HSG Wettenberg entscheidet Verfolgerduell für sich

(vk) Drei bzw. vier Spiele vor Saisonende sieht in der Handball-Oberliga Hessen Mitte der weiblichen Jugend C alles nach einem Staffelsieg des TV 05/07 Hüttenberg aus (22:0 Punkte). Die Hüttenbergerinnen konnten beim 18:9-Sieg als Gast des Tabellenvorletzten JSG GKS Mainball nicht gerade glänzen, haben aber sechs Minuspunkte Vorsprung vor der TSG Oberursel (14:6), die im Verfolgerduell bei der HSG Wettenberg mit 26:29 (12:15) verlor.

(vk) Drei bzw. vier Spiele vor Saisonende sieht in der Handball-Oberliga Hessen Mitte der weiblichen Jugend C alles nach einem Staffelsieg des TV 05/07 Hüttenberg aus (22:0 Punkte). Die Hüttenbergerinnen konnten beim 18:9-Sieg als Gast des Tabellenvorletzten JSG GKS Mainball nicht gerade glänzen, haben aber sechs Minuspunkte Vorsprung vor der TSG Oberursel (14:6), die im Verfolgerduell bei der HSG Wettenberg mit 26:29 (12:15) verlor. Beim sieglosen Tabellenletzten SV Bad Camberg enttäuschte der Fünfte SG Nordeck-W./A./L. und unterlag nach Disziplinlosigkeiten mit 18:26 (8:10).

JSG GKS Mainball - TV 05/07 Hüttenberg 9:18 (4:7): Hüttenbergs Trainerin Susanne Mappes ist in Sorge. "Je näher wir dem Gruppensieg kommen, umso schlechter spielen wir", erklärte die TVH-Trainerin. "Wir haben ziemlich schlecht gespielt, neun Tore zu kassieren, ist in Ordnung, aber wir müssen 30 Tore gegen so eine Mannschaft werfen", monierte Mappes.

Hüttenberg führte mit 2:0 und 5:2, dann aber stockte die Angriffsmaschinerie. "Wir haben viel verworfen, überhastet abgeschlossen und vergeben und auch viele technische Fehler gemacht", analysierte Susanne Mappes. Die Seiten wurden mit einem doch knappen 7:4 für Hüttenberg gewechselt. Nach Wiederbeginn setzte sich Hüttenberg auf 11:5 ab, und das Spiel schien doch noch Fahrt aufzunehmen. Über 15:7 gelang schließlich ein glanzloser 18:9-Erfolg des Tabellenführers, der im elften Spiel den elften Sieg holte und dessen Weste damit weiter makellos ist. "Unsere Torfrauen waren noch die Lichtblicke", sagte Trainerin Mappes. Steffi Schütz parierte zudem noch drei Siebenmeter. Bei Hüttenberg fehlten Victoria Jung (privat verhindert), Sandra Mastenbroek (krank) und Franziska Lulay.

TV Hüttenberg: Trappmann, Schütz, Elisath; Gehrke (3), Löffler (2), Mack (3), Pfeffer (5/2), Platen (2), Belter, Müller (3), Hochstraßer.

HSG Wettenberg - TSG Oberursel 29:26 (15:12): "Es war eine Punktlandung, der 29.Treffer für uns fünf Sekunden vor Schluss", sagte Wettenbergs Trainer Michael Pohl. Damit haben die Wettenbergerinnen den direkten Vergleich wegen der größeren Anzahl an erzielten Auswärtstreffern für sich entschieden und sind bei Punktgleichheit am Ende mit Oberursel im Vorteil. Bis zum 3:3 war die Begegnung ausgeglichen, ehe sich Wettenberg allmählich freischwamm und beim 12:7 und 13:8 jeweils einen Fünf-Tore-Vorsprung herausgeworfen hatte. "Dann hatten wir wieder wie im Hinspiel Angst vor der eigenen Courage", erklärte Trainer Pohl. Oberursel kam bis zur Pause auf 12:15 heran. Nach Wiederbeginn setzte sich Wettenberg auf 20;15 ab, ehe die Gäste wieder auf 20:22 verkürzten. Erneut erhöhten die Gastgeberinnen auf 28:24, mussten das 26:28 hinnehmen, aber fünf Sekunden vor dem Ende fiel der 29:26-Siegtreffer für die Wettenbergerinnen. Oberursels Torjägerin Michelle Okrusch, die in der Vorrunde 13 Treffer erzielt hatte, gelangen dieses Mal nur sechs Tore. "Das Spiel hat richtig Spaß gemacht. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben sehr ausgeglichen in Abwehr und Angriff agiert", lobte Trainer Pohl und verwies gleich auf vier Spielerinnen, die jeweils sechs Treffer erzielt hatten.

HSG Wettenberg: Köhl; Lang (6), Pohl (2), Weise, Paulus (3), Wingefeld (6), Schmidt (6), Köhler, Klein, Till (6).

SV Bad Camberg - SG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf 26:18 (10:8): "Wir wollen gewinnen - nicht wir haben schon gewonnen!", hätte das Motto der SG Nordeck beim bis dahin sieglosen Tabellenletzten sein müssen. So aber wurden die Gäste aus der Rabenau im Taunus nicht nur eiskalt erwischt, sondern auch total überrumpelt. Camberg startete super und legte ein 4:1 vor. Nordeck holte schnell auf, ohne zu seinem Spiel zu finden. Die erste Halbzeit verlief unbefriedigend mit einer Camberger 10:8-Pausenführung. Auch der Start in den zweiten Durchgang blieb erfolglos (16:14 / 40.Min). Durch zahlreiche Zeitstrafen (insgesamt zwölf gegen Nor- deck, drei gegen Camberg) reduzierte sich Nordeck zeitweise auf drei Spielerinnen auf dem Parkett. Die Cambergerinnen konnten dadurch die Führung leicht ausbauen und landete den ersten Saisonsieg! "Eine Mannschaft waren wir heute nicht, zumal Camberg nun wirklich nicht die besseren Spielerinnen hatte, aber als kampfbetontes Team auftrat", erklärte SG-Trainerin Jutta Dern-Wieloch nach der Partie.

SG Nordeck-Winnen/Allendorf/ Londorf: Haemer, Sonneborn, Dürr; Schnecker, Möller (2), David, Konrad (2), Bandt (1), Rennich, Lich, Käs (5), Ziegler (8/3), Sauer.

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