Weber setzt ein erstes Ausrufezeichen

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Am ersten Advent-Wochenende galt es für die Kaderathleten des Deutschen Ruderverbands, beim Leistungsüberprüfungstest Akzente zu setzen, um bei der Kaderplanung für das kommende Jahr berücksichtigt zu werden. Das gelang den Gießener Startern – und allen voran U23-Vize-Weltmeister Marc Weber (RC Hassia). Außerdem findet an diesem Wochenende das traditionelle GIG-Vierer-Rennen über die Langstrecke in Mainz statt, wo auch Gießener Ruderer um den Preis beim Nikolausvierer antraten.

Am ersten Advent-Wochenende galt es für die Kaderathleten des Deutschen Ruderverbands, beim Leistungsüberprüfungstest Akzente zu setzen, um bei der Kaderplanung für das kommende Jahr berücksichtigt zu werden. Das gelang den Gießener Startern – und allen voran U23-Vize-Weltmeister Marc Weber (RC Hassia). Außerdem findet an diesem Wochenende das traditionelle GIG-Vierer-Rennen über die Langstrecke in Mainz statt, wo auch Gießener Ruderer um den Preis beim Nikolausvierer antraten.

Beim Leistungsüberprüfungstest in Dortmund brachte Johannes Birkhahn, Schlagmann des Gießen-Achters und Trainer der Leistungssportgruppe der Junioren und Senior-B-Jahrgänge, mehrere Aktive an den Start, um auch hier zu bestimmen, wie es in der Saison 2019 weitergehen soll. Die DRV-Leistungsüberprüfung bestand am Samstag aus einem 2000-Meter-Ergometer-Test und am Sonntag dann aus einem Test über die 6000-Meter-Langstrecke auf dem Dortmund-Ems-Kanal bei nassen Witterungsbedingungen. Bereits erprobt bei den europäischen Hochschulmeisterschaften ist der ungesteuerte Frauen-Zweier mit Norma Diel (Rudergesellschaft) und der Ex-Gießenerin Mara Weber (Lübecker RG). Sie fanden eine Platz im Mittelfeld der Frauen-Elite mit Rang 14 auf der Ruderlangstrecke und erfüllten ihre Ziele auch auf dem Ergo. In der Leichtgewichtsklasse bei den Männern im Zweier trat der Gießener Cornelius Becker (Rudergesellschaft) in Renngemeinschaft mit Tim Niclas Meier (Hanauer RG) an und wurde Dritter, nachdem beide am Samstag mit persönlicher Bestleistung auf dem Ergometer aufwarten konnten. Der Hassianer Marlon Welsch schnitt im Leichtgewichts-Einer mit Platz 24 von 36 Booten solide ab, blieb – auch durch eine Erkältung gehandicapt – auf dem Ergometer jedoch über den U23-Kadervorgaben. Birkhahn war sehr zufrieden mit den Leistungen. Mit Spannung wurde das Abschneiden von U23 Vize-Weltmeister Marc Weber (Hassia) erwartet. Auf dem Ergometer blieb Weber deutlich im Rahmen der olympischen Norm und empfahl sich schon am Samstag für den A-Kader der Nationalmannschaft. Auf der Langstrecke fuhr er ein taktisch souveränes Rennen und wurde Dritter im Feld der 46 Männer-A-Einer. Dabei trennten ihn auf den A-WM-Teilnehmer und zurzeit unangefochtenen DRV-Einer-Fahrer Oliver Zeidler (Ingolstadt) 17 Sekunden und auf den Vorjahressieger Jason Osborne (Mainzer RG) lediglich sieben Sekunden. Weber äußerte sich nach dem Rennen zufrieden: "Ergo war gut, Ziel war, unter die Olympianorm zu kommen, ohne sich auszubelasten für die folgende Langstrecke. Das hat prima funktioniert. Mit Rang drei gehöre ich auf jeden Fall zu den Schnellsten in Deutschland."

15. Saisonerfolg für Pawlowsky

Während es in Dortmund um nationale und internationale Ranglisten ging, war in Mainz der Saisonausklang auf der verkürzten 3000-Meter-Langstrecke für die Masters-Ruderer von Gießener RC Hassia angesagt. Bei ruhigem, trockenem und windstillem Wetter fanden die Athleten der 31. Auflage des Nikolaus-Vierers nahezu ideale Bedingungen vor. Zuerst ging das Männer-Team der Altersklasse E an den Start. Im Sechs-Boote-Feld galt es, sich gegen starke Konkurrenz zu positionieren. Mit der Strömung kam das Team um Schlagmann Dirk Heller und Ernst Pawlowsky, Walter Breitfelder und Kai Frenzel sowie Steuerfrau Ruth Hoffmann in einen guten Schlagrhythmus. Nach der Wende ging es gegen die Strömung, und es dauerte eine Weile, bis die Mannschaft wieder zusammenkam. Am Ende stand ein guter dritter Platz in der Zeit von 11:09 Minuten, nur 18 Sekunden trennten die Gießener vom Sieger RV Eltville. Im Mixed-Team ging es in der Altersklasse F gegen den RV Bad Ems und den Frankfurter Ruderverein. Pawlowsky und Breitfelder starteten mit Petra Schadock (Mühlheim) und Roswitha Wolken (Meppen) sowie Ruth Hoffmann als Steuerfrau. Am Ende gab es mit 11:33 einen Sieg mit sechs Sekunden Vorsprung. Das bedeutete den 15. Saisonerfolg für Pawlowsky. Er ist damit erfolgreichster Hassianer in der laufenden Saison, was die Anzahl der Regattasiege betrifft.

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