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Wettenberg II hält Anschluss an Spitzenduo

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Von: Harold Sekatsch

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(se). Vier Spieltage vor Ende der Vorrunde stehen in Gruppe 1 der Handball-Bezirksoberliga der Männer die ersten Teilnehmer an der Aufstiegsrunde fest. Zum einen ist dies die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III; die nach dem 30:24 über die HSG Lumdatal II die Punktebilanz auf 19:1 ausbaute, zum anderen die HSG Dilltal als Zweitplatzierte. Auch die HSG Wettenberg II (34:

23 über die HSG Kirchhain/Neustadt) ist auf dem besten Weg, um den Aufstieg mitspielen zu können. pandemiebedingt ausgefallen ist die Partie zwischen Marburg/Cappel und Großen-Buseck/Beuern.

In Gruppe 2 baute die HSG Kleenheim-Langgöns mit dem 37:28-Sieg bei der HSG Wettertal die Tabellenführung aus (15:1 Punkte). Im Derby unterlag die HSG Linden II dem TSV Lang-Göns mit 18:23 und fiel bei 8:10 Zählern auf den dritten Rang zurück, Vierter ist der TSV Lang-Göns (7:7).

Gruppe 1 / HSG Wettenberg II - MSG Kirchhain/Neustadt 34:23 (17:9): »Dieser klare Sieg ist genau das, was wir gebraucht haben«, freute sich Wettenbergs Coach Dragan Nenad über den Erfolg, für den die Gastgeber den Grundstein in der »starken ersten Halbzeit« gelegt hatten. »Wir haben den Gegner ernst genommen und von Anfang an das Spiel kontrolliert«, berichtete der HSG-Coach weiter. Nach 18 Minuten lagen die Gastgeber mit 12:4 vorn und ließen sich im Lauf der Partie diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand nehmen.

Im zweiten Durchgang hielten die Wettenberger den Gast nicht nur auf Distanz, sondern bauten den Vorsprung noch geringfügig aus. Nenad freute sich nicht nur über den deutlichen Sieg, sondern auch darüber, dass die eingesetzten A-Jugend-Spieler ihre Chance genutzt haben. - Beste Torschützen, Wettenberg II: F. Weide, F. Kreutz (je 8), Olbert (5), Schnepp (4), Weinandt (3). - Kirchhain/Neustadt: Walz (6), Seifart (5), Billek (3).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III - HSG Lumdatal II 30:24 (12:12): Am Ende feierte der Tabellenführer einen deutlichen Sieg, der sich allerdings im ersten Durchgang nicht abzeichnete.

»In der ersten Halbzeit haben wir ein ordentliches Spiel abgeliefert«, berichtete Gästetrainer Fabian Hoepfner. »Unsere 6:0-Abwehr hat gut funktioniert und im Angriff haben wir viele Lösungen gefunden«, ergänzte er und bescheinigte dem achtfachen Torschützen Florian Mohr eine gute Leistung.

»Wir haben ihn in den ersten 20 Minuten nicht in den Griff bekommen«, räumte hinterher auch Dutenhofens Trainer Torben Wegner ein. »In die zweite Halbzeit sind wir dann gut reingekommen, die Abwehr hat sich stabilisiert, und wir konnten etliche Gegenstöße laufen.« 13:13 hieß es nach 33 Minuten. Gut fünf Minuten später führten die Gastgeber nach vier Gegenstößen in Folge mit 17:13. Zehn Minuten danach lagen die Hausherren mit 22:16 vorn und gerieten im weiteren Verlauf der Partie nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

»Es war ein sehr gutes Spiel der Mannschaft, worauf sich aufbauen lässt«, stellte Hoepfner trotz der Niederlage seiner Lumdataler zum Abschluss fest. - Beste Torschützen, Dutenhofen/Münchholzhausen III: J. Wallwaey (10), D. Agel (6), Müller (3). - Lumdatal II: Mohr (8), Hofmann, Hasenkamp (je 4), Krumbiegel (3).

Gruppe 2 / HSG Linden II - TSV Lang-Göns 18:23 (8:10): »Die Niederlage ist aus unserer Sicht sehr ärgerlich«, meldete Lindens Teambetreuer Luca Rocksien, »weil sie ohne Frage vermeidbar war.«

Die Lindener erwischten den besseren Start (4:2 nach elf Minuten), doch vier Minuten später lag der Gast mit einem Tor vorn und baute diesen Vorsprung bis zur 25. Minute auf 10:6 aus. Nach dem 8:10-Halbzeitstand drehten die Lindener das Spiel und »erarbeiteten sich über eine stabile Deckung einen Vorsprung von drei Toren«, wie Rocksien berichtete (15:12/39.). »Dann wurde das Spiel aufgrund einer Vielzahl von Zeitstrafen auf beiden Seiten zunehmend hektischer, und wir haben im Angriff zeitweise den Faden verloren.« Die Folge: Lang-Göns stellte in der 46. Minute den Gleichstand zum 17:17 her.

Lang-Göns am Ende stabil

Nach dem 18:18 (54.) gelang den Gastgebern kein Treffer mehr, während der TSV weitere fünf Tore erzielte. »Wir hatten zwei Wochen Zeit, uns auf dieses Spiel vorzubereiten und an unseren Defiziten zu arbeiten«, stellte der Lang-Gönser Trainer Nico Piazzolla hinterher fest. »Teils ist uns dies gelungen. Positiv, war, dass wir nach unseren Schwächephasen wieder zu unserem Spiel fanden und die Partie zu unseren Gunsten drehten.« - Beste Torschützen, Linden II: Lenz (7/3), Rühl, Laun (je 3). - Lang-Göns: Piazzolla (8/4), Schwellnus (4), Müll, J. Weil (je 3).

HSG Wettertal - HSG Kleenheim-Langgöns II 28:37 (12:22): In der Vorrunde hatte Wettertal dem jetzigen Tabellenführer noch einen Punkt abgetrotzt, war aber diesmal chancenlos. »Das war heute in allen Belangen zu wenig«, räumte Wettertals Trainer Sven Tauber hinterher ein.

Logischerweise hatte Julian Reusch als Gäste-Trainer eine ganz andere Sichtweise: »Das war von unserer Seite ein sehr, sehr gutes Spiel«, gab er zu Protokoll. Das betraf vor allem den ersten Durchgang. »Die Deckung hat gut gestanden. Außerdem sind wir gut ins Tempospiel gegangen.« So lagen die Hausherren nach 17 Minuten mit 4:14 im Hintertreffen. Eine »Fülle von technischen Fehlern« und Schwächen »im Rückzugsverhalten« hat Tauber bei seiner Mannschaft ausgemacht. 12:22 hieß es nach 30 Minuten. Die Partie war praktisch entschieden.

»In der zweiten Halbzeit hat dann die Spannung nachgelassen«, monierte Reusch, bezeichnete seine Kritik aber auch als »Meckern auf hohem Niveau«. Der Sieg des Tabellenführers geriet dabei nicht ansatzweise in Gefahr. Am Ende lag Kleenheim-Langgöns mit neun Treffern vorn. Allein zehn Tore gingen auf das Konto von Marc Weller, der eine »bärenstarke« Leistung bot und zeigte, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann. - Beste Torschützen, Wettertal: Metzger (9), Schmidt (5), Noll (4), Zimmer (3). - Kleenheim-Langgöns: Weller (10), Dilges (8/5), Faatz (6), Tonhäuser (3).

Nachholspiel / SG Rechtenbach - HSG Kleenheim-Langgöns II 21:22 (12:13): Das Schlusslicht bot dem Rangersten im Nachholspiel über weite Strecken Paroli und hatte phasenweise sogar einen Erfolg vor Augen. »Wir haben mit viel, viel Glück gewonnen«, stellte hinterher Gästetrainer Julian Reusch fest, der zwar auf drei Stammkräfte verzichten musste, dieses aber nicht als Entschuldigung für das »schlechte Spiel« seiner Mannschaft sehen wollte. »Für uns ging es einzig darum, unser Selbstbewusstsein für die entscheidenden Spiele im Abstiegskampf wiederzufinden«, erklärte dagegen SG-Trainer Christian Kunz, der mitteilte, dass sich der fünffache Torschütze Julian Viehmann in der 35. Minute nach einem »Schlag ins Gesicht« einen doppelten Jochbeinbruch zugezogen habe. »Am Ende stehen wir wieder bei Null«, stellte Kunz enttäuscht fest. Dabei war sein Team über weite Strecken gleichwertig und lag noch mit 13:11 fünf Minuten vor der Pause vorne.

Kleenheim gewinnt Nachholspiel

Im zweiten Durchgang führten die Gastgeber zwar mit 15:13 (36.), kassierten dann aber vier Treffer in Folge (15:17, 41.), 18:22 lautete der Spielstand acht Minuten vor dem Ende. Die Rechtenbacher bewiesen zwar Moral und verkürzten auf 21:22 (58.), der Ausgleich gelang den Hausherren jedoch nicht mehr. - Beste Torschützen: Rechtenbach: Frosch (6/1), Viehmann (5), Cislaghi (4). - Kleenheim-Langgöns II: Dilges (5/2), Keßler (5).

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