Wetzlarer U23 bringt Vorsprung über die Zeit

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(pie). Am dritten Turniertag des Linden-Cups wurde die U23 der HSG Wetzlar ihrer Favoritenrolle gerecht und setzte sich auch im zweiten Gruppenspiel mit 35:33 gegen die HSG Kleenheim/Langgöns durch. In der Bundesligagruppe setzte es hingegen eine kleine Überraschung. Handball-Zweitligist HSC 2000 Coburg setzte sich mit 28:26 gegen die Bundesligatruppe des TSV GWD Minden durch.

HSG Wetzlar U23 - HSG Kleenheim/Langgöns 35:33 (18:16):Anfangs konnte der Oberligist die Partie noch ausgeglichen gestalten. Beide Mannschaften brachten die gegnerische Abwehr mit schnellen Ballstafetten in Bewegung und nutzten die Räume zu Durchbrüchen, die aus Sicht der Trainer allzu oft zum Torerfolg führten. Weder der Wetzlarer Keeper Lüko Fischer noch Nils Kaiser auf der anderen Seite konnten maßgeblich dazu beitragen, die Torquote niedrig zu halten. Die Grün-Weißen erhöhten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf fünf Tore, nahmen aber lediglich die 18:16-Führung mit in die Pause.

Das Spiel blieb zunächst ausgeglichen, doch Kleenheim hatte im Angriff zunehmend Probleme, was man allerdings mit einem guten Rückzug wettmachte. Die HSG schnappte sich einige Male die Kugel, konnte aber nicht jeden Gegenstoß zur Vollendung bringen. Im weiteren Spielverlauf schwanden den Akteuren langsam die Kräfte, sodass sich die Torhüter Florian Gümbel und Manuel Eckhard (SGK) einige Male in Szene setzen konnten. Letztendlich war Kleenheim nicht in der Lage, dem Drittligisten über die gesamte Spielzeit Paroli zu bieten. HSG-Trainer Thomas Weber war dennoch nur mäßig zufrieden. "Unsere Abwehr hat mir noch gar nicht gefallen, da haben wir viel Arbeit vor uns."

HSG Wetzlar U23: Florian Gümbel, Fischer; Lukas Gümbel (3), Lindenstruth (1), Bremond (3), Kunzendorf (2), Lauer (3), Werth, Ole Klimpke (1), Kraft (12/3), Jan Waldegenbach (6), Okpara (2), Weinandt (3).

HSG Kleenheim/Langgöns: Eckhard, Kaiser; Hoepfner (12/3), Wolf, Planer, Paht (4), Friedrich (1), Lang (4), Scheibel (4), Straßheim (3), Wiener (2), Leger (2), Faatz (1).

Steno / SR: Kaplan/Scheld. - Zeitstrafen: 4:4 Min. - Siebenmeter: 3/3:3/3.

GWD Minden - HSC 2000 Coburg 26:28 (13:15):Die zweite Partie des Abend begann deutlich torärmer als die erste. Beide Mannschaften beschnupperten sich zunächst und brauchten etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Vor allem den Mindenern merkte man die anstrengende Anreise an, sie waren nach fast neun Stunden Busfahrt direkt aus dem Trainingslager in die Halle gekommen. Coburg hatte sich deutlich schneller akklimatisiert und legte per Gegenstoß von Florian Billek in der 14. Minute auf 7:3 vor. Minden leistete sich zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. Der HSC war in der Abwehr schneller und beweglicher, sehr aufmerksam und auf Ballhöhe. GWD gelang es in der Folge zwar, etwas besser ins Spiel zu kommen, mehr als ein 13:15 zur Pause war aber nicht drin. Minden kam besser in die zweite Hälfte, glich zum 15:15 aus, doch die Coburger fanden immer eine Antwort auf die neue Situation und nutzten die Fehler der GWD gnadenlos aus. Als es Minden dennoch gelang aufzuschließen, war es immer wieder Konstantin Poltrum, der seinen Kasten zunagelte und seinen Farben den 28:26-Sieg rettete.

GWD Minden: Christensen, Grabenstein; Meister, Nowatzki, Ritterbach (4), Richtzenhain (3), Savvas (3), Rambo (4), Korte (39, Strakeljahn (1), Knorr (2), Pusica (4), Gullerud (1), Staar, Gulliksen (1), Molz.

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Poltrum, Apfel; Preller, Jaeger (4), Wucherpfennig (2), Sproß (3), Weber, Billek (8/3), Timm, Zetterman (2), Varvne (29, Zeman (5), Schröder (2), Neuhold.

Steno / SR: Dauben/Rehmer. - Zeitstrafen: 8:2 Min. - Siebenmeter: 1/1:3/3.

Spielplan am Donnerstag: In der Regionalgruppe B treffen um 18:30 Uhr die HSG Kleenheim/Langgöns und die HSG Linden aufeinander. Ab 20:15 Uhr sind in der Bundesligagruppe Erstligist GWD Minden und Lokalmatador TV Hüttenberg am Start.

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