Auf die Unterstützung seiner Fans hofft heute Bundesligist HSG Wetzlar beim Saisoneröffnungsspiel in der Rittal-Arena gegen Berlin. (Foto: Vogler)
+
Auf die Unterstützung seiner Fans hofft heute Bundesligist HSG Wetzlar beim Saisoneröffnungsspiel in der Rittal-Arena gegen Berlin. (Foto: Vogler)

HSG Wetzlar hat Füchse Berlin zum Bundesliga-Start zu Gast

(pie) Das Warten hat ein Ende, die Handball-Bundesliga startet in die neue Saison 2016/17 – und der HSG Wetzlar gebührt die Ehre, diese Spielzeit zu eröffnen. Im ersten Spiel der neuen Runde erfolgt am Freitag um 19.45 Uhr in der Rittal-Arena der Anpfiff gegen die Füchse Berlin.

Mit von der Partie sind auch ein paar alte Bekannte – Kent Robin Tönnesen und vor allem Steffen Fäth, der erst in diesem Sommer den Wechsel von Mittelhessen nach Berlin vollzogen hat.

Mit neun Siegen in der Vorbereitung und den beiden Erfolgen im DHB-Pokal im Rücken geht es nun in die neue Saison – und gleich gegen einen Anwärter auf die Europapokalplätze. Die Füchse Berlin haben sich punktuell mit Kresimir Kozina am Kreis, aber vor allem mit Europameister Fäth weiter verstärkt. Der schlagkräftige Rückraum hat es in sich, ist gespickt mit deutschen Nationalspielern. Egal, ob Paul Drux, Fabian Wiede oder Fäth, jeder strahlt für sich Torgefahr aus. Große Eingewöhnungszeit wird Fäth kaum brauchen, da er seine Mitspieler aus der Nationalmannschaft bestens kennt.

In der Mitte zieht vornehmlich der Serbe Petar Nenadic die Fäden, der in der abgelaufenen Saison zudem zum Torschützenkönig avancierte. Der ehemalige Wetzlarer Kent Robin Tönnesen, Jakov Gojun und Drago Vukovic komplettieren die wurfgewaltige Rückraumreihe, hinter der sich Eigengewächse der Füchse entwickeln sollen. Manager Bob Hanning sagt jedoch vor der Partie: "Das Problem liegt darin, dass wir keine fünf Trainingseinheiten mit dem gesamten Kader absolvieren konnten, das muss über Routine und Leidenschaft kompensiert werden.

Die Besetzung gibt es aber her, auch hierfür eine Möglichkeit zu finden."

Wandschneider ist gezwungen, seine Mannschaft umzubauen. Schien die Start-Sieben nach der Vorbereitung gefunden, trübten die ersten kleineren Verletzungen die gute Stimmung. Joao Ferraz ist nach seiner Kieferprellung auf einem guten Weg. Und auch die Knieprobleme von Jannik Kohlbacher waren spätestens nach der Klassepartie im Pokal gegen den HSC 2000 Coburg vergessen. "Wir alle wissen, dass man die guten Ergebnisse der Vorbereitung nicht zu hoch hängen darf", warnte Wandschneider. "Zu tief aber auch nicht", fügte er hinzu und meinte damit die klaren Erfolge in den Turnieren gegen Bundesligakonkurrenten. Wandschneider ist das Kunststück gelungen, aus arrivierten HSG-Kräften und sieben Zugängen eine spielfähige und in der Bundesliga konkurrenzfähige Mannschaft zu formen.

Das "goldene Kleeblatt" der vergangenen Saison, wie Wandschneider sein Erfolgs-Quartett Fäth/Wolff/Holst/Kohlbacher nennt, ist durch die Abgänge von Fäth und Wolff gesprengt. Die Verletzung von Holst setzt dem Ganzen jedoch die Krone auf. Der Gesundheitszustand von Neuzugang Philipp Pöter erlaubt auf unbestimmte Zeit keinen Leistungssport. Baustellen, an die vor zwei Wochen noch niemand gedacht hatte. Zumindest im Rückraum wurde mit dem Schweden Emil Berggren schnell Ersatz gefunden. "Da rufen dich wirklich Hinz und Kunz an und bieten alles an, was laufen kann", erklärte Wandschneider. "Emil war bereits auf dem Weg nach Frankreich. Das war ein glücklicher Zufall." Nichtsdestotrotz hat Berggren einen Trainingsrückstand, den es aufzuholen gilt, "und wir müssen ihn schnell in unser Spiel einbinden. Ich bin davon überzeugt, dass er uns jetzt helfen wird."

"Es sind noch viele andere Spieler da, die toll trainiert, gespielt und sich bewiesen haben. Diesen Spielern gilt jetzt unsere volle Unterstützung", so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der sich diese auch von den zu erwartenden über 4000 Zuschauern erhofft. "Wir werden marschieren und jeden angreifen, der sich uns in den Weg stellt. Wir werden uns weiterentwickeln, so wie wir es jedes Jahr gemacht haben", formulierte Wandschneider. "Da können wir unsere Zuschauer nur bitten, uns zu helfen. Die Spieler, egal ob schon länger hier, oder auch die neuen, werden sich für Wetzlar zerreißen."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare