TSG weiter auf Erfolgskurs

(fk) Es war eine einseitige Verbandsliga-Partie am gestrigen Mittwochabend auf dem Sportplatz der TSG Wieseck. Beim 3:2 (2:1)-Erfolg der TSG gegen die SG Oberliederbach dominierten die couragiert aufspielenden Schützlinge von Trainer Ottmar Wagner über weite Strecken das Spielgeschehen, diktierten das Tempo und waren das torgefährlichere Team. Dennoch wurde es am Ende noch einmal eng, und der eigentlich sicher geglaubte Sieg geriet ins Wanken, ganz nach dem Motto: "Wenn man vorne die Tore nicht macht, bekommt man sie hinten rein."

(fk) Es war eine einseitige Verbandsliga-Partie am gestrigen Mittwochabend auf dem Sportplatz der TSG Wieseck. Beim 3:2 (2:1)-Erfolg der TSG gegen die SG Oberliederbach dominierten die couragiert aufspielenden Schützlinge von Trainer Ottmar Wagner über weite Strecken das Spielgeschehen, diktierten das Tempo und waren das torgefährlichere Team. Dennoch wurde es am Ende noch einmal eng, und der eigentlich sicher geglaubte Sieg geriet ins Wanken, ganz nach dem Motto: "Wenn man vorne die Tore nicht macht, bekommt man sie hinten rein."

Dass am Ende die drei Punkte doch in Wieseck blieben, hatten die Gastgeber auch der Harmlosigkeit der Gäste zu verdanken, die über die gesamten 90 Minuten nur drei klare Torchancen hatten. Die TSG hingegen erspielte sich in bester "Hurra-Fußball"-Manier, vor allem in der zweiten Halbzeit, Chancen im Überfluss.

Aber auch im ersten Durchgang waren die Wiesecker nicht nur optisch, sondern auch spielerisch überlegen. Bereits nach acht Minuten gingen die Hausherren durch Maykel Samun mit 1:0 in Führung. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld klappte das Umschalten von Abwehr auf Angriff hervorragend. Der stets bemühte, aber unglücklich agierende Marcel Kraft wurde auf der rechten Außenbahn steil geschickt, spielte präzise in die Mitte, wo Samun mit einem Linksschuss sicher einnetzte. Nach der Führung war das Wagner-Team weiterhin die bissigere Mannschaft und sorgte nach Ballgewinnen im Mittelfeld immer wieder für gefährliche Vorstöße. So auch in der 18. Minute: Torschütze Samun setzte den agilen Andreas Klan mit einem schönen Steilpass in Szene, doch Klan scheiterte mit seinem Schuss.

Wie aus dem Nichts kam hingegen die erste Chance für die Gäste. Nach 24 Minuten kombinierte sich die SG in den TSG-Strafraum, wo Goran Dadic zum Flanken kam und Denny Piazza per Kopf vollstreckte. Das Spielgeschehen war auf den Kopf gestellt. Doch bereits 120 Sekunden später schlugen die Hausherren zurück. Nach einer scharf geschossenen Ecke von Julian Buß kam Marc Zimmer am kurzen Pfosten zum Kopfball und bugsierte das Leder über die Linie. In der Folge verpasste es die TSG, sich weiter abzusetzen.

Nach dem Wechsel knüpften die Wiesecker nahtlos da an, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten. 50 Minuten waren gespielt, als Klan nach einem herrlichen Doppelpass mit Samun den wohl schönsten Angriff des Spiels mit einem sehenswerten Heber aus halbrechter Position zum 3:1 abschloss. Im direkten Gegenzug rettete das Aluminum für den bereits geschlagenen Dominik Wagner. Davon unbeeindruckt erspielte sich die TSG nun Chancen im Zwei-Minuten-Takt. Und vergab diese fahrlässig.

Nach 70 Minuten nahmen die Gastgeber ein wenig das Tempo aus der Partie und ließen die Gäste kombinieren. Ohne davor wirklich Torgefahr ausgestrahlt zu haben, bestrafte die SG die Wiesecker Passivität. Goran Dadic zog in der 78. Minute aus knapp 20 Metern trocken ab und versenkte den Ball im Netz. Doch die große Schlussoffensive der Gäste blieb aus. "Ich denke, der Sieg geht voll in Ordnung. Wir waren das bessere Team, haben uns aber das Leben selber schwer gemacht", resümierte TSG-Trainer Wagner, der bei aller Euphorie über den vierten Sieg in Folge dennoch kritisch blieb: "Wir haben in der ersten Halbzeit immer wieder Fehler in der Defensive gemacht. Darüber wird zu reden sein, daran müssen wir arbeiten", kommentierte er das Auftreten seiner Mannschaft.

TSG Wieseck: Dominik Wagner; Noske, Delzer, Schäfer, Sebastian Kraft, Tschutschupalow (ab 60. Klimek), Zimmer, Klan (ab 69. Niklas Wagner), Samun, Marcel Kraft

SG Oberliederbach: Reisinger; Gemmerich, Mimi, Karrer (ab. 53 Tallavigo), Azakir, Dadic, Schmidbauer, Mantel (ab. 57. Tahri), Piazza, Matkovic, Walentowitz (ab 43. Fernandez).

Im Stenogramm: SR: Storch-Schäfer (Fulda). - Z.: 150. - Torfolge: 1:0 (8.) Samun, 1:1 (24.) Piazza, 2:1 (26.) Zimmer, 3:1 (50.) Klan, 3:2 (78.) Dadic. - Gelbe Karte: Piazza.

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