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Wer übernimmt beim FC Turabdin/Babylon?

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Von: Peter Froese

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Nach rund drei Monaten hat Sherwin Rahmani aus beruflichen Gründen seine Trainertätigkeit beim FC Turabdin/Babylon wieder beendet. Wer seine Nachfolge antritt, ist noch offen. © Peter Froese

Wie 2021 sind personelle Veränderungen in der Winterpause bei den heimischen Fußball-Klubs von Hessen- bis Gruppenliga überschaubar. Aber der FC Turabdin/Babylon sucht einen neuen Trainer.

(fro). Die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie und vor allem die seit zwei Jahren bestehenden Einnahmeverluste im Amateurfußball veranlassten die Verantwortlichen der Klubs zur Zurückhaltung. So erfolgten in der Regel nur punktuelle Nachjustierungen, die in aller Regel bereits mit Blick auf die kommende Saison veranlasst wurden.

FSV-Coup mit Johannes Hofmann

In der Hessenliga hatten die beiden heimischen Vertreter keinen Grund, die Qualität ihres bisherigen Kaders in Frage zu stellen. Mit der Qualifikation zur Aufstiegsrunde haben der FSV Fernwald und der SC Waldgirmes nicht nur den vorzeitigen Klassenerhalt geschafft, sondern auch bewiesen, dass sie trotz ihrer soliden Vereinsführung im finanziellen Haifischteich der höchsten Spielklasse auf Landesebene durchaus erfolgreich mitschwimmen können.

Der FSV Fernwald profitierte von der Tatsache, dass mit Johannes Hofmann, der seinen Vertrag bei der SG Fulda-Lehnerz nach einem halben Jahr wieder aufgelöst hat, ein regionalligaerfahrener Akteur den Weg nach Mittelhessen zurückgefunden hat. Zudem ist der Japaner Jun Okada, der seit Oktober 2021 beim FSV mittrainiert, seit dem 1. Januar spielberechtigt. Sommerzugang Agon Dervishi, der bislang noch keinen Hessenliga-Einsatz im FSV-Trikot vorweisen kann, hat sich gesund gemeldet und soll langsam herangeführt werden. Die Torwartfrage lässt die Elf von FSV-Trainer Daniyel Bulut in der aktuellen Spielzeit weiterhin nicht los. So wechselte der im Herbst 2021 aus einer personellen Notlage heraus verpflichtete Joao Gabriel Borgert nach seinem kurzen Gastspiel mit sieben Einsätzen im FSV-Trikot zu seinem Ex-Verein TSV Eintracht Stadtallendorf zurück. Fabian Grutza und Tom Sinkel haben ihre Verletzungen auskuriert und bilden nun mit Mithat Sahin das Torwarttrio beim FSV.

Auch beim SC Waldgirmes hat die Verpflichtung von Leon Kurz, der von den Sportfreunden Siegen kommt, für eine sportliche Bereicherung in den Reihen der Elf von Trainer Mario Schappert gesorgt. Zudem hat sich mit dem 19-jährigen Shinri Kim ein flexibel einsetzbarer Spieler des FC Gießen II angeschlossen.

Aderlass beim FC Gießen II

In der Verbandsliga Mitte geht die SG Kinzenbach mit einem verkleinerten Kader die Restrunde an. Daniel Horn, der aus beruflichen Gründen kürzer treten will und sich seinem alten Verein TSG Leihgestern angeschlossen hat, sowie Ertugrul Gündüz und Mecier Grouls, die beide zur SG Birklar wechseln, werden künftig in der Kreisoberliga Süd ihre Fußballschuhe schnüren. Die Lücke soll Sascha Timmann schließen, der aus Studiengründen von Hamburg nach Mittelhessen gezogen ist und schon seit geraumer Zeit bei der Elf von SG-Trainer Oliver Dönges mittrainiert. Zudem steht Timo Schmidt, der nach einem Jochbeinbruch nahezu die gesamte Vorrunde ausgefallen war, den Rot-Weißen wieder zur Verfügung.

Beim FC Turabdin/Babylon hat Sherwin Rahmani das Amt des Trainers in der Winterpause aus beruflichen Gründen beendet. Wer seine Nachfolge auf der Trainerbank antreten wird, will der 1. Vorsitzende des FC, Aziz Kartal, in Kürze bekanntgeben. Mit Michael Bathomene, der zwischenzeitlich als Spielertrainer beim ASV Gießen tätig war, und Ruben Hamann kehren zwei bekannte Gesichter zum FC zurück. Die Pohlheimer müssen künftig auf die Dienste von Mohammed Dalkilic verzichten, den es zur SG Birklar zieht. Erencan Pektas, der über ein Reservisten-Dasein nicht hinauskam, kehrt zum SC Waldgirmes II zurück. Die beiden Japaner Toki Hiromoto und Daigo Hiromoto erhoffen sich beim Ligakonkurrenten FC Gießen II mehr Spielzeiten.

Mit Shinri Kim, Ruben Enobore, Jeremy Böttger, Erik Wiegel, Leon Messik, Davon Ferdek und Timur Ögretmen kehren sieben Spieler dem aktuellen Schlusslicht FC Gießen II den Rücken. Im Gegenzug kamen Toki Hiromoto und Daigo Hiromoto vom Ligakonkurrenten FC Turabdin/Babylon sowie David Toprak von der U19 des SC Wehen Wiesbaden. Die Torhüterposition der Elf von FC-Trainer Thomas Turgut soll Vitali Ceavdari vom BFC Berlin stärken. Darüber hinaus will die Regionalligareserve auf die Integration eigener Nachwuchsspieler wie z.B. Kilian Parson und Felix Litzinger bauen, wenn die Aufholjagd in Richtung Klassenerhalt eingeläutet wird.

Mit nahezu gleichem Kader geht der FC Cleeberg den Kampf um den Klassenerhalt an. Während es Kilian Mandler zum Ligakonkurrenten SV Bauerbach zieht, steht Moritz Schmidt nach zweijähriger Verletzungspause vor seinem Comeback in der Elf von Trainer Daniel Schäfer. Auch beim SC Waldgirmes II kann Trainer Thorsten Schäfer weitgehend auf sein bewährtes Stammpersonal bauen. Erencan Pektas kehrt zurück und soll die Abwehr verstärken, während mit Wulf Appel ein talentierter Torwart aus der eigenen Jugend zu den Aktiven hochgezogen wird. Bei den Abgängen von Finn Hörr, Michael Preidt, Roger Adamski, Lukas Stefanowski und Dennis Jost handelt es sich um Ergänzungsspieler.

Frank-Elf stellt sich breiter auf

Gruppenligist SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen hat seinen Kader mit der Verpflichtung von Erik Wiegel, Levin Haak und Leon Weiß nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ aufgebessert, so dass SG-Trainer Dennis Frank und seine Elf den Kampf um den Klassenerhalt optimistisch angehen können.

Bei den TSF Heuchelheim vertrauen Daniel Marx und Yannik Pauly auf ihren bewährten Kader. Zwar verlässt Florian Tüschen die Blau-Weißen nach Beendigung seines Studiums in Richtung Heimat, doch mit Finn Hörr, der durch einen Zehenbruch bei seinem alten Verein SC Waldgirmes II nicht richtig Tritt fassen konnte, wurde adäquater Ersatz für die Abwehr gefunden. Zudem hat sich Davon Ferdek (FC Gießen II) den TSF angeschlossen.

Beim TSV Lang-Göns kann der neue (alte) Trainer Marc Becker im Kampf um den Klassenerhalt auf den als linker Verteidiger einsetzbaren Leon Messik bauen, der sich den Grün-Weißen vom FC Gießen II angeschlossen hat. Zudem ersetzt Dennis Ackermann vom TSV Klein-Linden den zum Kurdischen FC Gießen wechselnden Cemil Kurt im TSV-Sturm.

Bei der FSG Wettenberg gibt es keinen externen Zugang zu verzeichnen. Trainer Bastian Panz hofft aber auf die Rückkehr einer Reihe von Leistungsträgern, die in der Vorrunde aufgrund zahlreicher Verletzungen nicht zur Verfügung standen. Beim Kampf um den Klassenerhalt kann Adil Hamidovic nicht mehr helfen, den es zurück in seine Heimat nach Münster zieht.

Im Gruppenliga-Team des MTV 1846 Gießen gab es keine personellen Veränderungen. Lediglich Leon Späth von der zweiten und Karl Appel von der dritten Mannschaft der Männerturner haben sich der Spvgg. Blau-Weiß Gießen angeschlossen. Der Alsfelder Sportkreisvertreter Spvgg. Leusel konnte sich mit Lukas Weibert verstärken.

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