Wetzlar testet Klimovets

(mac) Beim Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar steht der nächste Paukenschlag bevor. Nach Informationen dieser Zeitung testet der Tabellenzwölfte derzeit im Trainingslager in der Sportschule Hennef Kreisläufer Andrej Klimovets.

Sollte der Weltmeister von 2007 dort und in den beiden anstehenden Testspielen der HSG einen guten Eindruck hinterlassen, ist eine sofortige Verpflichtung des 37-Jährigen bis zum Saisonende geplant.

Da staunten einige der Spieler der HSG nicht schlecht, als der gebürtige Weißrusse mit deutschem Pass am Montag mit in den Bus nach Hennef stieg. Die Verantwortlichen der HSG wollen im Abstiegskampf offenbar kein Risiko eingehen und erhoffen sich von der möglichen Verpflichtung des Hünen, dass sich die Abwehr der Truppe von Gennadij Chalepo in der am 8. Februar gegen FA Göppingen (20.15 Uhr/Rittal-Arena) beginnenden Restrunde so stabilisiert. "Wir wollen sehen, wie fit er ist. Eine Verpflichtung macht nur Sinn, wenn er uns sofort hilft", sagte HSG-Aufsichtsratssprecher Manfred Thielmann gestern auf Anfrage und bestätigte, dass Klimovets auch bei den beiden Testspielen der HSG am morgigen Mittwoch in Hennef gegen den VfL Gummersbach und am Samstag in Dutenhofen (18 Uhr) gegen den Zweitligisten TSG Friesenheim mitwirken soll.

Der 1,97 Meter große Klimovets spielte in der Bundesliga zuletzt bei MT Melsungen. Nach der vergangenen Saison wurde sein Vertrag aber nicht verlängert, so- dass der Ex-DHB-Nationalspieler seit Juni 2011 vereinslos ist. Ein angestrebter Wechsel nach Katar kam zuletzt nicht zustande. Anfang der 90er Jahre war Klimovets mit HSG-Trainer Chalepo für den weißrussischen Klub SKA Minsk aktiv. Über Spenge und Rheinhausen kam er 1997 zur SG Flensburg/Handewitt. 2005 wechselte er zu den Rhein-Neckar Löwen und spielte 2010/2011 dann schließlich für Melsungen.

Die HSG-Fans können Klimovets am Samstag in Dutenhofen unter Augenschein nehmen. Der Eintritt zum Testspiel gegen Friesenheim ist frei.

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