Schenkte der HSG im Hinspiel sechs Treffer ein: Der Ex-Wetzlarer und Spielmacher Bietigheims Timo Salzer, der sich hier gegen Carlos Prieto (l.) und Ivano Balic durchsetzt. 	(ov)
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Schenkte der HSG im Hinspiel sechs Treffer ein: Der Ex-Wetzlarer und Spielmacher Bietigheims Timo Salzer, der sich hier gegen Carlos Prieto (l.) und Ivano Balic durchsetzt. (ov)

Wetzlar will Revanche fürs Hinspiel

»Dass die Partie kein Selbstläufer wird, das wissen wir spätestens seit dem Hinspiel«, sagt Björn Seipp, Geschäftsführer der HSG Wetzlar. »Der Stachel sitzt tief und jeder weiß, dass wir eine Scharte auswetzen wollen. Das spürt man und hat man unter der Woche auch gesehen.«

(fk) Die Rede ist vom Hinspiel in der Handball-Bundesliga gegen die SG BBM Bietigheim. Damals unterlagen die favorisierten Grün-Weißen in heimischer Halle dem Underdog und Aufsteiger aus Schwaben völlig überraschend mit 26:29 und mussten eine bittere Heimniederlage einstecken. Am Sonntag bietet sich für die Mittelhessen um Trainer Kai Wandschneider nun die Gelegenheit, sich für das enttäuschende Hinspiel zu revanchieren. Um 17.15 Uhr erfolgt in der MHP-Arena in Ludwigsburg der Anpfiff zur Begegnung des Tabellenschlusslichtes gegen den Rangzehnten, die für die HSG der Auftakt zu einem Dreierpack darstellt, an dessen Ende nach dem Geschmack der Verantwortlichen der Klassenerhalt stehen sollte.

Denn nach der Schwaben-SG um den Ex-Wetzlarer Timo Salzer treffen die Mittelhessen sechs Tage später mit dem HC Erlangen in der Rittal-Arena auf einen weiteren Aufsteiger. Daran schließt sich eine Woche später das Auswärtsspiel beim Bergischen HC an. Die Grün-Weißen schauen zwar gerne von Spiel zu Spiel, doch auch Seipp bestätigt, dass es »unser Anspruch sein« muss, nach den drei Begegnung die für den Ligaverbleib wohl notwendigen 28 Punkte in der Tasche zu haben. »Wir müssen und nicht kleiner machen als wir sind.«

Im ersten Schritt soll allerdings zunächst die Hinspiel-Niederlage gegen Bietigheim wettgemacht werden. Dass die SG eine harte Nuss sein wird, weiß nicht nur Seipp, sondern bestätigt auch ein Blick auf die Resultate und Zwischenstände der letzten Wochen. Zwar gab es aus den vergangenen sechs Ligapartien nur einen Sieg (23:21 gegen Gummersbach), bis zur 40. Minute hielt die Mannschaft von Trainer Hartmut Mayerhoffer aber auch gegen Topklubs wie Flensburg/Handewitt (18:19) und Hamburg (17:18) mit. Bei der SG führt man zur Halbzeit sogar mit einem Treffer Vorsprung. Etwas weiter südlich beim THW Kiel hieß es nach 30 Minuten lediglich 18:17 für den Rekordmeister. »Das zeigt die Qualität von Bietigheim«, bekräftigt Seipp. »Das wird eine echte Herausforderung.«

Ob und wenn ja, wie lange HSG-Spielmacher Ivano Balic bei dieser mitwirken kann, steht noch nicht fest. Der kroatische Superstar plagt sich seit knapp zwei Wochen mit Kniebeschwerden herum. Mit Adnan Harmandic steht dahinter aber neben Florian Laudt ein Backup zur Verfügung, dessen Formkurve nach oben zeigt. Ansonsten kann Trainer Wandschneider aus dem Vollen schöpfen. Aufseiten der Gastgeber, die Mitte März den Abgang des serbischen Keepers Darko Stanic verkraften mussten, sind sowohl Rechtsaußen Marco Rentschler (Knie) als auch Romas Kirveliavicius (Wade) fraglich.

Beide fielen zuletzt bei der Niederlage in Hamburg aus. Doch auch dort hatten die Schwaben »45 Minuten gut mitgehalten«, wie Seipp schildert. Die HSG ist gewarnt.

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