Auch Kiels Hendrik Pekeler (M.) gilt es zu stoppen, wollen die Wetzlarer am Samstag gegen den Meister etwas Zählbares mitnehmen. FOTO: DPA
+
Auch Kiels Hendrik Pekeler (M.) gilt es zu stoppen, wollen die Wetzlarer am Samstag gegen den Meister etwas Zählbares mitnehmen. FOTO: DPA

Handball

HSG Wetzlar fordert den Meister

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
    schließen

Schlag auf Schlag geht es für die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga weiter. Am Samstag ist um 18.30 Uhr Meister THW Kiel zu Gast in der Rittal-Arena.

Die Heimspielstätte der HSG ist erneut ausverkauft. Das heißt in diesen Zeiten jedoch leider nur 800 verkaufte Tickets, um den Hygienemaßnahmen des Kreises gerecht zu werden.

Rund um die Arena:Die Verantwortlichen der HSG haben rund um das erste Heimspiel gegen Flensburg viel positive Resonanz bekommen. Nicht nur die Zuschauer haben sich laut Geschäftsführer Björn Seipp in der Halle sehr sicher gefühlt, auch von behördlicher Seite gab es Lob. "Man kann noch ein paar Sachen besser machen", war Seipp selbstkritisch. Von der Stimmung in der Halle war er überrascht: "Irgendwie hatte man den Eindruck, jeder einzelne hat noch mal eine Schippe draufgelegt. So nach dem Motto: Wenn wir jetzt schon so wenige sind, dann müssen wir Gas geben. Und das ist mir bei alledem wichtig: Dass sich die Mühe, die wir uns gegeben haben, ausgezahlt hat. Wir werden weiterhin alles genauso umsetzen es bleibt alles wie gehabt", so Seipp.

Die ersten Punkte sind da:Vom Papier her war Minden der Gegner, gegen den die HSG in den ersten Spielen am ehesten eine Chance auf den Sieg hatte. Und die hat die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider genutzt. "Wir sind alle erleichtert, müssen aber jetzt sehen, wie es mit unserer Kraft aussieht." Drei Spiele in sieben Tagen gehen an die Substanz, zumal die Wetzlarer Neuzugänge noch ihre Zeit brauchen, um sich an das Spielsystem und vor allem die Liga zu gewöhnen. "Wir haben Gott sei Dank noch eine eingespielte Rückraumreihe und die müssen das wuppen", sagt Wandschneider. Olle Forsell Schefvert, Filip Mirkulovski und Stefan Cavor haben gegen Flensburg und in Minden zum großen Teil auf der Platte gestanden. Philip Henningsson hat den Wetzlarern in der Abwehr immer wieder Pausen verschafft. Zudem geht er gut mit in die erste und zweite Welle und hat mit seiner Durchsetzungsfähigkeit letztendlich die rote Karte für Mindens Christoffer Rambo gezogen. Auch Magnus Fredriksen bekam in Minden seine ersten Spielanteile, zeigte sich stark im Eins-gegen-Eins und setzt seine Nebenleute gut ein.

Der Meister:Erst sieben Mal konnten die Grün-Weißen den THW Kiel schlagen. Das letzte Mal am 22. Dezember 2019, als die HSG in Kiel einen fast schon historischen 27:20-Erfolg landete. Nur der 30:22-Heimsieg im September 2017 fiel noch höher aus. "Die Kieler werden natürlich die 20:27-Niederlage im Kopf haben und wollen das wieder gut machen. Das wird ein interessantes Spiel", freut sich Wandschneiderg. Das 36:30 gegen den HC Erlangen und 34:31 gegen die TSV Hannover-Burgdorf zeigt die "Schwachstelle" der Kieler, falls man diese so nennen kann: 30 und 31 Gegentore dürften Kiels Coach Filip Jicha wenig geschmeckt haben.

"Sehr viel wird auch von der Torhüterleistung abhängen", macht Wandschneider klar und verweist im selben Atemzug auf die gute Leistung von Till Klimpke in Minden. "Wir wissen, wie Kiel spielt, Kiel weiß auch, wie wir spielen. Ich glaube, dass der THW mit großem Respekt hier hinfährt", sagte Wandschneider. "Feuer frei gegen Kiel. Ich hoffe, dass wir so ein tolles Spiel wie gegen Flensburg machen."

Personal:Neben Nikola Bilyk (Kreuzbandriss) und Kapitän Niklas Landin (Meniskus-Operation) muss der THW auch auf Neuzugang Sander Sagosen verzichten. Der Norwegen fällt mit einem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel aus. Um die Ausfälle der beiden Rückraumspieler zu kompensieren hat der THW den Schweden Oskar Sunnefeld vom dänischen Erstligisten SonderiyskE Handbol losgeeist und ihn mit einem Vertrag bis Saisonende ausgestattet.

Die Wetzlarer sind fit und bereit für den scheinbar übermächtigen Gegner. "Wir sind alle heiß auf Kiel", erklärte Wandschneider.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare