Werbung mit Roadshow am Kirchenplatz

Wird der jamaikanische Übersprinter und dreifache Weltrekordhalter Usain Bolt seine eigenen Fabelrekorde noch einmal verbessern können? Kann Hochspringerin Ariane Friedrich auf ihren kürzlich gesprungenen deutschen Rekord von 2,06 Meter noch einen draufsetzen und nach der Goldmedaille und dem Weltrekord greifen? Diese Fragen sind es, zu deren Beantwortung sich die Fans noch bis zum August gedulden müssen, wenn die Superstars der Leichtathletik bei der WM in Berlin (15. bis 23.) unter sich sind.

(lad) Wird der jamaikanische Übersprinter und dreifache Weltrekordhalter Usain Bolt seine eigenen Fabelrekorde noch einmal verbessern können? Kann Hochspringerin Ariane Friedrich auf ihren kürzlich gesprungenen deutschen Rekord von 2,06 Meter noch einen draufsetzen und nach der Goldmedaille und dem Weltrekord greifen? Diese Fragen sind es, zu deren Beantwortung sich die Fans noch bis zum August gedulden müssen, wenn die Superstars der Leichtathletik bei der WM in Berlin (15. bis 23.) unter sich sind, der ersten WM auf deutschem Boden seit Stuttgart 1993. Mit am Start könnte mit Beatrice Marscheck auch eine Gießenerin sein, die im Weitsprung mit ihrem hessischen Rekord von 6,73 Metern bereits die A-Norm erfüllte und gute Aussichten hat, den deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) - falls nicht noch zwei andere deutsche Athletinnen in den nächsten Wochen weiter springen sollten - bei der WM zu vertreten.

Doch in den letzten Jahren stagnierte in Deutschland das Interesse an der Traditionssportart, große internationale Erfolge deutscher Athleten machten sich rar. Um die Mutter aller Sportarten wieder anzukurbeln und das Zuschauerinteresse rechtzeitig zur Heim-WM wiederzubeleben, veranstaltet der DLV derzeit in Zusammenarbeit mit der Agentur MMP sowie den WM-Hauptsponsoren Deutsche Post und Toyota eine Roadshow, die durch 60 deutsche Städte tourt und Werbung für die Leichtathletik im Allgemeinen sowie für Berlin 2009 im Konkreten macht.

Gestern machte die Roadshow auch in Gießen halt, wo sie von 11 bis 17 Uhr auf dem Kirchenplatz Programme sowie Interviewpartner zu bieten hatte. So konnten Interessierte auf dem Showtruck an einer "Nintendo Wii" die leichtathletischen Disziplinen simulieren und an einem Toyota-Fahrsimulator ökonomisches Autofahren testen. Wer zwei Minuten Zeit hatte, konnte sich zudem für einen Weltrekordversuch zur größten Postkarte der Welt fotografieren lassen und einen kurzen Text verfassen; das in allen Tourstädten in Angriff genommene Endprodukt soll 44 Quadratmeter groß und bei der WM veröffentlicht werden. Im Erfolgsfall winkt der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Herzstück der Veranstaltung war das Laufband, auf dem Interessierte eine 100-Meter-Strecke möglichst auf den Meter genau ablaufen sollten. Hierbei waren zwei Eintrittskarten für die WM zu gewinnen. Einer der Gewinner war der 22-Jährige David: "Ich war früher selbst einmal Leichtathlet und freue mich riesig auf die WM - ich will da unbedingt hin", strahlte der Gewinner über seine Karten. Auch Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann und Beatrice Marscheck maßen sich auf dem Band, Marscheck brachte es tatsächlich auf exakt 100 Meter. Zuvor hatten beide am Mikrofon Rede und Antwort gestanden.

Hier hatte Haumann bekräftigt, dass Gießen zu Recht Bestandteil der Roadshow sei: "Ich denke, dass die Leichtathletik in Gießen gut angesiedelt ist. Wir haben hier insgesamt rund 100 Sportvereine und um die 850 Leichtathleten." Zudem wünschte er sich als ehemaliger Leichtathlet für die WM saubere Wettkämpfe und das eine oder andere Glanzlicht aus deutscher Sicht. Marschecks Ziel lautete verständlicherweise, bei der DM am kommenden Wochenende in Ulm unter die ersten drei zu springen, um ihren Start in Berlin klarzumachen. Und in einem Punkt waren sich alle einig: Dass die Heim-WM die ideale Gelegenheit ist, die deutsche Leichtathletik endlich wieder aus dem Tal hinauszuführen.

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