Wetzlars Gegner Lübbecke: Zu Hause hui, auswärts pfui

(mac) Eine richtig hohe Hürde wartet auf die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar. Am Samstag um 19 Uhr muss die Mannschaft von Trainer Michael Roth in der Kreissporthalle Lübbecke beim gastgebenden TuS N-Lübbecke antreten. Dabei können die Mittelhessen erstmals seit dem 13. März wieder auf ihren Linkshänder Daniel Valo im rechten Rückraum bauen, der nach seinem überstandenen Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder zum Kader gehört. Zweifellos erleichtert diese Tatsache die Aufgabe der Wetzlarer, bei dem Aufsteiger Zählbares einzufahren, dennoch sind die Chancen darauf recht gering. Das weiß auch Coach Roth und warnt: "Es ist Vorsicht geboten".

(mac) Eine richtig hohe Hürde wartet auf die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar. Am Samstag um 19 Uhr muss die Mannschaft von Trainer Michael Roth in der Kreissporthalle Lübbecke beim gastgebenden TuS N-Lübbecke antreten. Dabei können die Mittelhessen erstmals seit dem 13. März wieder auf ihren Linkshänder Daniel Valo im rechten Rückraum bauen, der nach seinem überstandenen Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder zum Kader gehört. Zweifellos erleichtert diese Tatsache die Aufgabe der Wetzlarer, bei dem Aufsteiger Zählbares einzufahren, dennoch sind die Chancen darauf recht gering. Das weiß auch Coach Roth und warnt: "Es ist Vorsicht geboten".

Im Hinrundenspiel in Wetzlar hatte die HSG den Gegner im Griff. "Das war wohl eines unserer besten Saisonspiele", sagt HSG-Trainer Roth über die Partie gegen die Ostwestfalen am elften Spieltag, die seine Mannschaft mit 33:27 gewinnen und dabei über weite Strecken eindeutig dominieren konnte. Im Laufe der weiteren Saison stellte sich allerdings heraus, dass die Lübbecker in allen ihren folgenden Auswärtsspielen sehr große Probleme hatten, ihr eigentliches Leistungspotenzial abzurufen. Nur ein mageres Pünktchen konnten der TuS bisher in der Fremde ergattern, das war am vergangenen Samstag beim 22:22-Remis bei der abstiegsbedrohten HSG Düsseldorf und freilich kein Grund zur Freude für die Ostwestfalen.

"In Düsseldorf sind wir aus dem Final-Four-Traum erwacht", erklärt TuS-Teammanager Zlatko Feric den Gemütszustand beim Tabellenzehnten, der beim Endturnier um den DHB-Pokal in Hamburg Anfang April Dritter geworden war und sich daher noch Hoffungen auf eine Europapokalteilnahme machen darf, und lässt durchblicken, dass man abgesehen von diesem Höhepunkt mit dem bisherigen Saisonverlauf in der Liga nicht voll zufrieden ist. "Wir sind eine Wundertüte. Manchmal spielen wir überragend, manchmal grottenschlecht. Wir haben bei schwachen Mannschaften zu viele Punkte liegen gelassen. Da drückt uns der Schuh", sagt Feric, der sich mit dem Aufsteiger im oberen Mittelfeld platzieren will. "Nach vielen unsicheren Jahren mit einigen Auf- und Abstiegen wird es Zeit, dass wir uns etablieren und in den nächsten Jahren nichts mehr mit dem Kampf um den Klassenerhalt zu tun haben", sagt Feric, dessen Team sich im Laufe der Spielzeit den Luxus gönnte, mit Spielern wie Alexis Alvanos, Frank Löke und zuletzt Roman Pungartnik das ohnehin starke Team weiter aufzurüsten.

Für die Partie am Samstag wird TuS-Trainer Patrick Liljestrand aus dieser starken Truppe Spielmacher Henrik Hansen fehlen, Linksaußen Tomasz Tluczysnki leidet derzeit an einer Magen-Darm-Grippe und wird - wenn überhaupt - angeschlagen ins Spiel gehen.

Dies bringt Teammanager Feric aber nicht dazu, von seiner Forderung abzurücken. "Wir wollen gewinnen, denn wir müssten mit unserem Potenzial schon ein paar Punkte mehr auf dem Konto haben", begründet Feric die TuS-Marschroute. Seine Aussage unterstreicht auch Wetzlars Coach Roth, der dem Gegner ebenso mehr Pluspunkte zugetraut hätte. "Das Problem des TuS ist, dass die Spieler ihre individuelle Stärke nur in den Heimspielen durchbringen können. Da haben sie eine hohe Qualität. Aber die Konzepte der Mannschaft sind einfach zu leicht zu durchschauen. Das macht ihnen auswärts Sorgen", sagt Roth, der von seiner Mannschaft fordert, endlich die Chancen, die man sich erabeitet auch zu verwerten. "Es reicht nicht, gut eingestellt zu sein und zu kämpfen, wir müssen auch treffen. Das ist eine Frage von Qualität und Konzentration", nimmt der ehemalige Nationalspieler seine Akteure in die Pflicht.

Am Samstag kann er wieder mit einem Linkshänder im Rückraum agieren, was die Möglichkeiten im Angriff deutlich erhöht. "Wir dürfen aber nicht zu viel erwarten. Daniel Valo benötigt nach der langen Pause sicher noch etwas Zeit", sagt Roth, der zudem weiterhin auf Kreisläufer und Abwehrchef Georgios Chalkids (Sperre) verzichten muss. Mit Sebastian Weber droht ein weiterer Kreisläufer auszufallen. Nach zuletzt guten Leistungen hat er sich eine Bauchmuskelzerrung zugezogen, sein Einsatz ist fraglich.

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