Gut gemacht! Die Wetzlarer Kristian Björnsen (l.) und Anton Lindskog spielen für Norwegen bzw. Schweden bei der Handball-WM in Ägypten. FOTO: VOGLER
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Gut gemacht! Die Wetzlarer Kristian Björnsen (l.) und Anton Lindskog spielen für Norwegen bzw. Schweden bei der Handball-WM in Ägypten. FOTO: VOGLER

Handball

Wetzlars Kristian Björnsen will den WM-Titel

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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Kristian Björnsen und Anton Lindskog vertreten die HSG Wetzlar bei der Handball-WM in Ägypten. Der Norweger spricht ganz klar vom Titelgewinn als Zielsetzung.

Mit Anton Lindskog und Kristian Björnsen sind zwei Spieler der HSG Wetzlar bei der Handball-Weltmeisterschaft 2021 in Ägypten vertreten. Beide sind am 2. Januar wohlbehalten bei ihren Nationalmannschaften angekommen und befinden sich bis zur Abreise nach Ägypten in ihrer "Bubble". Lindskog ist in einem Hotel in Eskilstuna (Schweden), während sein norwegischer Kollege die Vorbereitung in Flensburg absolviert. Am 11. Januar geht es dann zusammen mit Dänemark in einem Flieger von Kopenhagen nach Ägypten, wo drei Tage später die ersten Gruppenspiele anstehen. Wir haben mit den beiden die Hinrunde der HSG in der Bundesliga besprochen und eine Vorausschau auf die WM gewagt.

Wie bewerten Sie die Hinrunde der HSG Wetzlar?

Lindskog: Ich finde, wir haben das insgesamt ganz gut gemacht. Natürlich könnten wir noch ein paar Punkte mehr haben. In Lemgo hatten wir eine gute Chance, wenigstens einen Punkt zu holen. Wir sind in dieser Saison vielleicht ein bisschen zu instabil. Das sollte in der Rückrunde besser werden. Aber insgesamt können wir zufrieden sein. Wir hatten auch Glück mit Corona, wir hatten nicht einen einzigen Spielausfall.

Björnsen: Eigentlich ganz gut. Wir haben 17:15 Punkte, aber wir hätten vier Punkte mehr holen können. Dann wäre das richtig gut. Wir müssen eigentlich in Lemgo und in Göppingen gewinnen. Wir sind die einzigen, die bis jetzt Kiel geschlagen haben. Wir sind jetzt auf Platz sieben und ich finde, wir könnten es schaffen, da oben zu bleiben.

Anton, wann und wie haben Sie von der Nominierung zur Nationalmannschaft erfahren?

Lindskog: Das war Mitte Dezember. Ich habe keine Rückmeldung bekommen vor der offiziellen Nominierung. Deshalb war ich auch gespannt, ich wusste das vorher nicht. Ich habe mit unserem Coach Glenn Solberg vor der Nominierung gesprochen, aber er hat nicht gesagt: Du bist dabei. Wir haben nur generell gesprochen, aber ich hatte ein gutes Gefühl, dass ich dabei sein würde. Es war schon ein bisschen komisch, das aus dem Internet zu erfahren, aber so macht man das in Schweden (lacht). Und es ist mir eigentlich egal, ob ich das in der Zeitung lese oder er mich anruft.

Anton, am 14. Januar starten Sie gegen Tschechien. Außerdem in der Gruppe sind Ägypten und Chile. Wie schätzen Sie die Gegner ein?

Lindskog: Ägypten wird vielleicht das schwerste Match sein, die haben ein paar richtig gute Spieler und Heimvorteil. Da kaum einer der Akteure, auch aus den anderen Mannschaften, in der Bundesliga spielt, kennt man sie nicht so gut. Da müssen wir viel Video schauen. Aber ich glaube, wir haben eine gute Chance auf den Gruppensieg.

Kristian, Sie beginnen am 14. Januar gegen Frankreich. Das ist ja das vorgezogene Endspiel in der Gruppe - oder? Außerdem müssen Sie gegen Österreich und die Vereinigten Staaten ran.

Björnsen: Wir und Frankreich sind die Favoriten in unserer Gruppe. Wir fangen direkt gegen Frankreich an, das wird ein richtig schweres Spiel. Die haben eine richtig gute Mannschaft, das wird das entscheidende Spiel für unsere Gruppe. So müssen wir direkt Leistung bringen. Österreich hat auch eine gute Mannschaft, aber das Spiel müssen wir gewinnen. Von den Vereinigten Staaten kenne ich nur den Trainer, mal schauen, was da auf uns zukommt. Aber auch da zählt nur ein Sieg.

Wie sehen Sie generell die Chancen bei dieser WM? Wie lautet die Zielsetzung?

Lindskog: Ein Ziel haben wir noch nicht ausgegeben, das machen wir in ein paar Tagen. Aber es wird schwer, weil auch ein paar schwedische Spieler abgesagt haben oder verletzt sind. Deshalb haben wir eine sehr junge, unerfahrene Mannschaft, aber das sieht sehr interessant aus. Alle Spieler gehen wirklich nach vorne und wollen besser werden.

Björnsen: Unser Kader ist bis auf Magnus Rod komplett. Wir haben das Ziel zwar noch nicht besprochen, aber ich bin sicher, dass ich für alle spreche, wenn ich sage, dass wir Weltmeister werden wollen. So einfach ist das. Wir waren schon zwei Mal im Finale und nun wollen wir den letzten Schritt machen.

Welche persönlichen Ziele haben Sie bei der WM?

Lindskog: Ich weiß noch nicht genau, welche Rolle ich bekomme. Das Einzige, was ich machen kann, ist, bei jedem Training und jedem Spiel alles zu geben. Es ist mein erstes großes Turnier mit der Nationalmannschaft. Ich kann einfach nur Gas geben und hoffen, dass ich viel spiele.

Björnsen: Wir können alle unsere Spiele gewinnen, werden mit hohem Tempo spielen. Ich will viel in den Gegenstoß gehen und Tore machen, ich möchte positive Stimmung in die Mannschaft bringen. Du bist einen Monat zusammen, das ist nicht so einfach. Ich will meine Erfahrung der letzten Jahre in der Nationalmannschaft einbringen.

Stehen vorher noch Spiele an?

Lindskog: Wir spielen in der EM-Qualifikation noch zwei Mal gegen Montenegro. Da haben wir die Chance, uns in zwei wichtigen Partien einzuspielen. Das ist perfekt!

Björnsen: Wir haben in dieser Woche noch zwei Testspiele gegen Dänemark. Die zwei Qualifikationsspiele zur EM gegen Weißrussland absolvieren unsere zweite Mannschaft.

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