Wettenbergs Tom Warnke erzielt beim 23:20 seiner HSG in Münster nicht weniger als neun Treffer. FOTO: RAS
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Wettenbergs Tom Warnke erzielt beim 23:20 seiner HSG in Münster nicht weniger als neun Treffer. FOTO: RAS

Wettenberg bewahrt Nerven

  • vonRainer Schmidt
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(miw). Die HSG Wettenberg konnte am 17. Spieltag der Handball-Oberliga der Männer einen wichtigen 22:20 (9:9)-Auswärtssieg bei der TSG Münster feiern und verschaffte sich durch den zweiten Sieg hintereinander etwas Luft im Abstiegskampf und rückt so näher an das Tabellenmittelfeld heran. Durch den erst zweiten Erfolg in der Fremde rückte die Mannschaft von Trainer Axel Spandau näher an den Kontrahenten heran.

Spandau bilanzierte nach dem Spiel: "Das war kämpferisch schon richtig stark. Dieser zweite Sieg nacheinander ist nicht nur wichtig für unsere Punktebilanz, sondern auch für das Selbstvertrauen. Dennoch haben wir zu viele Chancen liegen gelassen, allein drei freie Gegenstöße konnten wir nicht im Tor unterbringen." Die Vorzeichen standen im Vorfeld der Partie alles andere als gut, einige Spieler waren unter der Woche angeschlagen, ebenso auch beim Spiel noch nicht bei 100 Prozent. Philippe Oyono konnte gar nicht spielen, Lukas Becker war aufgrund einer Schulterverletzung nur sporadisch in der Abwehr einsetzbar.

Nach dem 3:1 durch Max Panther kamen die Gäste besser in die Partie. Tom Warnke schloss einen 5:0-Lauf zum 6:3 aus Sicht der Auswärts-Sieben ab. Es zeichnete sich ab, dass um jedes Tor hart gekämpft werden muss und sich die beiden Teams nichts schenken. So konnte Münster zum 6:6 ausgleichen, mit einem Remis ging es in die Pause.

Münster erwischte den besseren Start in die zweite Spielhälfte und konnte nach einem Doppelpack von Jonas Höllebrand mit 14:12 (42.) vorlegen. Spandau nahm eine Auszeit und die ohnehin schon gut funktionierende Abwehr um Philipp Schneider agierte nun vorgezogen in der 5:1-Abwehr. Diese Maßnahme sollte sich als erfolgreich herausstellen. Münster fand offensiv kaum mehr Lösungen, versuchte mit einer teils unorthodoxen Spielweise, die HSG aus dem Konzept zu bringen. Die Wettenberger ließen sich nicht aber nicht abbringen und konnten beim 15:14 erneut die Führung behaupten, die sie nicht mehr abgeben sollten.

Jan Stroh mit wichtigen Paraden

Die Mittelhessen konnten sich, gestützt auf der guten Defensive, ein wenig absetzen und erzielten knapp zwei Minuten vor dem Ende das 21:18. In dieser Phase war es auch Keeper Jan Stroh zu verdanken, dass sich die Wettenberger absetzen konnten, mit einigen Paraden hielt der Torhüter seinen Vorderleuten den Rücken frei. Die TSG, das Team des Ex-Hüttenbergers Daniel Wernig, wurde offener in der Deckung, spielte eine Manndeckung und kam 40 Sekunden vor dem Abpfiff zum 20:21-Anschluss. Anders als in vielen Spielen zuvor, bewahrten die Gäste in der Schlussphase aber einen kühlen Kopf und fuhren den Sieg ein.

TSG Münster: Rausch, Spiranec; Zelser, Hranjec (1), Höllebrand (4), Friemann, Kunz (4/4), Dautermann, Panther (6), Jacobi (1), Mollath (1), Marxer, Schuster (2), Gerntke (1).

HSG Wettenberg: Stroh, Jan Becker; Schwarz, Niclas Puhl, Lukas Becker, Olbert (2), Sascha Puhl (4), Warnke (9/6), Schneider, Schmidt (2), Werner (1), Lauber (1), Weber (3).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Kaiser/Paul (Mühlheim/Heusenstamm). - Zuschauer: 200. - Zeitstrafen: 6:12 Minuten. - Siebenmeter: 5/4 - 6/6.

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