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Luca Weber (HSG Wettenberg) kann von Micha Wiener (HSG Kleenheim-Langgöns, l.) und Cedric Kollmann beim 23:21-Oberliga-Derbysieg nicht mehr vom Wurf abgehalten werden. Foto: ras

HSG Wettenberg Derbysieger

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Die HSG Wettenberg feiert, die HSG Kleenheim-Langgöns ist enttäuscht. In einem spannenden Handball-Oberliga-Derby setzt sich der Gastgeber aus Wettenberg mit 23:21 durch - dank einer Steigerung in der zweiten Hälfte.

Gäste-Trainer Matthias Wendlandt machte eine Phase kurz nach der Pause als Knackpunkt fest: "Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt, haben uns aber nicht mit einem höheren Vorsprung belohnt, weil wir zu viel Bälle verworfen haben. Anfang der zweiten Halbzeit haben wir eine 6:4-Überzahl verloren und danach total unsicher und ohne Selbstvertrauen gespielt." Sein Gegenüber Axel Spandau war mit der Mannschaftsleistung seines Teams sehr zufrieden: "Wir haben eine super zweite Hälfte gespielt, die erste war noch viel zu fehlerbehaftet, da konnten wir uns bei Jan (Stroh) im Tor bedanken, dass wir nur mit zwei hinten liegen."

Zu Beginn des Spiels zeigten sich beide Teams nervös und produzierten mehrere Fehler in Form von Fehlpässen. Die gastgebende HSG war es zunächst, die daraus als erstes Profit schlug und nach vier Minuten durch einen Treffer von Niclas Puhl mit 1:0 vorlegte. Wenig später zeigte sich auch Kleenheim erfolgreich, Cedric Kollmann eröffnete mit dem 1:2-Anschlusstreffer (5.) den Torreigen bei den Gästen. In der Folge präsentierten sich die Gäste offensiv spielfreudig und lagen nach zehn Minuten mit 5:3 in Front. Kleenheim zeigte sich fortan beweglich uns stabil in der Deckung, hatte in Manuel Eckhard einen guten Rückhalt und ließ wenig zu. Beim Zwischenstand von 5:9 (20.) reagierte Spandau auf das behäbige Offensivspiel seiner Mannen und griff zu seiner ersten Auszeit. In den letzten Minuten vor der Pause konnte die Heim-Sieben noch Schadensbegrenzung betreiben, hatte aber kurz vor der Pause Glück, dass Fabian Höpfner bei Ablauf der Zeit einen direkten Freiwurf an den Pfosten setzte.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Auswärts-Sieben unkonzentriert und konnte eine doppelte Überzahl nicht ausnutzen. Hinzu kam, dass Heim-Torwart Jan Stroh immer mehr zu einem Faktor wurde und Spandau mehrere Male den Defensivverbund umstellte, um Kleenheim immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen. Nach acht Minuten in der zweiten Hälfte waren die Gäste erst einmal erfolgreich, sodass die Hausherren schnell zum 12:12 ausgeglichen hatten. Spätestens beim 18:15 durch einen verwandelten Strafwurf von Tom Warnke hatten die Wettenberger den Spieß endgültig umgedreht. Von diesem Rückstand erholten sich die Gäste nicht mehr, konnten drei Minuten vor dem Abpfiff noch auf zwei Treffer verkürzen, zu mehr reichte es jedoch nicht.

Wettenberg: Dellner, Stroh; Schwarz (2), Niclas Puhl (1), Becker (4), Olbert, Sascha Puhl, Warnke (9/7), Schneider, Schmidt (1), Oyono (5), Kreutz, Werner (1), Weber.

Kleenheim-Langgöns: Kaiser, Eckhard; Höpfner (8/4), Wolf (1), Weller (4), Planer, Spieß, Wiener, Kollmann (1), Leger, Patt (2), Friedrich (2), Lang, Scheibel (3).

Im Stenogramm: SR: Adam/Adam. -Zuschauer: 350. -Zeitstrafen: 8:8 Minuten. -Siebenmeter: 7/7:5/4.

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