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Alle in eine Richtung: Ab zum Auftakt nach der Winterpause heißt es für Louis Goncalves (Mitte in Grün-Weiß) und seine Teutonen, die heute auf Viktoria Griesheim treffen. (Foto: fro)

Für Watzenborn-Steinberg ein Auftakt mit Gefahrenpotenzial

(sno) Für die Teutonia Watzenborn-Steinberg geht es wieder um Punkte in der Fußball-Hessenliga – und um das Ziel Aufstieg in die Fußball-Regionalliga. Heute gastiert der Spitzenreiter um 14.30 Uhr bei der Viktoria Griesheim

Auch im Fußball kann man die Dinge immer aus zwei Perspektiven sehen: Die Teutonia aus Watzenborn-Steinberg, Tabellenführer der Fußball-Hessenliga, schlägt die Viktoria aus Griesheim heute (14.30 Uhr, Am Hegelsberg in Griesheim), ist doch klar. Schließlich feierten die Pohlheimer im Hinrundenspiel mit dem 6:1 den höchsten Saisonerfolg. Im Spiel Neunter gegen Erster gibt’s nur einen Sieger – und: Die Grün-Weißen haben von den letzten zehn Spielen nur eines verloren. Da wird heute also nichts anbrennen beim ersten Spiel nach der Winterpause. Oder doch?

Die Griesheimer haben in der vergangenen Woche immerhin Selbstvertrauen getankt und im Nachholspiel der Hessenliga ein 3:1 beim OSC Vellmar eingefahren. Alle drei Treffer erzielte der 21-jährige Serkan Firat. Der deutsche Blondschopf kommt von der Darmstädter Jugend, absolvierte bei den "Lilien" ein Spiel in der dritten Liga, wurde dann aber abgegeben. In der Winterpause wurde er von mehreren Regionalligisten zum Probetraining eingeladen. Auf den offensiven Mittelfeldspieler gilt es, aufzupassen. Nicht zuletzt hat die Viktoria im Herbst beim 1:0-Heimsieg gegen Rot-Weiss Frankfurt bereits bewiesen, dass sie auch größere Kaliber der Hessenliga schlagen kann.

Die Viktoria aus Griesheim also doch ein gefährlicher Gegner? Auf jeden Fall. Für die Teutonen, die natürlich Favorit sind, steht fest: Die erste von 13 Etappen auf dem Weg in die Regionalliga Südwest wird keine leichte.

Zumal die Griesheimer, die sich von Neuzugang Fikri El Haj Ali schon wieder getrennt haben, beim 3:1 gegen Vellmar laut Spielertrainer Angelo Barletta in der ersten Hälfte "wie aus einem Guss, wirklich herausragend", gespielt hätten. Für Watzenborn-Steinberg wird es beim heutigen Gastspiel darauf ankommen, dem Gegner das eigene Spiel konsequent aufzudrücken und ihn nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Das von Teutonen-Trainer Daniel Steuernagel gelobte "erste Anlaufen" sitzt – Verbesserungspotenzial herrscht im Schließen der Mittelfeldräume, wenn die erste Pressingwelle der Grün-Weißen überspielt ist. Häufig monierte der Coach zuletzt, dass dort zu viele Freiräume entstehen und der Gegner gelegentlich 20,30 Meter relativ unbedrängt marschieren konnte. Zur Verfügung stehen bei den Pohlheimern bis auf Kapitän Kian Golafra (Bluterguss drückt auf das Außenband), Julian Scheffler (Zehenbruch) und Marvin Fröls (Schambeinentzündung) alle Spieler.

Zuletzt etwas angeschlagen waren der flexible Marvin Helm und Offensivakteur Keigo Matsuda.

In Erinnerung ist manchem Pohlheimer noch der verpatzte Auftakt nach der Winterpause in der vorigen Saison – ja, damals spielten die Teutonen noch in der Verbandsliga, weit entfernt von Regionalligaträumen, sie absolvierten eine reibungslose Vorbereitung und kassierten dann ein 2:5 gegen den SC Waldgirmes. "Dieses Mal hatten wir in der Vorbereitung schon einige Dinge, die ich ansprechen musste. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass nicht alles glatt lief", sagt Trainer Daniel Steuernagel. Rein von den Ergebnissen her setzten die Teutonen ihren beeindruckenden Lauf in der Pflichtspielpause fort: Neun Spiele, keine Niederlage. Der Ernstfall ist dann aber doch noch etwas anderes als ein Freundschaftsspiel. Und so steigt auch bei Geschäftsführer Jörg Fischer die Vorfreude auf den heutigen Samstag: "Endlich geht es nach einem gefühlten halben Jahr mit vielen, vielen Gesprächen wieder los."

Die vorgegebene Zielsetzung ist klar: Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Auf diesem Weg sollte Viktoria Griesheim geschlagen werden. Darüber gibt es ausnahmsweise mal keine zwei Meinungen.

W.-Steinberg, Aufgebot: Dauth, Jäckel – Simon, Jörg, Bodnar, Talevski, Schadeberg, Neubert, Guzu, Kraft – Goncalves, Azaouaghi, Koutny, Helm, Koyuncu, Weinecker, Matsuda – Parson, Szymanski.

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