Es gibt wieder Handball-Körperkontakt: Wetzlars Kreisläufer Anton Lindskog (Mitte) eingekeilt von den Dormagenern Patrick Hüter (links) und Andre Meuser. FOTO: VOGLER
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Es gibt wieder Handball-Körperkontakt: Wetzlars Kreisläufer Anton Lindskog (Mitte) eingekeilt von den Dormagenern Patrick Hüter (links) und Andre Meuser. FOTO: VOGLER

Handball

HSG Wetzlar fehlt ein Spielertrio

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat trotz dreifachem Ersatz das Testspiel gegen Zweitligist TSV Dormagen mit 32:29 gewonnen.

(pie). Ohne Kreislauf-Neuzugang Patrick Gempp, der aus kardiologischer Sicht noch immer nicht die Freigabe der Ärzte erhalten hat, Stefan Cavor (krank) und Kristian Björnsen, der aus privaten Gründen kurzfristig ausfiel, gewann Handball-Bundesligist HSG Wetzlar am Samstagabend in der Sporthalle Dutenhofen im zweiten Testspiel der Saison gegen Zweitligist TSV Bayer Dormagen mit 33:29 (17:14).

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit entwickelte sich von Beginn an ein munteres Spielchen, in dem Dormagen ohne Hemmungen oder großen Respekt agierte. Der TSV stellte eine kompakte 6:0-Abwehr, ließ den Ball im Angriff schnell laufen und blieb bis zum 6:6 auf Augenhöhe.

Unglücklich aus Wetzlarer Sicht der Ausfall von Olle Forsell Schefvert nach etwa zehn Minuten. Der Schwede war nach einem Wurfversuch unglücklich auf dem Rücken gelandet, wurde in der Folge geschont und kam nicht mehr zum Einsatz. So war HSG-Trainer Kai Wandschneider gezwungen, verschiedene Varianten in Angriff wie Mittelblock auszuprobieren. Viel Licht, aber auch einige schattige Stellen wurden offenbart, an denen die Grün-Weißen bis zum Saisonstart Anfang Oktober zu arbeiten haben.

Wetzlar erarbeitete sich mit dem Siebenmeter von Maximilian Holst in der 21. Minute eine 12:7-Führung, leistete sich danach jedoch einige technische Fehler, die Dormagen bis auf 14:15 herankommen ließ. Nach dem Pausen-17:14 mischte Wandschneider seine Formation ordentlich durch. Die Neuzugänge Emil Mellegard, Magnus Fredriksen und die bereits in der ersten Hälfte eingesetzten Philip Henningsson und Ivan Srsen durften sich im Verbund zeigen. Zeitweise spielte die HSG mit drei Rechtshändern im Rückraum - wenn Srsen eine Pause brauchte ersetzte ihn Alexander Feld. Für Anton Lindskog am Kreis, der in Abwehr wie Angriff eine gute Leistung zeigte, warf sich zeitweise Henningsson ins Getümmel.

Dormagen profitierte im Spielverlauf immer wieder von Fehlern der Gastgeber und glich zwischenzeitlich zum 25:25 aus, ehe die HSG in der letzten Viertelstunde die Zügel wieder anzog. Großen Anteil daran hatte auch Keeper Tibor Ivanisevic, der für den in der ersten Halbzeit gut aufgelegten Till Klimpke zwischen die Pfosten kam. So steht letztendlich ein 33:29-Erfolg zu Buche, bei dem alle HSG-Spieler ihre Einsatzzeiten erhielten und nutzten.

"Die Vorbereitung, wie sie jetzt läuft, ist nicht zufriedenstellend", erklärte Wandschneider und meinte damit nicht die Leistung und das Engagement seiner Mannschaft, die er im Gegenteil ausdrücklich lobte. Die vielen Nebengeräusche sind dem Sportwissenschaftler ein Dorn im Auge. "Wir werden uns durchbeißen und kämpfen. Mal sehen, was als nächstes kommt. Niemand weiß, was nächste Woche ist."

HSG Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Feld (1), Srsen (3), Henningsson (3), Mirkulovski, Holst (5/3), Weissgerber (5/1), Fredriksen (2), Forsell Schefvert (1), Mellegard (4), Rubin (2), Lindskog (6).

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