Hannoverneu_240421_4c
+
Die Enttäuschung von Hannover aus den Köpfen streichen und bei der HSG Nordhorn-Lingen die Reset-Taste drücken will Handball-Bundesligist HSG Wetzlar.

HSG Wetzlar

Wetzlarer Chancen sinken

  • Daniela Pieth
    VonDaniela Pieth
    schließen

Mit einem Rumpfteam muss die HSG Wetzlar bei der HSG Nordhorn-Lingen antreten. Ohne die Rückraumspieler Olle Forsell Schefvert, Magnus Fredriksen und Alexander Feld sinken die Chancen.

Eigentlich sollte die Partie der HSG Wetzlar bei der HSG Nordhorn-Linden in der Handball-Bundesliga bereits am 10. Februar ausgetragen werden. Doch ein positiver Corona-Pooltest sorgte dafür, dass die Mittelhessen das Spiel vorsorglich absagen mussten. Morgen Nachmittag um 16 Uhr (live bei Sky) soll die Partie in der Emslandarena gegen den Tabellen-18. nachgeholt werden.

Kleiner Dämpfer in Hannover: Nach drei Siegen in Folge haben die Grün-Weißen bei der TSV Hannover-Burgdorf Federn lassen. Es war das berühmte Spiel auf Augenhöhe, immer eng und am Ende knapp. Nach der 24:25-Niederlage fand Trainer Kai Wandschneider trotzdem auch lobende Worte für seine Mannschaft: “Ich finde, dass wir super gedeckt haben. Aber wir haben in der ersten Halbzeit drei Bälle gehalten und in der zweiten Halbzeit drei Bälle gehalten - das war der Unterschied.„ Im Gegensatz zu Till Klimpke und Tibor Ivanisevic zeichneten sich die Hannoveraner Torhüter etliche Male aus. Und nicht nur das - Dominic Ebner vereitelte zudem durch geschicktes Herauslaufen und Abfangen des Balles zwei Gegenstöße der HSG. In der zweiten Hälfte war es Urban Lesjak, der die Wetzlarer Angreifer vor Probleme stellte. “Wir haben vorne zu viele technische Fehler gemacht, uns zu viele Fehlwürfe geleistet und bringen den Gegner damit ins Spiel„, so Wandschneider. Lenny Rubin hatte in den drei Spielen zuvor eine bärenstarke Leistung gezeigt, in Hannover hatte er einen weniger guten Tag erwischt, sich in der zweiten Hälfte aber gesteigert. Auch von den Außenpositionen kam kaum etwas. Maximilian Holst versemmelte zwei von drei Bällen, Emil Mellegard scheiterte einmal völlig frei an Lesjak und Kristian Björnsen verhungerte auf seiner Seite fast. Er machte seine beiden Tore als Einläufer und im Gegenstoß.

Die Verletzten: Auch im Emsland haben die Grün-Weißen zuvorderst mit Personalproblemen zu kämpfen. Alexander Feld fehlt weiterhin und auch Magnus Fredriksen muss nach einer in den letzten Minuten des Abschlusstrainings zum Spiel bei der TSV Hannover-Burgdorf erlittenen Gehirnerschütterung passen. Olle Forsell Schefvert hatte am Donnerstag seinen letzten Auftritt in dieser Saison. Er wird in diesen Tagen in Schweden am Knie operiert.

Quo Vadis Rückraum? Ohne Feld, Fredriksen und Forsell Schefvert hat Wandschneider im Rückraum nur noch begrenzte Möglichkeiten. Filip Mirkulovski machte, obwohl er in den letzten Monaten kaum gespielt hat, in Hannover anfangs ein gutes Spiel und erzielte sogar zwei Tore. “Wir müssen sehen, ob das für 60 Minuten reicht„, gibt Wandschneider zu bedenken. “Ich habe noch keine genaue Vorstellung davon, wen ich neben Mirkulovski auf der Mitte spielen lasse.„ Es ist Improvisieren angesagt. Ob Youngster Ole Klimpke eine Alternative ist, ließ Wandschneider offen.

Nordhorn und Kubes - das passt: Der ehemalige tschechische Nationalspieler Daniel Kubes hatte Nordhorn zur Saison 2020/2021 übernommen und scheint den Niedersachsen neues Selbstvertrauen zu geben. So liegt die HSG im Kampf um den Klassenerhalt mit 13:39 Punkten in Schlagdistanz auf das rettende Ufer. Vor einer Woche sicherten sich die Emsländer einen überraschenden Punkt bei Frisch Auf Göppingen, was im März auch schon beim Bergischen HC gelang. In den Spielen gegen direkte Konkurrenten im Kampf um Platz 16 setzte sich die Kubes-Sieben zumeist durch. Die Emsländer werden von Kubes taktisch immer gut eingestellt. “Die spielen einen sehr disziplinierten Handball„, sagt Wandschneider respektvoll.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare