Wetzlars Kreisläufer Werum beendet seine Laufbahn

(mac) "Wir waren eigentlich näher am Sieg dran als Gummersbach und haben als Mannschaft völlig überzeugt", ärgert sich Michael Roth, der Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, auch einen Tag nach dem 25:28 im Oberbergischen noch immer über die unnötige Niederlage. Nach einer kämpferisch und taktisch zufriedenstellenden Leistung standen die HSG-Spieler in der Eugen-Haas-Halle aber dennoch mit leeren Händen da. Der verpassten Chance können die Roth-Schützlinge aber nicht lange nachtrauern, denn am Samstag um 20.15 Uhr steht mit der Auswärtspartie beim TBV Lemgo schon die nächste hohe Hürde auf dem Programm.

(mac) "Wir waren eigentlich näher am Sieg dran als Gummersbach und haben als Mannschaft völlig überzeugt", ärgert sich Michael Roth, der Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, auch einen Tag nach dem 25:28 im Oberbergischen noch immer über die unnötige Niederlage. Nach einer kämpferisch und taktisch zufriedenstellenden Leistung standen die HSG-Spieler in der Eugen-Haas-Halle aber dennoch mit leeren Händen da. Der verpassten Chance können die Roth-Schützlinge aber nicht lange nachtrauern, denn am Samstag um 20.15 Uhr steht mit der Auswärtspartie beim TBV Lemgo schon die nächste hohe Hürde auf dem Programm.

"Wir haben uns wieder gefunden. Die Abwehrarbeit war gut, nur im Angriff müssen wir noch effektiver werden", erklärt Roth, der von seinen Spielern verlangt, auch in Lemgo an eine Siegchance zu glauben. "Der TBV hat eigentlich eine gute Mannschaft, aber in dieser Saison auch schon bewiesen, dass es keine gute Mannschaft ist.

An einem guten Tag können wir jeden Erstligisten aus dem Gleichgewicht bringen", sagt Roth, der aus der Unruhe, die zuletzt auch in Ostwestfalen wegen der kurzzeitigen Suspendierung von Nationalspieler Michael Kraus und der Heimpleite im EHF-Pokal gegen Benfica Lissabon herrschte, Kapital schlagen will. Mit einem Erfolg bei der HSG Düsseldorf in der Bundesliga und einem deutlichen Sieg im Rückspiel in Portugal, mit dem sich der TBV für das Achtelfinale des europäischen Wettbewerbs (gegen BM Aragon) qualifizieren konnte, haben die Schützlinge des ehemaligen Wetzlarer Coachs Volker Mudrow sozusagen einen Neuanfang ausgerufen. Gegen die HSG will Lemgo den Schwung aus Portugal und damit aus der ersten überzeugenden Vorstellung seit vielen Wochen mitnehmen und sich für die in der Hinrunde in Wetzlar erlittene 30:31-Niederlage revanchieren. "Die Mannschaft hat sich für Samstag viel vorgenommen und will den Eindruck des letzten Heimspiels gegen Lissabon unbedingt wett- machen. Ich bin mir sicher, dass wir wieder den TBV erleben werden, den wir uns alle erwarten", sagt Geschäftsführer Volker Zerbe, der weiß, dass die HSG Wetzlar eigentlich eine Art Lieblingsgegner für den TBV ist.

Neun Siege stehen aus den letzten zehn Begegnungen für den TBV zu Buche. Nicht nur deswegen geht Lemgo als klarer Favorit ins Rennen in der Lipperlandhalle. Wieder mit dabei ist neben Kraus auch Kapitän und Kreisläufer Sebastian Preiß, der sich nach seiner Verletzungspause schon in Lissabon wieder als Leistungsträger zeigte. Auf der Hut sein muss Wetzlar auch vor Linkshänder Holger Glandorf und Spielmacher Martin Strobel, aber auch Daniel Kubes in der Abwehr oder Rechtshänder Logi Geirsson, Rechtsaußen Florian Kehrmann oder der im Aufwind befindliche Jens Bechtloff sind feste Größen im Mudrow-Team, das genau wie Wetzlar auch alle Mann an Bord hat.

Zudem meldete die HSG auch gestern wieder personelle Veränderungen. So wird Kreisläufer Gregor Werum in der neuen Saison das HSG-Trikot an den Nagel hängen. Der 32-jährige Familienvater wird seine Laufbahn als Profi auf eigenen Wunsch beenden. "Der Entschluss, am Saisonende aufzuhören, ist sehr lange in mir gereift", sagt Werum. "Für mich ist es an der Zeit, mich anderen beruflichen Zielen zu widmen. Ich bin sehr stolz, dass ich auf eine tolle und unvergessliche Karriere zurückblicken kann", erklärt Werum, der im Oktober 2005 zur HSG gewechselt war und dort auch drei Jahre die Kapitänsbinde trug.

Unterdessen wird immer deutlicher, dass es auf der Kreisläuferposition zu weiteren Veränderungen kommen wird, denn die HSG ist dort auf der Suche nach einem international erfahrenen Spieler, der eine klare Verbesserung zum jetztigen Personal darstellen soll. Sollte man fündig werden, würde wohl der auslaufende Vertrag mit Eigengewächs Sebastian Weber nicht mehr verlängert werden.

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