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Stefan Cavor (77(HSG Wetzlar) hat sich zwar gegen Jacob Bagersted (FA Göppingen/14) behauptet, seine zwei Tore aus dem rechten Rückraum waren aber zu wenig, um die 21:26-Niederlage zu verhindern. Foto: Eibner

Handball

HSG Wetzlar wieder mit Anton Lindskog

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Die HSG Wetzlar tritt in der Handball-Bundesliga nach der Ligapartie bei Frisch Auf Göppingen vor zwei Tagen am Sonntag schon wieder beim HC Erlangen an.

Nach der 21:26 (12:12)-Niederlage bei Frisch Auf Göppingen am Donnerstagabend ist vor dem Spiel beim HC Erlangen. Die Handballer der HSG Wetzlar hätten theoretisch gleich weiterfahren können, legen aber eine kurze Pause in Mittelhessen ein, ehe es am Sonntag um 16 Uhr in der Bundesliga weitergeht. Mit dem HCE wartet eine Mannschaft auf die Truppe von Trainer Kai Wandschneider, die vor zwei Tagen ebenfalls gefordert war. Allerdings mit dem großen Vorteil, dass Erlangen zwei Heimspiele und nicht - wie die HSG - zwei Auswärtsspiele hintereinander zu bestreiten hat.

Die Ausgangslage- Beide Teams waren am Donnerstag im Einsatz, beide haben verloren. Doch während die Wetzlarer in Göppingen keine gute Performance auf die Platte brachten, überzeugte Erlangen gegen den THW Kiel über weite Strecken und hielt lange Zeit gut mit. Ein Vorteil für Erlangen ist sicherlich die Tatsache, dass die Mannschaft von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson (früher Coach beim TV Hüttenberg) in den Wochen der Wahrheit drei Heimspiele hintereinander bestreiten kann. Die ungünstige Konstellation mit sechs Auswärtsspielen innerhalb von fünf Wochen war Trainer Wandschneider sofort nach Bekanntwerden sauer aufgestoßen. Sie gipfelt im Dezember im Auswärts-Dreierpack beim SC DHfK Leipzig, den Füchsen Berlin und dem THW Kiel.

Die Knackpunkte in Göppingen- Nach gutem Start und 5:2-Führung ließ sich die rechte Deckungsseite der HSG komplett auseinandernehmen. "Das war von Kristian Björnsen und Stefan Cavor unfassbar schwach verteidigt, das haben wir noch nie gehabt", erklärte Wandschneider. Dazu kamen einige verworfene Bälle, unter anderem zwei Siebenmeter. "Und grundsätzlich muss man sagen: Ohne Torhüter kann man kein Spiel gewinnen", legte der Trainer den Finger in die Wunde. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns im Positionsangriff einen Kolbenfresser gespielt, keine guten Chancen herausarbeiten können und sind früh unterbrochen worden. Anton Lindskog hat an allen Ecken und Enden gefehlt." Der ist in Erlangen wieder dabei, somit kann Wetzlar mit voller Kapelle antreten. Alle Spieler müssen sich aber steigern, um etwas Zählbares zu holen.

Der Gegner- Mit Petter Øverby war der Abwehrchef fast vier Monate wegen den Folgen eines verschleppten Virusinfektes außer Gefecht. Das Fehlen dieser Führungspersönlichkeit hat geschmerzt und so war man in Erlangen froh, dass der Norweger gegen Kiel erstmals wieder dabei war. Er hat die HCE-Defensive sofort stabilisiert, was den beiden Keepern Carsten Lichtlein und Nikolas Katsigiannis die Arbeit erleichterte. Mit Michael Haaß und Nico Büdel verfügen die Franken über zwei sehr gute Spielgestalter, die ihren Rückraum geschickt einsetzen, aber auch selbst Torgefahr ausstrahlen. Vor allem die rechte Seite ballert mit Antonio Metzner und Sime Ivic aus allen Rohren. Am Kreis hat der Ex-Kieler Sebastian Firnhaber das Fehlen von Øverby genutzt, um sich zu empfehlen. Und auch die Flügelzange ist mit Johannes Sellin auf der rechten und Christopher Bissel auf der linken Seite gut besetzt.

Das sagt Eyjolfsson- "Acht Spiele in vier Wochen sind nicht ohne", sieht Eyjolfsson den Spielplan, wie auch den bisherigen Saisonverlauf seiner Mannschaft, kritisch. "Wir haben die Spiele gewonnen, die wir gewinnen sollten oder mussten, aber haben einige, in denen wir in Führung lagen, zu leicht aus der Hand gegeben." Umso mehr muss nun ein Sieg gegen die HSG her. "Die Mannschaften von Platz zehn bis 14 liegen sehr nah beieinander. Das kann sich bei jedem Spiel ändern. Daher ist es wichtig, dass du die Heimspiele gewinnst, Ruckzuck bis du wieder im Kampf um den einstelligen Tabellenplatz dabei. Wir werden mit jedem Spiel stabiler." Die Wetzlarer und vor allem Kollege Wandschneider kennt Eyjolfsson bestens aus dessen Zeit in Hüttenberg. "Die HSG hat einen eingespielten Kader, in dem es kaum Veränderungen gab. Es ist eine sehr kluge Mannschaft. Vor allem Abwehr und Torhüter machen die HSG gefährlich. Olle Forsell Schefvert hat einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und ist stabiler geworden. Wir müssen uns gegen eine gut organisierte Mannschaft behaupten, die momentan in einer guten Situation und gegen jeden Gegner gefährlich ist."

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