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Die Wettenberger Torben Werner (7), Aron Jokob Weise (92) und Philippe Oyono Essam verteidigen gut gegen Maximilian Rühl (am Ball) und Florian Niclas (r., beide Pohlheim).

Handball

Wettenberg stürzt Pohlheim

Im Oberliga-Derby schlägt die HSG Wettenberg den bisherigen Spitzenreiter HSG Pohlheim mit 28:27 und sorgt dafür, dass die Gäste auf Rang zwei zurückfallen.

(mol). Die HSG Wettenberg hat im ersten Spiel des neuen Jahres in der Handball-Oberliga für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Am Freitagabend schlug das Team von Trainer Axel Spandau im Derby Tabellenführer HSG Pohlheim und feierte beim 28:27 (11:9) den dritten Saisonsieg.

»Das ist für uns ein sehr überraschender Sieg, aber heute bin ich wirklich stolz auf das Team. Das war eine echte Mannschaftsleistung. Mit unserer starken Deckung und einem tollen Marc Stroh im Tor haben wir den Grundstein gelegt und diesmal auch bis zum Schluss alles aus uns herausgeholt«, freute sich Wettenbergs Trainer Axel Spandau und hob neben Tim Anhäuser auch Aron Weise und Lennart Lauber lobend hervor.

Beide Mannschaften mussten den Auftakt personell dezimiert bestreiten. Während bei den Hausherren Becker, Thrun und Panther fehlten, mussten die Gäste auf Happel, Weisel, Drommershausen und Johannes Träger verzichten. Trotzdem glückte der Lex-Sieben noch der Start, doch nach Tom Gilberts Treffer zum 3:2 übernahmen die Wettenberger das Kommando.

Während sich der Spitzenreiter aus Pohlheim zahlreiche Fehler erlaubte, stand die Deckung der Hausherren gut, und dahinter lief Torhüter Marc Stroh zu großer Form auf. So schloss Jonas Schmidt einen 6:0-Lauf (!) zum 8:3 ab. Nach rund zwölf torlosen Minuten sorgte Rückkehrer Max Rühl dann für den ersten Pohlheimer Treffer (4:8, 19.). Bis zur Pause kämpften sich die Gäste auf 9:11 heran.

Dem starken Rühl, der seine erste Partie seit seiner Verletzung aus dem Hinrundenspiel absolvierte, gelang dann nach 42 Minuten auch der 16:16-Ausgleich. Die Führung konnte der Spitzenreiter jedoch nicht übernehmen, sodass immer wieder die Wettenberger vorlegten (18:16, 43., 21:19, 47.). Weil Pohlheim bei diesem Spielstand binnen 80 Sekunden seinen vierten und fünften Siebenmeter der Partie verwarf und Tom Warnke stattdessen im Anschluss auf 22:19 erhöhte, steuerte die Spandau-Truppe zehn Minuten vor dem Ende dem Heimsieg entgegen.

In der Folge schwankte die Führung zwischen zwei (23:21, 24:22) und drei Toren (25:22, 26:23). In Überzahl kämpfte sich Pohlheim dann nach dem 24:27 (57.) beim 26:27 (59.) noch mal heran. Warnkes 28:26 konterte Stefan Lex in der Schlussminute, doch für den Ausgleich reichte es für die Gäste in den letzten Sekunden nicht mehr.

»Unter dem Strich geht der Sieg der Wettenberger wohl in Ordnung, weil wir nie richtig ins Spiel gefunden haben. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit über weite Strecken viel zu pomadig gespielt. Über die gesamte Partie haben wir uns dann auch viel zu viele Fehlwürfe erlaubt verworfen. So reicht es dann eben nicht für Punkte«, ärgerte sich Pohlheims Trainer Lex.

HSG Wettenberg: Laudt, Stroh - Werner (3), Schneider, Anhäuser (7), Schmidt (1), Weidner (1), Rabe, Warnke (6/1), Weber (1), Oyono (2), Lauber (2/1), Weise (5).

HSG Pohlheim: Schlegel, Wüst - Friedl, Peppmöller, Rühl (10/3), Lex (5), Niclas (2), Neul, Lambrecht (3), Kludt, Gilbert (6/3), Christoph Träger, Wagner (1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Häfner/Schmitt (Gelnhausen). - Zeitstrafen: fünf (Werner zwei, Schneider, Rabe, Lauber) - zwei (Friedl, Lex). - Siebenmeter: 4/2 - 11/6.

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