Endlich wieder Arena-Atmosphäre: Das grün-weiße Trommler-Duo war voller Tatendrang. FOTO: VOGLER
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Endlich wieder Arena-Atmosphäre: Das grün-weiße Trommler-Duo war voller Tatendrang. FOTO: VOGLER

Handball

Wetzlar schlägt Erlangen

  • Ralf Waldschmidt
    vonRalf Waldschmidt
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200 Tage nach dem letzten Auftritt hat sich die HSG Wetzlar wieder in der Rittal-Arena präsentiert. Der "Corona-Test" gegen Bundesliga-Rivale HC Erlangen gelingt. 24:22-Sieg.

Die künstlichen Nebelschwaden, die unvergleichliche Power der Wetzlarer Handball-Sinfonie aus der Hallen-Beschallung - trotz der nur 249 zugelassenen Zuschauer ließ der Einlauf der Grün-Weißen es einem heißkalt den Rücken runterlaufen. Unberührt von diesem emotionalen Moment blieben auch die Handballer der HSG Wetzlar nicht, die vor laufenden Sky-Kameras den Liga-Testlauf gegen den fränkischen Bundesliga-Rivalen HC Erlangen über die gesamte Spielzeit hinweg gesehen verdient mit 24:22 (12:8) gewannen.

Trainer Kai Wandschneider durfte vor allem im ersten Abschnitt "eine bärenstarke Abwehrarbeit mit schnellen Beinen" loben, schränkte in Anbetracht der spielerischen Überlegenheit aber ein, "zur Pause eigentlich schon mit fünf, sechs Toren führen" zu müssen.

Der Trainer hatte in Anbetracht der Besonderheiten der Corona-Vorbereitung mit der Startformation der Vorsaison und erst nach 20 Minuten mit den ersten Wechseln begonnen. Das Bewährte bewährte sich, unter der Regie von Co-Trainer Filip Mirkulovski als Standby-Spielmacher arbeiteten die Grün-Weißen schnell die 5:1- (12.) und 10:5-Führungen (23.) heraus. Allerdings musste man schon zu diesem Zeitpunkt mit der mangelnden Chancenverwertung - wie im Vorjahr - hadern. Es hätte auch gut und gerne ein 15:5 sein können.

Bei Wetzlar wie Erlangen war deutlich zu erkennen, dass die Integration der Neuzugänge in die veränderten Kader noch Zeit benötigt.

Philipp Hennigsson, eigentlich für den Rückraum geholt, sprang zeitweise für den noch fehlenden Kreisläufer-Backup Patrick Gempp in die Bresche, Magnus Fredriksen wirkte auf der Mitte noch unrund, Emil Mellegard setzte in der Schlussviertelstunde mit dem 19:16 (48.) und 21:18 (53.) aber Akzente.

Dies gelang auf der Gegenseite den neuen HC-Kanonieren Steffen Fäth und Simon Jeppsson noch nicht.

Aber wie gesagt: Bewährtes hat sich bewährt! Die starke 6:0-Deckung der Vorsaison, gute Aktionen von Torhüter Ivanisevic, Filip Mirkulovski als Schaltzentrale, die Siebenmeter von Maximilian Holst und die rechte Achse Cavor/Björnsen waren Garanten für einen erfolgreichen, sogar noch etwas zu gering ausgefallenen Erstliga-Testlauf für die Premiere am 4. Oktober gegen die SG Flensburg/Handewitt vor dann 800 Zuschauern.

HSG Wetzlar:Ivanisevic, Suljakovic (n.e.); Feld (1); Srsen (1), Henningsson, Björnsen (6), Mirkulovski (1), Weissgerber, Holst (6/3), Fredriksen, Forsell-Schefvert (3), Mellegard (2), Rubin (1), Lindskog (2), Cavor (1).

HC Erlangen:Ziemer, Fellin; Overby, Fäth (2), Kellner, Firnhaber (3), Ivic (6/1), Büdel (1), Bissel (1), Schäffer (1), Metzner (2), Link (2), Gruchalla, Jeppsson (1), Olsson (3).

Im Stenogramm/ SR.: Cesnik/Konrad (Gummersbach). - Zuschauer: 249. - Zeitstrafen: Feld (22.), Forsell-Schefvert (38.), Lindskog (40., alle Wetzlar); Firnhaber (34.), Ivic (43., 54.), Büdel (20.), Bissel (24., 52.), Link (22.). - Torfilm: 5:1 (12.), 10:5 (23.), 12:8 (Halbzeit); 15:8 (35.), 17:11 (40.), 18:16 (47.), 20:17 (50.), 24:22 (Endstand).

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