Rund 100 Anhänger aus Watzenborn-Steinberg waren mitgereist und unterstützten das Team immer wieder lautstark. (Foto: sno)
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Rund 100 Anhänger aus Watzenborn-Steinberg waren mitgereist und unterstützten das Team immer wieder lautstark. (Foto: sno)

Weiter alles in der Hand

(sno) Die Teutonia aus Watzenborn-Steinberg hat im Spitzenspiel der Fußball-Hessenliga bei RW Frankfurt eine teilweise herausragende Leistung geboten und im Aufstiegsrennen weiter alles selbst in der Hand. 1:1 trennten sich "die beiden besten Mannschaften der Hessenliga", wie Teutonen-Trainer Daniel Steuernage anmerkte.

"Wir waren noch einen Tick besser und hätten das Spiel gewinnen können", meinte Steuernagel. Sein Kollege von Rot-Weiss, Daniyel Cimen, räumte ein: "Wir können mit dem Punkt nach diesem Spielverlauf leben."

Unglücklich geriet die Teutonia in der 45. Minute mit der ersten Torchance der Frankfurter in Rückstand, drehte die Partie verdient durch einen Kopfballtreffer von Christopher Schadeberg und war spätestens nach der Roten Karte für RW in der 58. Minute überlegen. In einem Spiel mit viel Tempo und ganz viel Einsatz schafften es die Pohl-heimer aber nicht, das 2:1 zu erzielen. Die Vorentscheidung wurde somit verpasst – möglich war sie. Wie verrückt diese Partie war, zeigte die Schlussminute. In der Nachspielzeit traf Teutonias Denis Weinecker mit einem Schuss die Unterkante der Latte. Im Gegenzug kam der Ball im Strafraum zu Frankfurts Ko Sawada, der den Ball über Schlussmann Yannik Dauth spitzelte und ebenfalls die Latte traf. Danach wurde das Spiel nicht mehr angepfiffen.

Immer wieder attackierten die Teutonen früh und schafften es, anders als im Hinrundenspiel, die gefährlichen und schnellen Frankfurter vom eigenen Tor fernzuhalten. "Ich glaube, so offensiv hat gegen Rot-Weiss noch keiner verteidigt", merkte Steuernagel später an. Schon nach neun Minuten hatten die Pohlheimer zwei Großchancen zu verzeichnen: Ein Volleyschuss von Louis Goncalves wurde stark pariert (6.), ein Fernschuss von Denis Weinecker (9.) landete an der Latte. Teilweise griff Watzenborn-Steinberg mit vier Spielern am gegnerischen Strafraum an.

Schadeberg trifft

Ende der ersten Hälfte hatte der Gast seine beste Phase, erzwang immer wieder frühe Ballverluste der Frankfurter. Just in diesem Moment, direkt vor der Pause, öffnete sich einmal ein kleines Loch im Mittelfeld, Rot-Weiss spielte sich schnell durch – und André Fliess lief im Strafraum durch. Teutonen-Verteidiger Michael Bodnar berührte ihn dann, Elfmeter. Gießens Kreisfußballwart Henry Mohr, der auch im Stadion am Brentanobad weilte, sagte zu dieser Szene: "Völlig unnötig. Der Frankfurter ist in so einem spitzen Winkel, da muss man nicht reingrätschen.

" Cem Kara verwandelte in der 45. Minute zum schmeichelhaften 1:0 für die Frankfurter. Es war die bis dato erste und einzige klare Torchance für die Hausherren. Doch die Mittelhessen berappelten sich und glichen in der 54. Minute verdientermaßen aus. Der schon nach 16 Minuten für den verletzen Kian Golafra eingewechselte Julian Scheffler vollendete einen Lauf auf der Außenbahn mit einer maßgenauen Flanke für Christopher Schadeberg, der zum 1:1 einköpfte. Danach vergab die Teutonia mehrere Großchancen. So bleibt es bei einem Punkt Vorsprung – bei noch drei ausstehenden Spielen. "Mit dieser Intensität und dieser Spannung werden wir das schaffen", sagte Trainer Steuernagel.

RW Frankfurt: Takidis – Topcagic, Tim Fliess, Mus, André Fliess, Akgöz (ab 77. Marceta), Barnes (ab 79. Prasler), Lundy, Sawada, Abdul, Kara (ab 60. Fil).

Watzenborn-Steinberg: Dauth – Mohr, Bodnar, Koutny, Simon – Golafra (ab 16. Scheffler), Schadeberg – Weinecker, Goncalves, Koyuncu – Szymanski.

Im Stenogramm: SR: Unholzer (Birkenau). – Z.: 1300. – Tore: 1:0 (45.) Kara (Foulelfmeter), 1:1 (54.) Schadeberg. – Rote Karte Abdul (58.) nach Tätlichkeit.

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