Wichtiger Sieg für Eintracht Lollar

(ms) Große Freude bei Eintracht Lollar. Der Verbandsliga-Aufsteiger gewann am Samstag das "Kellerduell" gegen den SV Zeilsheim mit 4:0 (2:0) und überholte damit im Klassement den Klub aus der Mainmetropole. Zwar rangiert die Mannschaft von Trainer Peter Sichmann mit Platz 15 immer noch auf einem direkten Abstiegsrang, doch der Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld ist hergestellt.

(ms) Große Freude bei Eintracht Lollar. Der Verbandsliga-Aufsteiger gewann am Samstag das "Kellerduell" gegen den SV Zeilsheim mit 4:0 (2:0) und überholte damit im Klassement den Klub aus der Mainmetropole. Zwar rangiert die Mannschaft von Trainer Peter Sichmann mit Platz 15 immer noch auf einem direkten Abstiegsrang, doch der Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld ist hergestellt. Zudem gelang die Generalprobe für das Gießener Sportkreis-Derby am kommenden Sonntag, wenn es zu Mit-Aufsteiger SG Birklar, der ebenso in Abstiegsschwierigkeiten steckt.

Während bei den Gastgebern nach Spielschluss eitel Sonnenschein herrschte, zog auf der Gegenseite SV-Trainer Andreas Schreier die Notbremse. Der warf das Handtuch und trat zurück. Zunächst wird die Mannschaft vom Sportlichen Leiter Thomas Glittenberg, der auch die zweite Mannschaft trainiert, betreut.

Der Sieg der Lollarer war verdient, fiel am Ende aber ein Tor zu hoch aus. "Marc hat uns im Spiel gehalten", spielte Peter Sichmann auf die knapp ersten 15 Minuten der Begegnung an, als die Gäste mächtig Druck machten, während die Eintracht-Akteure einen alles andere als guten Eindruck machten. Und just in dieser Phase erwies sich Torsteher Marc Steinbrenner als Fels in der Brandung, der gleich zweimal einen Rückstand seiner Farben verhinderte. Die Gäste begannen stark und vergaben zunächst gute Chancen durch Rebic und Uworuya, die beide an Marc Steinbrenner scheiterten. So nach und nach kam dann die Eintracht ins Spiel, und nach 18 Minuten konnten diese erstmals jubeln. Sezgin Yedikat bediente auf der rechten Seite Cengiz Oktay, der das Leder nach innen brachte. Auf der Höhe des Strafraumes fühlte sich keiner für Tamim Amiri verantwortlich, der diese Chance zum 1:0 nutzte. "Das Tor kam praktisch aus dem Nichts", erklärte Sichmann. Das hatten die Gäste erstmals zu verdauen, die aber dennoch weiter mehr Ballbesitz hatten. Doch oftmals war das zum umständlich. Mit einer Ausnahme, in der 35. Minute kam nach einem sehenswerten Spielzeug Ephraim Uworuya frei zum Schuss, doch Marc Steinbrenner reagierte ein weiteres Mal prächtig.

Praktisch im Gegenzug war es dann ein feiner Pass von Amiri in die Schnittstelle der Viererkette der Zeilsheimer, der Rene Maus erreichte. Der ließ noch Keeper Christoph Weber aussteigen und schob das Leder zum 2:0 ein. Eine Minute vor der Pause verhinderte erneut Steinbrenner einen Treffer der Gäste, als er einen Schuss von Hicham El Mrhanni über die Querlatte lenkte.

"In der zweiten Halbzeit haben wir dann so gespielt, wie ich mir das vorstelle", lobte Sichmann den Auftritt seiner Elf in den zweiten 45 Minuten. Die Eintracht bestimmte nun recht klar das Geschehen, die Bemühungen der Gäste hingegen schwanden mehr und mehr. Im Mittelfeld hatten Sezgin Yedikat und Patrick Bender klar das Sagen, beim SV Zeilsheim lief kaum mehr was. Und als dann Barbaros Koyuncu nach 67 Minuten das 3:0 markierte, war die Begegnung gelaufen. Bezeichnenderweise musste Andreas Schreier nur kurz darauf Angreifer Omer Muminovic vom Feld nehmen, denn der hatte wegen Meckerns schon die Gelbe Karte erhalten, allerdings keinen Grund gesehen, seine Meckerei abzustellen. Die Lollarer scherte das nicht, die sogar noch einmal nachlegen konnten. In der 72. Minute war es Rene Maus, der Sturmpartner Tamim Amiri bediente – und der bedankte sich mit dem Treffer zum 4:0-Endstand.

Eintracht Lollar: Steinbrenner; Sakarya, Birk, Oktay (ab 58. Alkan), Zuhric, Bingöl (ab 59. Temiz), Bender, Yedikat, Koyuncu, Amiri (ab 81. Lynker), Maus.

SV Zeilsheim: Weber; Sanfratello, Terzic, El Mrhanni, Pioch, Temur, Castellino, Chaatouf (ab 77. Bouchen), Rebic, Uworuya (ab 83. Karim Elourdani), Muminovic (ab 69. Reda Elourdani).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Röhling (Frankenau). - Zuschauer: 100. - Torfolge: 1:0 (18.) Amiri, 2:0 (36.) Maus, 3:0 (65.) Koyuncu, 4:0 (72.) Amiri. - Gelbe Karten: Birk, Oktay, Sakarya - Pioch, Uworuya, Muminovic.

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