Wetzlarer U23 hat Kraft

(opk). "Am Ende haben 20 gute Minuten gereicht", bilanzierte HSG-Wetzlar-U23-Coach Thomas Weber im Anschluss an den Sieg am Samstagabend bei Eintracht Baunatal. Nachdem das Hinrundenspiel gegen die Nordhessen noch unentschieden (26:26) geendet war, konnte seine Mannschaft im Auswärtsspiel mit 33:29 (13:16) gewinnen und damit den vierten Tabellenplatz in der 3. Handball-Liga Mitte behaupten. Doch mit der Gesamtleistung zeigte sich Weber nicht sehr zufrieden. "In der ersten Halbzeit hatten wir wenig Zugriff in der Abwehr. Als wir nach der Pause dann auf eine 6:0-Deckung umgestellt haben, lief es besser."

Die Gastgeber der GSV Eintracht Baunatal lagen im gesamten ersten Durchgang in Führung. Nach dem 6:4 (10.) durch Phil Räbiger konnte die HSG durch den überragenden Fabian Kraft zwar zwischenzeitlich ausgleichen (6:6, 12.), geriet dann aber erneut in Rückstand. Zur Halbzeit hieß es dann 16:13 für den Tabellenelften aus Nordhessen.

Nach der Pause kamen aber die starken 20 Minuten der Gäste. Für Wetzlar ist eine defensive 6:0-Deckung recht ungewöhnlich, da die offensive 3:2:1-Variante oftmals erfolgreicher ist. Jedoch bewies die Mannschaft, dass sie auch anders decken kann. Und mit dieser Umstellung kamen die Baunataler sichtlich schwer zurecht. Innerhalb von fünf Minuten machte die Weber-Sieben aus einem 13:16 ein 18:16 und zwang GSV-Trainer Dennis Weinrich zur Auszeit. In Folge dieser kam die Heimmannschaft auch wieder auf ein Tor heran (20:21, 42.), musste dann aber einen Rückschlag hinnehmen. Felix Geßner, der bis dahin bereits fünf Treffer erzielt hatte, erhielt die dritte Zeitstrafe und musste somit mit "Rot" vom Platz (43.). Daraufhin folgte der nächste Fünf-Tore-Lauf der Gäste und sorgte für die Vorentscheidung. HSG-Linksaußen Fabian Kraft, der am Ende mit 15 Toren fast die Hälfte der Treffer seines Teams erzielte, traf per Siebenmeter zum 27:20 (49.).

Davon sollten sich die Nordhessen nicht mehr erholen. Nach dem 24:32-Rückstand (54.) folgte zwar noch ein kleines Aufbäumen der Baunataler, zum Schluss mussten sie sich aber dann doch geschlagen geben. Halblinks-Spieler Räbiger sorgte mit seinem vierten Tor für den etwas ansehnlicheren 29:33-Endstand kurz vor Abpfiff.

"Wir wollten gegen Baunatal über die Außenspieler zum Abschluss kommen, weil sie im Zentrum sehr dicht verteidigen. Und gerade Fabian Kraft hat uns mit seiner guten Quote vor allem im ersten Durchgang noch im Spiel gehalten", lobte Weber den 27-jährigen Linksaußen.

GSV Eintracht Baunatal: Ziebert, Horn, Mügge; Schäfer, Rietze (6), Kurtz (2), Gbur (2), Trogisch (2), Räbiger (4), Geßner (5), Reinhardt (3), Gabriel (5).

HSG Wetzlar U23: Florian Gümbel, Suljakovic (2); Lukas Gümbel (3), Lindenstruth, Weber (4), Bremond, Kunzendorf (7), Lauer, Werth, Kraft (15/3), Okpara, Waldgenbach (2).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Brandt/Thies. - Zuschauer: 250. - Zeitstrafen: 8:8 Minuten. - Disqualifikation: (Geßner, 43.). - Siebenmeter: 0:3/3:3.

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