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Einer der Wetzlarer Taucher kommt zur Wasseroberfläche, um seinen mit "Lakeballs" gefüllten Korb zu leeren. Der Erlös aus dem Verkauf der Golfbälle soll den beiden Vereinen aus Wetzlar und Braunfels zugute kommen.

Auf Tauchstation

Wetzlarer holen in Braunfels 10 000 Golfbälle nach oben

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(gb). Solch einen Einsatz gibt’s auch nicht alle Tage. In ein für sie völlig ungewöhnliches Gewässer begaben sich vor Kurzem einige Mitglieder des Tauch-Clubs Wetzlar. Auf Einladung des Golf-Clubs Braunfels kamen die Wetzlarer und tauchten auf den Grund des kleinen Sees auf dem Gelände, der als Hindernis zwischen dem Abschlag und dem Zielgrün der Bahn 16 liegt. Daraus sollten die Taucher die Bälle bergen, die im Laufe der Zeit aus Versehen hinein geschlagen wurden. Bei maximal zehn Zentimetern Sichtweite war das ganze ein schwieriges Unterfangen, und die Bälle mussten größtenteils ertastet werden. Die Wetzlarer beförderten sie in kleinen Plastikkörben zurück an die Wasseroberfläche, wo sie von einem Oberflächenteam in Empfang genommen wurden. Das Ergebnis der vierstündigen Aktion übertraf alle Erwartungen. Die Golfbälle lagen teilweise in sechs bis sieben Lagen übereinander und mussten daher fast "bergmännisch abgebaut" werden.

Die fünf Taucher erschienen wie am Fließband mit den gut gefüllten Körben an der Oberfläche, trotzdem konnte nur ein kleiner Teil des Sees in der zur Verfügung stehenden Zeit betaucht werde. Nach den ersten Schätzungen wurden deutlich mehr als 10 000 Bälle geborgen. Verschiedene Wetten über die endgültige Ausbeute sind am Laufen.

Die Golfbälle werden nun aussortiert, gereinigt und als sogenannte Lakeballs vergünstigt verkauft. Der Erlös soll nach einem Vorschlag des Präsidenten des Golf-Clubs, Markus Sparmer, den Jugendabteilungen der beiden involvierten Vereine aus Wetzlar und Braunfels zugute kommen.

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