Weitere Niederlage für den TV Waldgirmes

(luk) Auf den vorletzten Platz in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd abgerutscht ist der TV Waldgirmes nach der neuerlichen 1:3-Niederlage bei der FT 1844 Freiburg und befindet sich damit in akuter Abstiegsgefahr.

Die Lahnauer, die in Bestbesetzung antraten, kamen nur schwer ins Spiel und lagen mit 1:5 im Hintertreffen. Diesen Rückstand konnte der TVW bis zum 16:20 nicht verringern, ehe sich die Waldgirmeser noch mal zusammenrissen und den 22:22 Ausgleich schafften. Beim Stand von 25:24 aus Waldgirmeser Sicht hatten die Lahnauer sogar einen Satzball, den Sascha Petrick vergab. Nun waren die Hausherren wieder am Drücker und konnten das Blatt durch den 27:25 Satzgewinn noch einmal zu ihren Gunsten wenden.

Der TV Waldgirmes befand sich im zweiten Satz auch aufgrund des bitteren Ausgangs im ersten Abschnitt noch in einer Art Schockstarre, und so sollte die 3:2-Führung durch Kapitän Hannes Hübner die letzte in diesem Spielabschnitt sein, denn nun spielten die Breisgauer wie entfesselt auf und zogen auf 15:6 davon. "Die Annahme war schwach, und im Angriff hat uns ganz eindeutig der nötige Dampf gefehlt", analysierte Manager Friedhelm Rücker den mit 9:25 hergeschenkten Satz. Und so stand die Mannschaft von Daniel Bock im dritten Satz bereits mit dem Rücken zur Wand. Im Lager der Waldgirmeser waren viele hängende Köpfe zu sehen.

Auf dem Feld übernahm dann Zuspieler Arndt Schlierbach die Rolle des Motivators und ging mit viel Einsatz voran, sodass sich der TVW nach einigen guten Angriffen mit 4:0 in Führung bringen konnte, der Auftakt nach Maß in den dritten Satz war also gelungen und die Köpfe im Team um Kapitän Hübner zeigten wieder nach oben. Zwar musste der TVW noch einmal den 12:12-Ausgleich hinnehmen, da Freiburg seine Topspieler Andreas Prein und Marcus Gensitz gekonnt in Szene setzte, doch durch zwei Asse von Sascha Petrick und angetrieben vom immer gefährlich agierenden Kapitän Hübner gelang es der Bock-Truppe, sich abzusetzen, sodass der Satz mit 25:19 gewonnen wurde. Zu Beginn des vierten Durchgangs war den Breisgauern ein gewisses Nervenflattern anzumerken. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit vielen langen Ballwechseln, und zunächst blieb bis zum 5:5 alles offen. Dann jedoch schlichen sich wieder Flüchtigkeitsfehler in das Spiel des Aufsteigers ein, und der TVW sah sich mit 10:17 im Hintertreffen und hatte den Gegner so selbst wieder aufgebaut. Doch plötzlich kam Waldgirmes, vor allem über die Blockabwehr, wieder ins Spiel, und Peter Wolf gelang der kaum noch für möglich gehaltene 17:17-Ausgleich.

Durch eine starke Annahme von Tobias Rücker und Punkten durch Moritz Kaup und Hübner blieb das Spiel bis zum 19:20 aus Waldgirmeser Sicht offen. Dann jedoch trat mit Gensitz wieder der stärkste Freiburger auf den Plan und besorgte die entscheidenden Punkte, durch die schließlich dann der 25:22 Satzgewinn für Freiburg zu Buche stand und der TVW die vierte Niederlage in Folge verkraften musste.

"Es ist schade, dass wir die zwei Punkte hier haben liegen lassen, denn es war durchaus mehr drin", trauerte Bock den vergebenen Chancen ein wenig hinterher. In die gleiche Kerbe schlug Zuspieler Schlierbach, der es ebenso bedauerte, dass man nicht konsequent sein Spiel habe durchsetzen könnnen, aber man habe ja einen Satz gewonnen, auf den man aufbauen kann. Für die nötige Aufbauarbeit bietet sich dem TVW nun eine zweiwöchige Pause, ehe es im Heimspiel gegen Rottenburg gilt, den Worten Taten folgen zu lassen.

TV Waldgirmes: Schlecht, Breither, Debus, Krüger, Schlierbach, Rücker, Hübner, Petrick, Wolf, Kaup, Dreher, Röder.

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