Wetzlar will sich in Hannover nicht verstecken

(mac) Gennadij Chalepo saß auf einem Stuhl und hatte die Arme vor der Brust verschränkt, dann lehnte er sich gemütlich zurück und sagte: »So kann es weitergehen.« Der Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar war nach dem jüngsten 28:25-Heimsieg gegen den SC Magdeburg sehr zufrieden - mit dem Ausgang der Partie, mit seiner Mannschaft und auch mit sich selbst.

(mac) Gennadij Chalepo saß auf einem Stuhl und hatte die Arme vor der Brust verschränkt, dann lehnte er sich gemütlich zurück und sagte: »So kann es weitergehen.« Der Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar war nach dem jüngsten 28:25-Heimsieg gegen den SC Magdeburg sehr zufrieden - mit dem Ausgang der Partie, mit seiner Mannschaft und auch mit sich selbst. Er hatte gute Arbeit geleistet. Für den ehemaligen weißrussischen Nationalspieler war der zweite Erfolg in seiner Amtszeit aber kein Grund, sich auszuruhen. Schon einen Tag später bastelte Chalepo an der Vorbereitung für das nächste Duell seiner HSG am Sonntag um 17.30 Uhr in der »AWD-Hall« beim TSV Hannover-Burgdorf. »Das wird eine schwere Aufgabe; Abstiegskampf pur. Darauf müssen wir uns einstellen«, erklärte der Trainer mit dem Spitznamen »Heinrich«.

So sehr sich Chalepo über den Erfolg gegen Magdeburg und die tolle engagierte Leistung seiner Mannschaft auch freute, er weiß genau, dass in dieser Partie nahezu alles perfekt gelaufen war. »Wir hatten eine Traumquote aus dem Rückraum.

Das passiert nicht alle Tage«, blickte der Coach auf das vergangene Heimspiel zurück und arbeitete gemeinsam mit seinem Co-Trainer Jochen Beppler unter der Woche daran, den Spielern Hilfen an die Hand zu geben für den Fall, dass die Wurfquote am Sonntag in Hannover nicht ganz so gut sein sollte. »Wir haben versucht, unsere Chancen noch besser vorzubereiten«, sagt Chalepo, der in Niedersachsen erneut auf eine sattelfeste Abwehr mit einem starken Nikolai Weber im Tor baut.

Der Ärger über den anstehenden Wechsel des Keepers zu MT Melsungen nach der Saison ist mittlerweile wieder verraucht, obwohl kurzzeitig sogar im Raum gestanden haben soll, dass Weber, der eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag hat, ab sofort zu den Nordhessen wechselt. »Es gibt Dinge, da macht man Geschäfte mit, und es gibt Dinge, da macht man keine Geschäfte mit. Ich werde mit aller Macht verhindern, dass Niko uns vorzeitig verlässt. Er soll für uns Bälle halten, damit wir in der Klasse bleiben und dann einen gebührenden Abschied bekommen«, erklärte der Aufsichtsratssprecher Manfred Thielmann und wies Gerüchte über einen vorzeitigen Abschied in das Reich der Fabeln.

»Wir müssen uns in Hannover nicht verstecken«, erklärte Chalepo, der dort auf Linksaußen Kevin Schmidt verzichten muss, der aufgrund seiner Roten Karte gegen Magdeburg für eine Partie gesperrt wurde. Wieder im Training ist Rückraumspieler Steffen Fäth nach seiner Gehirnerschütterung, während Allrounder Alois Mraz wegen Wadenproblemen derzeit nur eingeschränkt trainieren kann. »Ich hoffe, dass wir uns weiterhin verbessern. Vor allen Dingen brauchen wir noch mehr leichte Tore aus der ersten und zweiten Welle«, forderte Chalepo, dessen Aufbaureihe von Aron Kristjansson, Trainer des TSV, sehr geschätzt wird. »Wetzlar hat einen guten Rückraum, den müssen wir in den Griff bekommen, aber wir dürfen auch Kari Kristjansson am Kreis nicht vergessen. Er spielt eine gute Saison«, sagt der isländische Trainer des Aufsteigers, der mit 5:19 Punkten derzeit auf Rang 15 steht. »Mit dieser Bilanz sind wir natürlich nicht zufrieden. Wir hatten bis jetzt ein schweres Programm.

Zu Hause gegen Wetzlar müssen wir aber gewinnen«, sagte Kristjansson, der auf die beiden Langzeitverletzten Nikolas Katsigiannis (TW) und Marc Hohenberg (RA) sowie auf Abwehrspezialist Gustav Rydergaard verzichten muss, dafür aber wieder auf Routinier Jacek Bedzikowki zurückgreifen kann. Mit Nenad Puljezevic im Tor, Torge Johannsen und Asgeir Örn Hallgrimsson auf der rechten, Lars Lehnhoff und dem ehemaligen Hüttenberger Piotr Pryzbecki auf der linken Seite sowie Vignir Svavarsson am Kreis verfügt der TSV über hohes Potenzial. Gewarnt ist HSG-Coach Chalepo auch vor den beiden Spielmachern der Gastgeber. »Morten Olsen und Hannes Jon Jonsson sind schnelle Spieler mit einem guten Schlagwurf«, weiß Chalepo offenbar, wo seine Deckung ansetzen muss.

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