Vit Reichl hat für den mit 34:30 siegreichen TV Hüttenberg abgezogen und erzielt einen seiner sieben Treffer. FOTO: THÜRMER
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Vit Reichl hat für den mit 34:30 siegreichen TV Hüttenberg abgezogen und erzielt einen seiner sieben Treffer. FOTO: THÜRMER

Handball: TV Hüttenberg

Wichtiger Heimsieg zum Jahresabschluss

Der TV Hüttenberg rettet sich nach einer starken ersten Hälfte über die Zeit und gewinnt gegen Fürstenfeldbruck mit 34:30. Damit bleibt der TVH im Dezember ungeschlagen.

Einen ungeschlagenen Dezember 2020 hat der TV 05/07 Hüttenberg erlebt. Mit dem 34:30 (15:12)-Heimsieg am gestrigen Abend gegen den TuS Fürstenfeldbruck beendeten die Mittelhessen das Kalenderjahr jenseits der Abstiegsplätze. Zwei Spieler des TVH wurden im Vorfeld für den Vorab-Kader der kommenden Handball-WM nominiert.

Den Grundstein zum Sieg legten die Mittelhessen bereits zu Spielbeginn und zündeten am Abend vor Silvester schon ihr Feuerwerk. Nach 50 Sekunden traf Tobias Hahn erstmals per Siebenmeter. Wenn die Gäste in der Anfangsphase mal durch die starke Hüttenberger Deckung drangen, stand dahinter ein Dominik Plaue, der die Bälle wegfing. So kam es Tor um Tor und Angriff für Angriff, dass sich der TV Hüttenberg auf 4:0 absetzte. Fürstenfeldbrucks Trainer Martin Wild nahm sofort die erste Auszeit, um seine Mannschaft wachzurütteln, die keinerlei Zugriff auf das Angriffsspiel des Gegners bekam. Doch auch nach der Auszeit ging es erstmal so weiter (6:0), ehe Falk Kolodziej nach neun Minuten erstmals per Siebenmeter für die Gäste traf. Das Tempo der Hüttenberger Rückraumreihe Schreiber/Weber/Fuß schien phasenweise schwindelerregend für die Abwehr der "Brucker Panther". Dass die Hausherren den Spielfluss in der Art und Weise nicht über 60 Minuten werden gehen können, war nur eine Frage der Zeit. In der 17. Minute wechselte TVH-Coach Johannes Wohlrab seine Rückraumreihe komplett durch, brachte Kneer, Theiß und Mubenzem. Letzterer bekam vor dem Spiel, gemeinsam mit Kreisläufer Vit Reichl, eine erfreuliche Info bezüglich der WM. Tschechiens Nationaltrainer Daniel Kubes informierte die beiden über ihre Nominierung für den 20er-Kader ihres Landes, mit dem die Nationalmannschaft im Vorfeld der WM die kommenden EURO-Qualifikationsspiele gegen die Färöer bestreitet.

Der Spielfluss ließ nun ein wenig nach. Wohlrab probierte etwas komplett anderes, machte Ian Weber zum Kreisläufer und Rückraumspieler gleichermaßen, agierte ungewöhnlich mit vier Rückraumakteuren.

Dies führte jedoch nur bedingt zum Erfolg, denn die Gäste, die nun besser im Spiel waren, verkürzten kurz vor der Pause auf 10:13. "Wir waren zu Beginn überhaupt nicht griffig genug. Ab der 15. Minute hat meine Mannschaft das dann aber richtig gut gemacht", fand Wild lobende Worte trotz der Niederlage.

Unheimlich schwer taten sich beide Mannschaften im zweiten Spielabschnitt. Es entwickelte sich ein Spiel, wie man es eigentlich im Vorfeld erwartet hatte. Abstiegskampf, Leidenschaft und zerfahrene Angriffssituationen. Hüttenberg hielt den Abstand bis zur 44. Minute (25:21) Dann stellten die Gäste um auf eine 5:1-Deckung gegen den starken Ian Weber, dies zeigte Wirkung. In der 48. Minute vergab der TuS die Chance zum 25:26-Anschluss und war die stärkere Mannschaft Mitte der zweiten Hälfte. Bei den Hausherren dagegen war der Faden komplett gerissen. Dennoch, Hüttenberg fing sich und zauberte sich per Kempa von Hahn auf Weber zum Heimsieg.

"Wie die Mannschaft in der aktuellen Situation arbeitet, da muss ich ihr ein großes Kompliment aussprechen. Wir belohnen uns für unsere harte Arbeit, das ist schön zu sehen", sagte ein glücklicher Johannes Wohlrab.

Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber - Fuß (6), Schwarz, Kneer (1), Theiß, Fujita, Ian Weber (8), Rompf, Reichl (7), Mubenzem (1), Hübscher (6), Hahn (2/2), Klein, Jockel, Schreiber (3).

Fürstenfeldbruck: Luderschmid, Oberosler - Huber, Kaulitz (2), Leindl (2), Kolodziej (5/2), Borschel (3), Lex (3), Seitz (2), Riesner, Engelmann (2), Stumpf (4), Prause, Horner (7), Hagitte, Prestele.

Im Stenogramm: Zeitstrafen: 2/3. - Schiedsrichter: Ribeiro/Fratzcak. - Zuschauer: keine.

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