, die gelegentlich pennende TSG-Defense auszuhebeln. Mit 23:13 entschied der Gast den Abschnitt für sich, sodass es mit einem ausgeglichenen 37:37 in die zweite Spielhälfte ging. Die beiden noch ausstehenden Viertel verliefen nun ähnlich. Beide Male legten die Hausherren um die besten Scorer Thaddäus Käuffer und Gerrit Gißel den besseren Start hin, doch jeweils gelang den Lichern der Konter. So verkürzte der TVL zum Ende des dritten Viertels noch auf 55:58, und in den Schlussminuten war der Gast dank seiner wichtigen Treffer von jenseits der Dreierlinie drauf und dran, sich den ersten Auswärtssieg der Saison zu angeln. Doch Wieseck behielt trotz elf verworfener Freiwürfe die Nerven und zitterte sich in einer spannenden Crunchtime zum fünften Heimsieg in Folge.

TSG Wieseck: Beny (4), Bönigk (5), Gißel (17/1), Käuffer (14/1), Moszczynski (10/1), Sames, Schuhmacher (12), Schulz (5), Tafferner (11/2).

TV Lich III: Fischer (7/1), Gänger (10/2), Kämmler (8/1), Lengler, Mann, Mehl (12/2), Joshua Neumann (13/1), Philipp Neumann (19), Schmidt (5), Schweizer (3).

ACT Kassel III – TSV Langgöns 65:61: Mit nur sieben Spielern, darunter fünf "Große", musste der TSV die Fahrt nach Nordhessen antreten. Entsprechend fehlte zum einen die Durchschlagskraft durch Außenspieler, aber auch sonst hakte es im Teamplay der Mannschaft von Trainer Christian Barwinek. So verschlief Langgöns schon das erste Viertel, in dem der Gastgeber sich früh ein Zehn-Punkte-Polster erspielte. Die noch rhythmuslosen Mittelhessen konnten sich auch im zweiten Viertel nicht steigern und mussten somit mit einem Elf-Punkte-Rückstand in die zweite Spielhälfte starten. In dieser stellte Langgöns sein System auf 1:2:2 um, was auch zu den erhofften Ballgewinnen führte. Doch in der Offense war der Gast weiterhin zu unkonzentriert, um ernsthaft Kapital aus der besseren Spielanlage zu schlagen. Drei Minuten vor Schluss gelang dem TSV zwar doch noch der Ausgleich, aber nach der kräfteraubenden Aufholjagd hatte die ACT dennoch knapp das bessere – und verdiente – Ende für sich.

"Uns hat nach der Pause der Rhythmus gefehlt. Wir waren einfach zu blöd, um zu gewinnen – und hätten es auch gar nicht verdient gehabt", kommentierte Barwinek die Niederlage gegen das Schlusslicht. – TSV Langgöns: Burns, Dersch, Kane, Lukas Keiner, Minch, Rejditsch, Wilhelm.

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